Politik und Religion

Von Sternbald

In meinem Aufsatz „Selbsthass und psychologische Kriegsführung“ habe ich angesichts der leider allzu oft erfolgreichen Strategie giftiger Insekten, entmutigte Patrioten zu bitteren Selbstanklagen bzw. Anklagen gegen unser Volk zu verleiten, einen Verhaltenskodex vorgeschlagen:

a) Wir sollten nie das eigene Volk beschimpfen und jeglicher Selbstbeschimpfung sofort energisch entgegentreten.

Ähnlich problematisch ist das Thema Politik und Religion, weswegen ich hier zwei weitere Punkte hinzufüge:

 b) Politik und Religion sind zwei verschiedene Dinge. Sie dürfen auf keinen Fall als Bedingungen aneinandergekoppelt werden.

c) Politischen Mitstreitern gegenüber, d.h. allen rassebewussten Nationalisten, dürfen wir uns nie respektlos verhalten.

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Dem Juden Mark Potok vom SPLC zufolge waren rassebewusste Nationalisten in den USA im Jahr 2000, als es mehrere große Gruppierungen gab, "bedeutend besser organisiert". Obwohl der Personenkreis seitdem angewachsen sei, gingen diese Gruppierungen sich "untereinander beständig an die Gurgel" (Washington Post).

Dem Juden Mark Potok vom SPLC zufolge waren die “weißen Suprematisten” in den USA im Jahr 2000 “bedeutend besser organisiert”. Obwohl der Personenkreis seitdem angewachsen sei, gehe von der Szene keine akute Gefahr aus, da die verschiedenen Gruppierungen unter sich heillos zerstritten seien (Quelle: Washington Post).

Man braucht kein Prophet zu sein, um jeglicher nationalistisch-patriotischen Bewegung, die diese Punkte missachtet, ihr Scheitern vorauszusagen.

Dies ist übrigens keine vollkommen neue Erkenntnis. Bereits ein gewisser Österreicher, der durch das Umerziehungssystem der BRD sehr unpopulär gemacht wurde, hat sie in einem grundlegenden Buch formuliert. Trotzdem, so scheint mir, besteht Erklärungsbedarf – vor allem bezüglich der Religion.

Unter uns Nationalisten gibt es Christen, Heiden und Atheisten. Wir haben verschiedene Ansichten bezüglich unseres Glaubens, aber wir teilen die politischen Grundüberzeugungen und den Patriotismus. Wir werden nur eine Chance haben, wenn wir gemeinsam kämpfen.

Aber auch unter den Patrioten im Allgemeinen und innerhalb des deutschen Volkes gibt es die unterschiedlichsten religiösen Überzeugungen.

Das im Bereich der Politik einzige Ziel, die Wiederrichtung und dauerhafte Bewahrung der Volksgemeinschaft, wird nur möglich sein, wenn keine der bereits bestehenden Gruppen erniedrigt und ausgestoßen wird (dass Islam und Vodokult nicht zu Deutschland passen, steht dabei außer Frage).

Auf Internetseiten des rassebewussten nationalistischen Spektrums findet man allerdings immer wieder die heftigsten Verunglimpfungen, meistens des Christentums, ohne dass sich die Kommentatoren des beleidigenden Charakters ihrer Aussagen und der weiteren Konsequenzen bewusst zu sein scheinen.

Manche Kameraden wollen nicht anerkennen, dass das wahre Christentum im Kampf gegen die Lüge besteht und bekämpfen lieber das Christentum, als Christen als Verbündete zu akzeptieren.

Manche Fanatiker wollen nicht anerkennen, dass das wahre Christentum zum Kampf gegen die Lüge auffordert und bekämpfen lieber das Christentum, als Christen als Kameraden zu akzeptieren.

 

In der Regel wird den Christen bei dieser Gelegenheiten unterstellt, sie seien absolut identisch mit den von der JWO gekaperten großen Kirchen und ihrer Multikultiagenda oder sie unterstützten diese zumindest indirekt – wenn man nicht gar in die Tradition von Karl dem Sachsenschlächter gestellt wird. So wurde mir selbst z.B. als Erwiderung auf die Aufforderung, doch bitte zu differenzieren und mich als Christen nicht durch hasserfüllte Angriffe auf die Religion an sich zu beleidigen, Folgendes an den Kopf geworfen:

Ich denke eher, das du zu blöd bist zu erkennen, das es zwischen Christentum und Kirchen keinen Unterschied gibt. […] Aber so wie du auf meinen Kommentar reagierst, gehörst du wohl zu den Menschen, die das Brennholz für Scheiterhaufen zusammentragen!

Und Volksgemeinschaften mit Christen führen unweigerlich in den Untergang! Griechenland, Rom, 2. Reich, 3. Reich.

Du willst mit dem Christentum eine Änderung erreichen? Weil Christen noch eine Mehrheit bilden? Möchtest du nicht lieber Mitglied einer Partei werden?

Partei der Scheiterhaufen für Andersdenkende?

Vom Christentum verblödet? Ja!

