Der Betrüger Joshua Kaufman – Einblick in die Praktiken des Shoa Business

VON CAROLYN YEAGER

Vorbemerkung von Sternbald: Dies ist Carolyns dritter Artikel über den erwiesenen Betrüger Joshua Kaufman. Der Originaltitel lautet „Busted: Joshua Kaufman’s claimed Auschwitz number belongs to someone else“ Einige Sätze darin beziehen sich auf Informationen aus den ersten beiden Artikeln; durch den Zusammenhang ist jedoch alles verständlich. Wenn Sie diese Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte hier und hier.

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Der Zionist Joshua Kaufman in seinem Zuhause nahe Los Angeles zwischen zwei Fahnen und vor den an die Wand gehefteten Zeitungsartikeln, die ihn berühmt machten.

Genauso wie der überführte Betrüger Joseph Hirt wurde Joshua Kaufman nun ebenfalls als Betrüger entlarvt. Seine angebliche Lagertätowierungsnummer – NBC News gegenüber sagte er: „Ich bin nicht Joshua Kaufman, ich bin Nummer 109023“ – gehört in Wirklichkeit dem am 12. September 1901 in Łaznów (Polen) geborenen Mateusz Judasz.

Eine Suche in der Datenbank des staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau ergibt, dass Judasz am 18. März 1943 in Ausschwitz ankam (über ein Jahr vor Kaufmans angeblicher Ankunft) und dort die Nummer 109023 erhielt. Sein Beruf wurde als „Bauer“ angegeben. Er wurde im selben Jahr nach Mauthausen (in der Ostmark) überwiesen und schließlich aus diesem KZ befreit.

Hier ist der Eintrag der Museumsdatenbank wiedergegeben, den jeder selbst überprüfen kann (geben Sie in die Suchmaske „Mateusz Judasz“ ein):

Main page > Museum > Auschwitz prisoners

Auschwitz prisoners

Judasz, Mateusz

(prisoner number: 109023)

born: 1901-09-12, place of birth: Łaznów, profession: farmer

Fate:
1. 1943-03-18, Auschwitz, arrived to camp
2. transferred in 1943 to KL Mauthausen, liberated,

Sources:
1. Memorial Book Radom

Man berücksichtige, dass diese Informationen über Mateusz Judasz (bis auf das Datum der Befreiung) von der SS-Lagerverwaltung erhoben wurden. Man berücksichtige ebenfalls, dass er wahrscheinlich einer derjenigen ist, die den Juden zufolge kurz nach ihrer Ankunft in Auschwitz „vergast“ wurden. Ich kann sie richtig hören: Eines Tages verschwand unser Freund Matty. Wir erfuhren von anderen Lagerinsassen, dass der böse Dr. Mengele ihn in eine Gaskammer geschickt hatte. Oh Weh. Wir haben ein Kaddisch rezitiert. [Hier ahmt Yaeger den jüdischen Akzent im Englischen nach: Von day our friend Matty disappeared. Ve learned from de talk around de camp dat evil Dr. Mengele sent him to da gazz chamber. Oy vey. Ve recited a Kaddish.]

Es sieht so aus, als hätte Kaufmann sich besser in Ausschwitz bezüglich der von ihm gewählten Nummer erkundigt, aber er war derart zuversichtlich, nachdem sein Fall öffentlich ausgerollt wurde und auf einer Doppelseite der Daily Mail erschienen war [*mehr dazu später]. Ein Jahr nach diesem Erlebnis trat er als Zeuge in dem Prozess gegen den ehemaligen KZ-Wächter Reinhold Hanning wegen angeblichen Mordes in Detmold auf, und dort scheint ihm seine eigene Hybris ein Bein gestellt zu haben: Er machte unbedachte Aussagen über seine Erlebnisse in Auschwitz und Dachau, darunter jene, seine Lagernummer sei 109023 gewesen.

