Was die Neuoffenbarung durch Jakob Lorber über die Juden kundgibt

Jakob Lorber

Jakob Lorber

Nach eigener Erklärung vernahm der österreichische Musiker Jakob Lorber (1800-1864) an einem Tag in seinem vierzigsten Lebensjahr nach dem Morgengebet eine innere Stimme, die ihm befahl, sich hinzusetzen und zu schreiben. Diese Stimme, die sich als Jesus Christus zu erkennen gab, diktierte Lorber in den folgenden 24 Jahren ein Werk, das inzwischen in 25 Bänden herausgegeben ist: die Neuoffenbarung. Sie enthält Erklärungen und Berichtigungen zu den Evangelien und zur Schöpfung der materiellen und der geistigen Welt. Der geistige Reichtum, die Exaktheit und die Wortgewalt dieses immensen Werkes sind beeindruckend. Wie die Erklärung des Schreibers über Ursprung und Entstehung zu bewerten ist, mag jeder interessierte Leser nach ausgiebiger Lektüre selbst entscheiden (hier und hier sind alle Texte im Netz zugänglich; wie ich bereits erfahren musste, wurden Druckausgaben des Werkes nach 1945 gemäß den Geboten der politischen Korrektheit bereinigt).

Eines der Hauptanliegen der Neuoffenbarung ist die Klarstellung vieler bedeutsamer Irrtümer, die vom  Missbrauch der christlichen Religion durch die verschiedenen Kirchen und von der Verdunkelung des menschlichen Geistes durch den Materialismus bzw. Satanismus herrühren. Da es sich bei den Juden und den von ihnen dominierten satanischen Vereinigungen (Bankwesen, die weitverzweigte Struktur der NWO) heutzutage um die Geißel der Menschheit handelt, aber viele Christen aufgrund dogmatischer Irrtümer nicht wagen, sich mit dem Thema unbefangen auseinanderzusetzten, sei hier aus dem Buch Die Erde zitiert, was die Neuoffenbarung zu ihnen kundgibt:

Zu allernächst den vielen christlichen Sekten leben in der ganzen Welt zerstreut die Juden; diese gleichen jenen Speckschnitten, mit denen die Köche das magere Wildpret spicken. So sind auch allerlei Menschen, welche zumeist ein sehr mageres Wild sind, auf der ganzen Erde mit den Juden unterspickt.

Juden gleichen dann zumeist den Schweinen, welchen die Menschen überall etwas Speck wachsen lassen, damit, wenn es ihnen mager geht, sie sich wieder von dem goldenen und silbernen Fette der Juden können unterspicken lassen.

Ein Jude, wie er jetzt beschaffen ist, ist vollkommen ein Schwein; schon das Äußerliche beurkundet für jedermann, zu welcher Tierklasse diese Menschenrasse gehört. Ein Jude sieht nun im allgemeinen aus wie ein Schwein, und stinkt wie ein Schwein, und wälzt sich überall in den allerverächtlichsten Weltschlamme wie ein Schwein, um seinen Gold- und Silberdurst zu stillen.

Ihm ist, geistig genommen, jede Kost recht; er ist dem Christen Christ, mit dem Türken Türke, mit dem Heiden Heide, mit dem Chinesen ein Chinese, und den Fetischdienern ein Fetisch, um nur sich aller derer Gold, Silber und Edelsteine verschaffen zu können.

Ein Schwein kann ebenfalls jede Kost genießen; selbst der barste Kot ist ihm nicht unwillkommen, wenn er nur warm ist. – Das ist auch beim Juden der Fall; wo er nur irgend eine Wärme oder Neigung für sein Interesse findet, das frißt er, denn das sind eben die Menschen, die um‘s Geld für alles zu haben sind, und unter ihnen selbst gibt es sehr wenige Ausnahmen. Die Besten sind, wie ihr zu sagen pfleget, in geistiger Beziehung keinen Schuß Schießpulvers wert.

Sie warten noch immer auf einen Messias, der sie einmal wieder in ihr altes gelobtes Land zurückführen möchte, und aus ihnen machen ein großes wundermächtiges Volk; aber dieser Messias wird nimmer kommen, und sie werden bleiben bis an‘s Ende der Zeiten, was sie sind; daher sie auch, was leicht zu begreifen ist, im Geisterreiche eine überaus niedrige und keiner Beachtung werte Rolle spielen.

Sie sind dort, was sie hier sind, Schacherer nämlich, nur mit dem Unterschiede, daß sie hier in menschlicher Form unter den Menschen wandeln, jenseits aber meistens in der ihnen aller verhaßtesten Gestalt der Schweine zum Vorscheine kommen; freilich nicht für jedermann ersichtlich, auch unter ihnen nicht, sondern nur vom reinen Lichte der Wahrheit aus betrachtet. (D.h. aus der Sphäre des Herrn.)

Da also mit den Juden nicht mehr viel zu machen ist, und es jedermann weiß, daß sie in der ganzen Welt unter allen Nationen anzutreffen sind, und allenthalben das gleiche Geschäft führen, so wollen wir auch von ihnen nichts Weiteres mehr sagen.