Sowohl die heutigen Kirchen als auch die Zwangschristianisierung der Germanen durch Karl den Großen, die Inquistion, die inzestuösen Judenpäbste à la Alexander VI. etc. sind antichristliche Perversionen, die der Lehre Jesu vollkommen entgegenstehen. Entbehrt bereits die Gleichsetzung von Lehre und Institutionen jeder Logik, so ist es nicht weniger absurd, all diese Auswüchse einem christlichen Patrioten im Internet persönlich zur Last zu legen.

Wenn wir uns streiten, reibt er sich die Hände.

Wenn wir uns streiten, reibt er sich die Hände.

Die blindmachende Arroganz, die sich bei solchen Glaubensdiskussionen oft manifestiert, ist erstaunlich: Dem Kommentatoren ist nicht aufgefallen, dass jemand, der auf As der Schwerter und im Archiv des verbotenen Wissens bereits seit mehreren Jahren Artikel veröffentlicht, schwerlich auf Seiten der JWO-Kirchen stehen kann. Anscheinend ist der antichristliche Fanatismus so stark, dass es wichtiger ist, wegen der Frage der Religion aus einem Mitstreiter einen Gegner zu machen.

(Die Ironie bei der Geschichte ist, dass ich selbst bis vor etwa einem Jahr Atheist war und insgeheim die in meinen Augen naiven Christen von oben herab belächelte – freilich ohne ihnen dabei persönlich derart zu Nahe zu treten. Ich habe also großes Verständnis für Unverständnis in Glaubensfragen, werde aber allein schon aus den hier dargelegten Gründen keine Respektlosigkeit akzeptieren.)

Ganz abgesehen von der sachlichen Unzulänglichkeit und ihrer Niveaulosigkeit sind solche Tiraden natürlich ein Schuss ins eigene Knie: Sie spalten unnötig die eigenen Reihen und bewirken, dass Christen, aber sicherlich auch einfach Kameraden, die nicht ganz so fanatisch antichristlich sind, sich von unserer Bewegung abwenden. Und wie wird es erst außerhalb unserer Gemeinde aussehen. Nationalisten ohne Volk? Die Herren der JWO reiben sich die Hände.

Ich möchte vor diesem Hintergrund versuchen, unabhängig von einer einzelnen Religion die allgemeinen Prinzipien des Glaubens ein wenig zu erhellen und verständlich zu machen, warum wir in diesem Bereich unbedingt respektvoll und tolerant miteinander umgehen müssen.

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Wir bleiben unser ganzes Leben über, was wir essentiell sind: Deutsche bzw. hellhäutige Europäer und Arier.

Während die Volkszugehörigkeit eine lebenslange Konstante mit nicht zu leugnenden Implikationen ist, ändert sich der Glaube bei den meisten Menschen im Verlauf des Lebens, sei dies nun radikal oder nur in Nuancen. Trotzdem wäre es vermessen, die Bedeutung des Glaubens deswegen als nachrangig einzustufen.

Wie wir bereits erkannt haben, ist auch die Ideologie im Sinne eines kraftgebenden Glaubens an Ideale ein unabdingbarer Teil des Nationalismus. Ohne diesen Glauben ist die bloße genetische Realität nichts wert: Ein Bilderbucharier kann problemlos ein unbelehrbarer Volksverräter sein, und um etwas zu erreichen, braucht man sehr viel Idealismus bzw. einen Glauben, der Berge versetzt. Hier zeigt sich, dass wir keine bloßen Maschinen, sondern vorrangig geistige Wesen sind.

Der Nationalismus ist dabei aber nicht der erschöpfende Rahmen unseres Lebens. Er ist heutzutage vor allem deswegen so wichtig für uns, weil die Bedeutung der Volksgemeinschaft vom gegenwärtigen JWO-System geleugnet wird und weil wir aufgrund unserer Volkszugehörigkeit diskriminiert, unterdrückt und ausgelöscht werden. Natürlich erfordert dies eine gezielte und sehr konzentrierte Gegenwehr sowie unbedingten Zusammenhalt.

Trotzdem geht unser Leben im Alltag, im Seelischen und im Geistigen über den Rahmen der Volksgemeinschaft und die Ideologie des Nationalismus hinaus, und wir stellen uns Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Wesen Gottes und unserer Seele (oder stellen sie nicht und schauen mitleidig und unverständig auf diejenigen herab, die es tun). Hier ergeben sich trotz der gemeinsamen politischen Überzeugung durch Verschiedenheit der Erziehung, des Charakters, der Lebensumstände etc. beachtliche Unterschiede, die wir zunächst einmal als Tatsache akzeptieren müssen.

Vor allem müssen wir akzeptieren, dass das Geheimnis des Lebens bzw. unserer Menschlichkeit der freie Wille ist. Wenn er uns genommen wird, werden wir wie ein Sklave zur Maschine oder zum Tier degradiert. Auch der Versuch, unser geistiges und seelisches Leben nach rigiden Prinzipien beschränken zu wollen, ist nichts anderes als eine Vergewaltigung bzw. Verstümmelung. Man kann niemanden zu seinem Seelenheil zwingen, und jeder religiöse oder ideologische Fanatismus verursacht bei der großen Masse der Menschen unweigerlich instinktive Ablehnung.