Nun ist der Name Joshua Kauman jedoch nicht in der Auschwitz-Birkenau-Datenbank zu finden, doch erinnert uns das Museum daran, dass „die Nazis die meisten der von ihnen erstellten Dokumente vernichteten“ und dass eine Liste aller Lagerinsassen von Auschwitz nicht existiere. Also gut, vielleicht war er also dort, aber die Unterlagen wurden vernichtet. Falls dem so wäre, hätte er allerdings eine eigene Nummer gehabt. Da wir wissen, dass die Nummer 109023 jemand anderem gehörte, sagt uns die Logik, dass er sie nicht benutzt hätte, hätte er auf seine eigene Nummer zurückgreifen können. Wenn er in diesem Punkt lügt, dann dürfen wir annehmen, dass es ebenso eine Lüge ist, dass er in einer Gaskammer arbeitete und die Leichen von dort zum Krematorium transportierte.

Hier ist also, was wir nun über Kaufmans Geschichte sagen können:

  • Er log über seine Lagerinsassennummer.
  • Er log bezüglich seiner angeblichen Arbeit in einer Gaskammer in Auschwitz (er wurde niemals gefragt, in welcher) und darüber, zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt gewesen zu sein.
  • Er log, als er sagte, er habe andere Lagerinsassen in Dachau in einen Zementmischer geworfen.
  • Seine Aussage, er habe täglich über 12 Stunden 50 Kg schwere Zementsäcke tragen müssen, ist ebenfalls eine Lüge.

An diesem Punkt stellt sich die Frage, welche weiteren Aussagen ebenfalls Lügen sind. Vielleicht diejenige, er sei eine „lebende Leiche“ gewesen, als er aus Dachau befreit wurde. Irgendwie kann ich das nicht glauben.

*Das „Treffen“ zwischen Kaufman und Gillespie wurde von einer Fernsehcrew arrangiert

Wie sich herausstellt, erhielt Daily Mail die Story und die Fotos vom History Channel Deutschland, der das Drehbuch für das „Treffen“ geschrieben und dieses arrangiert hatte.

Es war mir bereits bewusst gewesen, dass die Doppelseite in Daily Mail am 21. Januar mit Hinblick auf den Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2015 publiziert worden war, einer jährlich in Auschwitz-Birkenau und im Sitz Vereinten Nationen organisierten Veranstaltung. Jedes Jahr suchen (oder erfinden) diese Institutionen und die Massenmedien Holocaust-Erzählungen, die mit diesem Datum in Verbindung stehen. Da 2015 der siebzigste Jahrestag der sogenannten Befreiung von Auschwitz stattfand, war es noch wichtiger als sonst, soviel Tandaradei wie möglich zu veranstalten.

Und so erklärt sich, dass Joshua Kaufman, von dem nie zuvor jemand etwas gehört hatte, sich kurz vor dem Jubiläum derart öffentlichkeitswirksam mit Daniel Gillespie, einem der „Befreier“ der US-Armee traf. Wie ich erfuhr, entdeckte der History Channel Germany (ohne zu erklären, wie), dass beide nahe beieinander in Orange County, Kalifornien, lebten. Haben sie Zugang zu speziellen Archiven, um so etwas herauszufinden? Ich muss es annehmen. Der History Channel ist eine der größten Plattformen für Weltkriegs- und ‚Holokosten’-Indoktrinierung zum Nutzen der Holocaust-Industrie.

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Ein Standbild aus der in Huntington Beach, Kalifornien, gemachten Doku über das „Treffen“ eines Dachau-Überlebenden und eines Dachau-Befreiers. Dieses Bild erschien in Daily Mail und weiteren Zeitschriften. Man beachte das Copyright “HISTORY CHANNEL (GERMANY)“ in der unteren linken Ecke.

Der History Channel spielte die Story Daily Mail und anderen Medien zu, die im Gegenzug die neue Fernseh-Doku des Kanals bewarben. Auf den Fotos in Daily Mail findet sich der Schriftzug „History Channel Germany“. Auf einer anderen Seite ist auf denselben Fotos angegeben „Dirk Heuer, HISTORY Germany“. Die in der Bildzeitung veröffentlichten Fotos von Kaufman in seinem Zuhause tragen das Copyright von Nancy Pastor/Polaris Images, die wahrscheinlich für die eigene Berichterstattung der Zeitung angeheuert wurde. Hinter so einer Story steckt also ein beachtlicher Vorbereitungsaufwand, und dieses Treffen kam sicherlich nicht spontan zustande.