Trotzdem impliziert jede echte Überzeugung – sei sie religiöser oder allgemein weltanschaulicher Natur -, dass man glaubt, dass davon abweichende Überzeugungen nicht das Wahre sein können. Niemand wirft seinen aufrichtigen Glauben einfach einmal so in einer hitzigen Diskussion über Bord.

Wir alle sind hier im Internet zueinander gestoßen, weil wir auf der Grundlage eigenen Nachdenkens von der Richtigkeit unserer Sache überzeugt sind, nicht weil uns dies verordnet wurde oder uns ein unerbittlicher Logiker in einem erbarmungslosen Streitgespräch restlos überzeugt hat. Wir fühlen uns hier wohl, weil wir uns frei und ungezwungen untereinander austauschen können, und wir hoffen, in diesem Rahmen weitere Mitstreiter zu gewinnen.

Daraus ergeben sich ganz klar folgende Bedingungen:

  1. Sofern eine grundlegende politische Übereinstimmung besteht, müssen wir die Willensfreiheit unserer Kameraden in Glaubensfragen akzeptieren.
  2. Wir sollten jeweils beim Thema bleiben. In einem Artikel über Volksverräter als Kirchenfunktionäre muss man nicht zwangsläufig theologische Fragen diskutieren; es sollte reichen, dass Heiden, Atheisten und Christen darin übereinstimmen, dass es sich um Volksverräter handelt. Wenn man meint, die Theologie nicht aussparen zu können, dann sollte man konstruktiv vorgehen und z.B. erörtern, warum das Verhalten der Kirchenfunktionäre unchristlich ist.
  3. Im Allgemeinen sollten Spiritualität und Religion besser getrennt von konkreten politischen Fragen diskutiert werden. Wer mit diesen Themen nichts anfangen kann, enthält sich dann einfach der Diskussion.
  4. Beim legitimen Versuch, unseren Kameraden unsere persönlichen Überzeugungen näherzubringen, müssen wir trotz des Glaubens, selbst auf der Seite des Guten und Richtigen zu stehen, immer den Respekt wahren und Verständnis für das Gegenüber aufbringen.

Der grundlegende Mangel an Respekt wurde oben mit einem Beispiel verdeutlicht: Viele meinen, sie wüssten ganz genau über das, was sie jeweils ablehnen, Bescheid und machen sich erkennbarer Weise nicht einmal die Mühe, sich die Kommentare des Gegners gewissenhaft durchzulesen. Informationen, die der eigenen Sichtweise widersprechen, werden einfach ignoriert.

Damit es wirklich respektvoll zugeht, darf man an Glaubensfragen auch nicht mit folgender Art von Toleranz herangehen: “Jetzt im Moment muss man halt noch schlucken, dass es Leute gibt, denen man nicht auf die Sprünge helfen kann, aber im idealen Nationalstaat werden sie dann schon dazu gebracht werden, an XY zu glauben, was das allein Richtige ist. Wir klammern das aus strategischen Gründen vorerst einfach aus.”

Die Überzeugung, dass XY das allein Richtige ist, ist legitim; so funktioniert der Glaube, weil er sonst keiner wäre. Aber jeglicher Zwang und jegliche Anmaßung den anderen gegenüber müssen unterbleiben, da sonst der freie Wille missachtet wird, worauf wir alle sehr allergisch reagieren – und diese Art Missachtung “kann man riechen”.

Hier berühren wir, auch jenseits der Religion, einen ganz heiklen Punkt: Ohne Zwang wird man die JWO nicht überwinden können. Dieser Zwang wird aber nur dann nicht das Ganze zerstören, wenn jedem vernunftbegabten Menschen absolut klar ist, dass die Maßnahmen sich gegen wirklich verbrecherische Elemente richten.

Wenn zu viele Menschen das Gefühl haben, dass ihr freier Wille missachtet wird, werden sie dem System ihr Vertrauen entziehen, wie es in notwendigerweise offen autoritären Systemen (z.B. dem Spanien Francos) fast immer passiert. Ein Aspekt meines Glaubens ist daher, dass wir nur erfolgreich sein werden, wenn wir uns selbst gegenüber hohe ethische Maßstäbe erfüllen.

Das JWO-System selbst ist totalitär und autoritär. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse ist aber, dass es manipulativ vorgeht und seinen wahren Charakter verschleiert. Wir dagegen gründen uns auf die Wahrheit. Daher können wir nur erfolgreich sein, wenn dies Ziel unser ist: ein Zusammenwirken möglichst aller Angehörigen unseres Volkes durch die Einsicht in das Wahre und Richtige und die Rückkehr zu einer natürlichen Lebensweise, die in der Gegenwart nur pervertiert und unterdrückt wird.

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Ausgewählte Kommentare zur Erstveröffentlichung

Steinstaffel:

Ein heikles Thema.

Wer kann schon sagen, was wahres Christentum ist und was nicht, welche Quellen echt sind und welche gefälscht? Ich jedenfalls nicht. Bei der Ablehnung der verjudenten Kirchenführung sind wir uns wohl einig. Da hilft nur der Austritt aus der Kirche, den ich am Montag nach jahrelangem Zögern vollziehen werde. Ihr habt mir dazu den letzten Anstoß gegeben.

Der persönliche Glaube des Einzelnen muß selbstverständlich respektiert werden, solange er den Interessen der weißen Rasse nicht entgegensteht. Glaube ist eine sehr persönliche Angelegenheit und kann, meiner Meinung nach, trotzdem nur in der Gemeinschaft gelebt werden. Wie kann so eine Gemeinschaft abseits der Kirchen aussehen?

Osimandia:

Meiner Ansicht nach ist der Weg aus diesem Dilemma, sich davon zu verabschieden, das wissen zu wollen, sondern nach innen zu hören. Wir sind nicht “das Volk des Buches”.

Jede Quelle ist in dem Sinne echt, dass sie irgendwer geschrieben hat, denn sonst wäre sie ja nicht da. Das klingt zwar trivial und ist es auch, es wird aber häufig übersehen. Vor 2000 Jahren konnten die Leute schon ganz genauso gut lügen wie vor 1000 Jahren und heute. Dass eine Quelle wirklich alt ist und wirklich von dem stammt, der als Autor angenommen wird, bedeutet also mitnichten, dass sie wahr sein muss. Andererseits können auch heute noch wertvolle und wahrhaftige spirituelle Texte verfasst werden.

Für den Historiker ist das Alter und die Echtheit einer Quelle bedeutsam, für Religiosität hingegen nicht. Da kommt es lediglich darauf an, ob sich etwas wahr anhört, ob es mit dem in Resonanz tritt, was man im Inneren auch fühlt, nur vielleicht nicht so klar in Worte fassen konnte, wie es in einer Quelle steht. Und in dem Fall ist es dann auch vollkommen gleichgültig, wer diese Quelle wann verfasst hat.

Sternbald:

Was die Wahrheit von Glaubensinhalten angeht, liege ich mit Osimandia auf einer Linie. Glauben ist keine Philologie: Wenn etwas als wahr und richtig überzeugt, ist das ausreichend. Und dann gibt es ja noch ein schönes Kriterium: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

Bezüglich der Wahrheitsfindung: Man sollte einfach seinem eigenen Geist vertrauen.

Jesus hat z.B. gesagt “Ich bin das Licht, die Wahrheit und das Leben”. Wenn eine Aussage oder die Person, die sie vertritt, die Wahrheit mit Füßen tritt und die Folgen lebensfeindlich sind, kann keine Übereinstimmung mit der Lehre Jesu bestehen.

Wenn man konsequent so vorgeht, sollte man in der Lage sein, alle Zweifel aus dem Weg zu räumen: Wer sucht, der findet. Man sollte aber auf keinen Fall nach einer weltlichen Autorität suchen, die Antworten auf alle Fragen hat. Das kann sowieso nicht der Sinn der Religion sein, die ja zum Ziel die Erweckung des jeweils eigenen Geistes hat.

Sachse:

“Warum sollten Politik und Religion sind zwei verschiedene Dinge sein?” [Ein Vorkommentar  behauptete, die beiden Bereiche seien nicht zu trennen.]

Weil sie beim Christentum zwei verschiedene Dinge sind.

Die Gebote Jesu richten sich an Dich persönlich.

* Wenn Du mildtätig sein sollst, dann heißt das, Du gibst. Wenn Du das zum politischen Paradigma machst, dann zwingst Du entweder andere, zu geben oder Du nimmst einfach von denen, und verteilst.
* Wenn Du Deine Feinde lieben sollst, dann heist das, Du liebst. Wenn Du das zum politischen Paradigma machst, dann zwingst Du natürlich nicht andere, deren Feinde zu lieben, sondern Du zwingst sie, so zu tun als ob und z.B. auf Vergeltung zu verzichten.
* Wenn Du die andere Wange hinhalten sollst, dann hältst Du die andere Wange hin. Wenn Du das zum politischen Paradigma machst, dann zwingst Du andere, die andere Wange hinzuhalten.
* Wenn Du vergeben sollst, dann vergibst Du. Wenn du das zum politischen Paradigma machst, dann verweigerst Du anderen Gerechtigkeit.

Das Christentum basiert auf INNEREN Imperativen, die sich ganz konkret an jeden Einzelnen richten UND dadurch Politik (kollektiviertes Einzelinteresse) KONTRASTIEREN. Eine Gesellschaft, die die individuellen Aufforderungen in allgemeines Recht überführt, ist zwangsweise totalitär und diktatorisch, weil sie in die individuellen Rechte der Bürger eingreift.