In dieser Nachrichtenmeldung von CBS-LA fiel mir zum ersten Mal auf, dass das Treffen vom History Channel Germany arrangiert wurde. Alles, was ich bei einer Suche nach THCG [leider keine Erklärung im Text, hier mögliche Definitionen], war diese Story. In keinem Fall stieß ich auf eine Erwähnung der US-Armee oder von historischen Institutionen. Dieses „Treffen“ war eine rein kommerzielle Unternehmung.

Der Journalist von CBS-LA schrieb Folgendes:

Der History Channel Germany arrangierte das Treffen für eine letztes Jahr ausgestrahlte Doku. […] Im Januar 2015 fand ein deutsches Doku-Team heraus, dass die beiden innerhalb weniger Stunden Autofahrt voneinander entfernt lebten. Bei ihrem Treffen an einem Strand in Südkalifornien sprachen sie über den Krieg und das Überleben.

CBS und andere Massenmedien wurden dazu eingeladen, über das Treffen zu berichten. Es war keine Privatangelegenheit, sondern eine Inszenierung. Auch die Huffington Post griff sie auf und berichtete am 26. Januar 2015:

Das Treffen wurde vom Regisseur Emanuel Rotstein arrangiert und wird laut Pressemeldung des History Channels in der Doku ‚Die Befreier von Dachau’ gezeigt werden.

Emanuel Rotstein – dieser Name spricht Bände über den Zweck des Projekts und die Vertrauenswürdigkeit der zugrundeliegenden Recherchen.

Ein anderer Bericht formuliert es so:

Die beiden Männer wurden von einer Fernsehcrew für eine Doku mit dem Titel Dachau Concentration Camp – The Hour Of The Liberators zusammengebracht. Sie wurde zum ersten Mal auf dem History Channel am 31. Mai 2015 ausgestrahlt.

Nun stellt sich eine weitere Frage: Spielt das United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) bei all dem eine Rolle? Ich erwähne dies, da sowohl Kaufman, als auch Gillespie nur zwei Monate später [dies bezieht sich auf das „Treffen“ der beiden] Ehrengäste beim USHMM 2015 Los Angeles Dinner am 16. März waren. Die Einladung verdienten sie sich für die History-Channel-Doku, für deren herzerwärmende Story sie bei dem Abendessen gefeiert wurden. Zwei Monate Später starb Gillespie.

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Die Erklärung auf der Netzseite von Getty Images lautet: Holocaust-Befreier Daniel Gillespie (L) und Holocaust-Überlebender Joshua Kaufman besuchen das Dinner des United States Holocaust Memorial Museum im Beverly Hilton Hotel am 16. März 2015 in Beverly Hills, Kalifornien.

Im folgenden Frühling erregte Joshua Kaufman abermals Aufsehen, als er mit zwei seiner Töchter zum Prozess gegen Reinhold Hanning in Detmold reiste. Dazu gab es große Bericht der Bildzeitung ebenso wie in US-Zeitschriften. Kaufman wurde seine Bitte, bei dem Prozess als Zeuge aufzutreten, abgeschlagen [!], und seit dem habe ich keine weiteren Meldungen zu seiner Person gefunden.

Ich schreibe diesen Artikel, um Ihnen zu zeigen, dass dies alles „Shoah Business“ ist. Für die Behauptung, Kaufman sei genau der verängstigte Lagerinsasse, dem Gillespie aus der Latrine half (dies widerspricht Kaufmans Aussage, er sei in den Lagern „zum Tier“ geworden, einem gewalttätigen Tier, das andere Lagerinsassen in den Zementmischer schleudern konnte), bietet keiner von beiden den geringsten Beweis. Wir müssen sie beim Wort nehmen. Wir haben also nun eine voreingenommene Fernseh-Doku von einem deutschen Juden namens Rotstein. Nichts davon veranlasst uns, davon auszugehen, hier handele es sich um mehr als eine weitere „herzerwärmende“ Holocaust-Erzählung, um den unersättlichen Appetit der Holocaust-Industrie und des Holocaust-Publikums zu bedienen. Und warum sollte man nach der Wahrheit fragen, wenn es sich um eine derart rührend-menschliche Geschichte handelt?

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