Wenn Du Dir die christianisierten Gesellschaften bis in die 1950er anschaust – wohlgemerkt, Christenquote nahe 100% -, und deren Rechtssystem mit unserem vergleichst, dann wirst Du genau diese Trennung feststellen. Natürlich hatte die Kirche offizielle Stellung, natürlich war der Klerus wichtig und ist politisch tätig geworden. Aber NIEMALS, zu keiner Zeit wurden so wie heute die inneren Imperative, die individuellen Aufforderungen in allgemeingültiges Recht umgewandelt.

Osimandia:

Ich kann sehr gut verstehen, dass nationalistischen Nichtchristen oder Leuten, die sogar das Christentum für schädlich halten, dieses unsägliche Geseiere um die “Flüchtlinge” Maria und Josef gerade um die Weihnachstszeit fürchterlich auf den Geist gegangen ist. Das ist aber auch nationalistischen Christen auf den Geist gegangen und selbst die Viertelserwachten von PI haben sich drüber aufgeregt.

Dieses süßliche und dümmliche Gewäsch kam aber keineswegs nur von Christen, sondern z.B. auch von ausgewiesenen Atheisten wie der kommunistischen taz.

Es kam deswegen, weil es eine allgemein bekannte Geschichte bei uns ist. Es ist deswegen eine allgemein bekannte Geschichte, weil wir christlich geprägt sind.

Nun ist es aber m.E. ein Denkfehler, dass solche Spielchen nur mit einer christlichen Gesellschaft funktionieren. Wenn wir alle Moslems oder islamisch geprägt wären und die Überfremdung gewünscht wäre, dann ließe sich garantiert in den vielen Hadithen oder auch im Koran selber (der ja nicht nur böse, sondern auch freundliche Stellen hat) irgendein nettes Geschichtchen finden, wie der Prophet Mohammed gastfreundlich und mildtätig gegenüber Fremden war, das man uns um die Ohren hauen könnte.

Und wenn wir alle Heiden wären, auch. In den alten arischen Geboten, die der Deutsche aus Südafrika uns hier zur Verfügung gestellt hat, ist auch

EHRE DIE GÄSTE

enthalten.

Das kann man auch pervertieren, um den Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn sie nicht 100.000 Neger im Land wollen. Natürlich ist dieses Gebot nicht so gemeint gewesen, aber Maria und Josef waren (der Bibel zufolge!) auch keine Flüchtlinge oder gar Invasoren, sondern nur vorübergehend in Josefs Heimat(!)ort wegen einer Volkszählung.

Die Verderber nehmen das, was da ist und was den Leuten bekannt ist, und nutzen es für ihre Zwecke.

Das geht nicht nur mit dem Christentum. Das geht mit jeder Religion. Eine Religion ohne freundliche Stellen, die man zu Gutmenschentum missbrauchen könnte, ist doch (zumindest für uns) unvorstellbar bzw. der beste Weg, die Hölle auf Erden zu schaffen.

Wir müssen uns gemeinsam gegen die Verderber wenden und nicht alles Gute und Warmherzige und Schöne bei uns zerstören, nur weil es die Verderber ausnützen können.

Dunkler Phoenix:

Ich möchte ein Argument, das ich schon einmal gebracht habe, hier wiederholen:

Sicherlich sind wir alle von unserer jeweiligen privaten Glaubensvorstellung überzeugt, sonst wären das keine “Glaubensüberzeugungen.”

Aber den “Stein der Weisen” hat wohl noch keiner gefunden, denn sonst hätten wir diese aufreibenden und oft schädlichen Diskussionen nicht.

Es gibt eine schöne Szene in “Game of Thrones”, in denen Kindskönig Joffrey auf den Boden stampft und ruft: “Ich bin der König!” Sein eiskalter Großvater Tywin sagt dazu nur trocken: “Ein Mann, der sagen muss “ich bin der König” ist kein König.”

Übertragen auf unseren religiösen Streit: Wenn die persönliche Glaubenswahrheit tatsächlich so einsichtig, überzeugend und apodiktisch wäre, wie manch ein Kommentator hier tut, dann müsste er sie uns nicht wie Sauerbier anpreisen und alle, die nicht gleich drauf anspringen als Idioten hinstellen. Wer schreien muss “ich hab die Wahrheit”, der hat die Wahrheit nicht.

Ich bin mir sicher, dass unser Ansatz, trotz großer denkerischer und spiritueller Differenzen in einer respektvollen, aber kontroversen Diskussion die eigenen Standpunkte so lange zu feilen, bis sich entweder ein klares “einig, dass man nicht einig ist” einstellt oder die “metaphysische Synthese”, der richtige ist. Wir machen das ja auch seit Jahren so und sind dadurch auch persönlich weitergekommen. Insofern muss ich die geschätzten Kommentatoren um Verständnis bitten, wenn wir scheinbar vorschnell Kommentatoren abschießen, die sich nicht an unsere Regeln halten.

Wir werden uns weder das schöne “Gemeinsamdenken”, noch die ergiebigen Streitgespräche durch solche Hammel kaputt machen lassen.

Letztendlich bin ich mir sicher, dass eine freie öffentliche Debatte in einem freien Land sehr schnell herauskristallisieren würde, dass wir alle in unseren spirituellen Vorstellungen gar nicht so weit voneinander entfernt sind. Und durch die Debatte würden diese Vorstellungen sich dann noch weiter annähern, bis schließlich so etwas wie eine “Einigkeit im Glauben” erreicht wäre.

Da wir nicht in einem freien Land leben und diese Debatte auch nicht völlig frei führen können und unsere “Öffentlichkeit” zudem recht auserlesen ist, dauert das Ganze eben etwas länger. Aber das finde ich nicht schlimm.

Mir ist durch diesen Artikel und vor allem durch die Anwürfe, die ihn auslösten, noch klarer geworden, dass es mir nicht um die Marke geht, welche jemand seinem Glauben aufsetzt, sondern um die Inhalte.

Ehre, Treue, Wahrhaftigkeit und Mut habe ich bei Heiden, Christen und Atheisten gleichermaßen gefunden. Die religiöse Debatte, die nach dem Muster verläuft: A: Das Christentum ist besser, weil… – B: Wenn du das Heidentum annimmst, dann… C: Nur wer Religionen ablehnt, erkennt… ist eine SCHEINDEBATTE.

Wenn wir statt über Verpackungen zu reden, beginnen würden uns anzusehen, was WIR (nicht die großen Kirchen oder ihre Vertreter) eigentlich für Tugenden als christlich (heidnisch, humanistisch…) ansehen, dann würden wir schnell merken, dass unser “Feind”, der scheinbar einer “Sklavenreligion” oder einem “Anachronismus” folgt oder uns als dekadenter, verdorbener Ungläubiger erscheint, in Wirklichkeit einen Wertekanon hat, der dem unseren sehr ähnlich ist. Wenn wir aber glauben besser zu wissen als unser Gesprächspartner, welche Werte ER DENN HABEN MUSS, wenn er Christ, Heide, Atheist, Sonstiger ist, dann ist das Gespräch allerdings mehr als flüssig.

Selbst mit vielen Moslems erreicht man auf diese Weise einen fast erschreckenden Grad an Übereinstimmung, was bei Nahem betrachtet auch einleuchtet, sind die meisten Moslems doch auch nur Menschen (was nicht bedeutet, dass sie zu Millionen in unsere Länder geschaufelt werden dürfen).

Und ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass man auch sehr schnell erkennt, wenn jemand untugendhaft und böse ist. Er kann einen dann nämlich nicht mit feschen Markennamen ködern, sondern muss zeigen, dass sein Produkt funktioniert. Jüdisch agierende Trolle kriegt man in Diskussionen, die sie eigentlich sabotieren wollten, so sehr schnell dazu, dass sie sich selbst entlarven.

Das bedeutet ja auch nicht, dass man nicht mehr die Wahrheit sprechen darf. Natürlich darf der Heide darauf hinweisen, dass die Evangelien in der Kirchengeschichte einen Prozess der Fälschung durchlaufen haben, der Christ darf anmerken, dass das, was wir heute als “Heidentum” kennen, höchstwahrscheinlich nur eine Kindergartenversion dessen ist, was unsere Ahnen wirklich glaubten (so wie sie in “Demolition Man” Werbetrailer als “Oldies” hören) und der Atheist darf seiner Meinung Ausdruck verleihen, dass Göttlichkeit nicht in sein naturalistisches Weltbild passt (woraufhin die beiden anderen wiederum dieses Weltbild als lebensfeindlich angreifen, etc.).

Diese ganzen Diskussionen haben wir doch hier und auf anderen Blogs (höflich und ergebnisreich allerdings meistens hier) geführt!

Sternbald:

Wenn wir souverän sein wollen, müssen wir uns das Recht nehmen, die Dinge zu definieren. D.h., wenn es in einer Diskussion zwischen einem Christen und einem Heiden auf AdS um die beiden Religionen geht, dann sollten wir als Ausgangsbasis unser Verständnis davon nehmen (d.h. sich erst einmal bemühen, zu sehen, was der Mitstreiter darunter versteht), anstatt auf die verfehlte Meinung von X und Y zu verweisen und sich auf dieser Grundlage endlos zu streiten.

Viele (nicht alle) Religionen teilen einige grundlegende Punkte. Sofern der Mitstreiter im Rahmen seines Glaubens Werte vermittelt, die wir auch als positiv empfinden, sollten wir uns darüber erst einmal freuen. Von daher teile ich auch vollkommen DPs Empfehlung, über Inhalten (Werte) und nicht über “Marken” (“das” Christentum, “das” Heidentum etc.) zu reden.

Letztendlich geht es doch darum, dass wir sehen, wie wir konstruktiv zusammenarbeiten können, oder?

Mjölnir:

Der Vorteil des Heidentums keine Schriftreligion zu sein, war auch gleichzeitig sein größter Nachteil. Durch die mündliche Weitergabe mussten sich die Menschen intensiver mit den Geschichten und Texten befassen, d.h. sie mussten sie auswendig können um sie weitererzählen zu können. Die Geschichten konnten dem “Zeitgeist” angepasst werden, es konnten neue Geschichten einfach hinzugefügt werden. Damit entfällt eigentlich auch schon das dogmatische Element – wobei das ja bei einer Naturreligion keine Rolle spielt, da diese ja auf unumstößliche Fakten beruht (Jahreszeiten, Lauf der Sterne etc.). Diese Fakten werden als symbolische Geschichten dargebracht und zusätzlich mit Heldensagen ergänzt.

Nachteilig ist das Ganze aber auch – die Geschichten verändern sich im Laufe der Zeit so stark, das keiner mehr genau weis was sie eigentlich bedeuten. Und wenn dann noch die Wissenden wegfallen, ist es aus. Nicht umsonst hat Caesar bei der Eroberung Galliens alle Druiden töten lassen. Die Hexenverfolgungen im Mittelalter hatten den gleichen Effekt. Eine Schriftreligion ist natürlich auch nicht gänzlich vor diesen Dingen gefeit, aber die Chancen sind besser.

Das größte Problem bei einer Schriftreligion sehe ich aber in der geringeren Flexibilität, das eben das was geschrieben steht zum absolut unumstößlichen Dogma wird. Beim Islam und seinem Koran kann man dies sehr gut sehen.

Im Allgemeinen haben sich doch alle heutigen Religionen bei anderen und auch älteren Religionen bedient. Auch das heutige Christentum bzw. die Lehre der Kirche hat sich über die Jahrhunderte entwickelt und basiert auf Jahrtausende alten Quellen. Nichts ist wirklich statisch. Was also spricht dagegen in Zukunft ein neues Heidentum mit Teilen der christlichen Lehren zu entwickeln. Das Christentum hat viele heidnische Element vereinnahmt, also können wir Heiden das auch. 🙂 Ich finde einen Tod im hohen Alter mit anschließendem Paradies (toi, toi, toi) einfach besser als auf dem Schlachtfeld niedergemetzelt zu werden, um nicht an einen unwirtlichen Ort zu müssen.

Sternbald:

Zu den Gemeinsamkeiten: Alle, die einen Glauben haben und z.B. das Heidentum nicht einfach als die Art Folklore sehen, die ihnen am sympathischsten ist, können ja gar nichts anders, als sich als Teil einer göttlichen Schöpfung zu begreifen. Religion ist dann immer Offenbarung durch die Gottheit. Manche erklären die Übereinstimmung zwischen den verschiedenen Religionen dadurch, dass alle sich aus einer Uroffenbarung entwickelt haben. Wie Du ausgeführt hast, dürfte es dabei in oralen Kulturen mit der Zeit zu den größten Veränderungen gekommen sein.

Ein Prinzip, das man in allen polytheistischen Religionen erkennt, ist das der Personifizierung allgemeiner Prinzipien. Dies kann einfach Naturgewalten und ähnliches betreffen, aber auch Eigenschaften der Schöpfergottheit. So vertreten manche (z.B. Friedrich Schiller in seinem Vortrag über Moses) die Ansicht, dass die altägyptische Religion monotheistisch war und dann aufgespalten wurde. Oft hat die Priesterkaste einen Nutzen von solchen Prozessen (mehr oder weniger wie in einer mit unnötigen Posten aufgeblähten Regierung).

Was die Reihenfolge der Offenbarungen betrifft, soll die altägyptische die älteste noch in Bruchstücken bekannte sein. Die indischen Versionen sollen die ältesten noch heute praktizierten seien.

Ich möchte übrigens darauf hinweisen, dass man weitere Zusammenhänge sieht, sobald man erfährt, dass zahlreiche Elemente wie die Seelenwanderung zum Christentum gehören, aber ebenfalls aus Nutzenerwägnung von der Priesterkaste entfernt wurden. Dieser Punkt ist eigentlich allein schon durch den Hinweis auf die Fleischwerdung Gottes in der Person Jesu und das Zusammenwirken von Körper Seele und Geist in der Bibel ersichtlich, aber von den Kirchen wurde allein der Hinweis darauf als Ketzerei erklärt.

Das Problem, dass viele den Geist nicht mehr erfassen, sondern am Buchstaben bzw. an der Überlieferung kleben, kennt man aus allen Kulturräumen. Dadurch kommt es zu den absurdesten Positionen, die dann mit einer pseudophilologischen Haarspalterei verteidigt werden.

Ganz unabhängig von theologischen Diskussionen über die Wahrheit der verschiedenen Offenbarungen empfehle ich daher jedem, sich darum zu bemühen, seinen Geist zu erwecken. Dies funktioniert zunächst einmal ganz einfach durch eine Abkehr vom Materialismus und ein Leben nach ethischen Maßstäben (keine Lüge, keine Sünde wie Pornokonsum, Abhängigkeiten, Egoismus etc.); Meditation und geistig stimulierende Tätigkeiten und Lektüre sind natürlich auch wichtig. Folgt man diesem Pfad, wird der Geist unvermeidlich stärker und klarer und man gewinnt neue Einsichten. Dabenen ist so ein Leben garantiert gesünder, ausgeglichener und erfüllter. Ich kann es nur jedem empfehlen.

Frido:

Glaube ich an Gott? Vor 10 Jahren hätte ich noch geantwortet: Ich weiß nicht, ob es Gott gibt, und wenn es ihn gibt, wird er mir deshalb nicht böse sein, denn er hat mir nicht genug Gehirn gegeben, um dies zu erkennen. Aber Fragen, auf die ich keine Antwort finde, kommen bei mir in die geistige Schublade „ungeklärt“ und werden in einer müßigen Stunde wieder hervorgeholt.

Als ich vor etwa 7 Jahren diese Frage mal wieder hervorholte fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen: Es gibt nur 2 Möglichkeiten, wie das für unseren Verstand nicht erfassbare Universum entstanden sein kann a) rein zufällig, von alleine und aus nichts b) durch Gottes Wille, also eine geistige Macht.

Da es nirgends auf der Welt oder im Universum etwas gibt, was rein zufällig, von alleine und aus nichts entstanden ist, kann auch das gesamte Universum nicht von alleine, rein zufällig und aus nichts entstanden sein, sondern ist das Werk eines „großen Geistes“, Schöpfers, also Gott. Es gibt also Gott und es gab ihn bereits vor dem Universum, es gibt also Geist ohne Materie. Das bedeutet, dass auch der menschliche Geist, die Seele, evtl. ohne Materie (Gehirn) möglich ist.

Müssen wir uns vor dem Tod fürchten? Nein. Entweder ist der menschliche Geist ohne Gehirn/Materie nicht möglich, dann erlischt unser Geist mit dem Tod unseres Körpers, wir wären in derselben Situation wie vor unserer Geburt, also nichts Schlimmes (für den Leidenden das Ende seines Leides, also etwas Positives). Oder unser Geist ist nicht an die Materie (Gehirn) gebunden, dann existiert er weiter (und wird auch seinen Ahnen begegnen).

Als Gott das Universum erschuf, wusste er, was er tat, er wusste, das sich in diesem Universum Leben entwickelt und das sich intelligentes Leben entwickelt, also „Geist“. Entweder schuf Gott das Universum aus Langeweile zu seinem Zeitvertreib (was ich nicht glaube, Gott leidet nicht unter Langeweile), oder er erschuf es, damit „Geist“ (Seele) entsteht, etwas, was ihm selbst ähnlich ist (das Gehirn als Sitz dieses Geistes ist das komplizierteste, was es in diesem Universum gibt, also die Krone der Schöpfung).

Diese Seelen werden sich mit dem Schöpfergeist vereinigen, und zu diesem Zweck wurde das Universum geschaffen, – sofern es keine seelisch kranken Menschen sind, die ihr eigenes Wohl ohne Skrupel in den Mittelpunkt stellen und das Leid anderer billigend in Kauf nehmen oder sich gar daran ergötzen, denn dann würde der Schöpfergeist sich selber „vergiften“, und aus dem guten, schöpferischen Gott würde ein schlechter, zerstörerischer Gott werden. Es ist furchtbar, dass unsere „modernen“ Gesellschaften so viele seelisch (und körperlich) kranke Menschen hervorbringt.

Ob sich unsere Seelen mit Gott vereinigen, ist nicht davon abhängig, an welche Religion wir glauben oder ob wir überhaupt an Gott glauben, sondern ob es sich um eine „gute“ (opferbereite) oder „schlechte“ Seele handelt.

Gott hat uns als freie Menschen erschaffen, wenn wir als Individuum und Volk für unsere Freiheit kämpfen, handeln wir im Sinne Gottes. Und Gott hat die Vielfalt der Pflanzen, Tiere und Menschen und Völker geschaffen, wenn wir uns für den Erhalt der Völker und unseres Volkes einsetzen, handeln wir im Sinne Gottes.

Wir Menschen haben das Recht, Gottes Schöpfung, also die Natur, zu nutzen, aber wir haben nicht das Recht, sie gänzlich zu zerstören. Ich bin kein Pazifist, ich tue niemandem etwas zu leide, aber ich habe das Recht, für meine Existenz und die meines Volkes zu kämpfen (und notfalls zu töten), dasselbe Recht hat auch der Afghane, der gegen die westlichen Söldner kämpft.

Wenn mir jemand Böses zufügt, ohne das ich ihm einen Grund dafür gegeben habe, habe ich das Recht, es ihm zu gegebener Zeit heimzuzahlen. Wer gegen das Böse kämpft, tut etwas Gutes.

Das war jetzt der unzulängliche Versuch, einen Teil meiner Sichtweise in komprimierter Form darzustellen.

Gott schläft im Stein, träumt in der Pflanze, erwacht im Tier und handelt im Mensch. -indianisches Sprichwort

Und ein berühmter Zuwanderer aus Österreich schrieb in seinem Buch (stand jahrelang in der Türkei auf der Bestseller-Liste): „So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des J… erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.“

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