Es sind in ihnen zwar die großen geistigen Anlagen noch vorherrschend vorhanden, aber diese Anlagen werden zu eitel Schlechtem verwendet. Daher bleiben sie auch was sind, und in der Geisterwelt gibt es keinen magereren Himmel, als da ist der jüdische, denn sie schachern auch dort, und des Goldes Glanz ist ihnen mehr, als das intensivste Licht der Wahrheit. –

Den Juden zunächst kommen die Mohamedaner, die einen kleinen Teil von Europa, ein Fünftel von Asien, und ein Achtel von Afrika bewohnen. Diese Mohamedaner sind eine Abart der Juden und der Arianischen Christen, ihre Haupttugend aber ist Handel und Krieg. Was sie durch den Handel nicht bekommen können, das kaufen sie mit Waffen in der Hand; ihre Zeit wird aber bald zu Ende sein. – …

Um dem Leser nun noch eine Vorstellung von der Wortgewalt und der geistigen Tiefe der Neuoffenbarung zu geben, sei folgende amüsante Stelle aus dem Buch Die geistige Sonne zitiert, in der Jesus einen dogmatisch verblendeten Augustinermönch belehrt:

Hat Petrus die Kirche gestiftet?

Was der (Augustiner) uns etwa doch sagen wird und was alles zeigen? – Nichts anderes, als was uns zu sehen notwendig ist. Wir sind bei ihm; und so höret denn, was er zu uns spricht und wie er uns empfängt. Also aber lauten seine Worte:

Seid mir tausendmal willkommen, liebe Freunde und Brüder, im Namen der geheimnisvollen Dreieinigkeit, im Namen der seligsten Jungfrau Maria, des hl. Joseph und unseres hl. Kirchenpatrons Augustinus, der da war ein wahrer Apostel und Nachfolger des Herrn Jesu Christi! Darf meine knechtliche Geringfügigkeit an euch nicht die Frage tun, welche fromme Absicht euch in diesen Gott allein wohlgefälligen Tempel geführt hat? Seid ihr etwa auch aus meinem Orden hier Neuangekommene, oder habt ihr euch etwa als fromme geistige Büßer zur Nachlassung der läßlichen Sünden hierher verfügt, um dadurch dem Fegefeuer zu entgehen? Suchet ihr etwa hier die ewige Ruhe und das ewige Licht oder das wahrhaft geistig lebendige Brot der Engel? Oder wünschet ihr etwa gar in die höheren Geheimnisse der Dreieinigkeit eingeweiht zu werden? Kurz, wenn eines oder das andere euch hieher geführt hat, so könnet ihr für eines wie für das andere die allergenügendste Befriedigung finden. Denn solches werdet ihr sicher wissen, daß außerhalb dieser Kirche kein Heil und nirgends eine Seligkeit zu erlangen ist.

Christus, der Herr, hat Seine Kirche also gegründet, daß Er allein dem Petrus die Schlüssel zum Himmelreiche übergab. Unsere Kirche ist auf dem Felsen Petri erbaut, also von Petro gegründet, und ihr von ihm für alle Zeiten der Zeiten die Macht gegeben, selig zu machen oder zu verdammen. Denn daß der Kirche auch das Verdammungsrecht von Christo eingeräumt ist, erhellt klar aus jenen Texten, wo es einmal heißt: „Ihr werdet auf den Richterstühlen sitzen und mit Mir richten die zwölf Stämme Israels“; – und wieder heißt es: „Was ihr lösen werdet auf der Erde, das soll auch im Himmel gelöset werden, und was ihr binden werdet auf Erden, das soll auch im Himmel gebunden sein“, – und wieder heißt es: „Nehmet hin den Heiligen Geist, denen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sollen sie vergeben sein auch in dem Himmel, und denen ihr die Sünden vorenthalten werdet, denen sollen sie auch im Himmel vorenthalten sein.“ – Und so stehen noch einige solche Texte, wo der Herr dem Petrus auf Erden alle Gewalt über das menschliche Geschlecht gegeben hat. Es ist demnach nicht dem geringsten Zweifel unterworfen, daß nur die römisch-katholische, von Petro selbst gegründete Kirche nach dem unwandelbaren Ratschlusse Gottes die alleinseligmachende ist.

Wenn ihr zweifelsohne auch aus dieser Kirche seid, so könnet ihr auch hier nur einzig und allein die Pforte des Himmels finden. Seid ihr aber nicht aus dieser Kirche, so werdet ihr gar leichtlich schließen, welch ein Los hier eurer harret. Denn es lautet ebenfalls in der Schrift: „Wer nämlich nicht an diese Kirche glaubt und nicht in ihr getauft wird, der soll verdammt werden.“ –

Nun aber spreche ich mit ihm: Höre, lieber Freund, du hast uns jetzt um Verschiedenes gefragt und uns auch die gewichtigsten, auf eure Kirche bezug habenden Texte aus der Schrift kundgetan. Dessen ungeachtet aber muß ich dir schon zum voraus die Versicherung geben, daß wir fürs erste in keiner der zufolge deiner Fragen bestehenden Absicht hierhergekommen sind, und fürs zweite, daß die von dir ausgesprochenen Texte uns nicht im allergeringsten angehen.

Du machst jetzt wohl ein etwas verblüfftes Gesicht und denkst bei dir, was wir denn hier machen, so wir in keiner von dir ausgesprochenen Absicht hierhergekommen sind und sogar hinsichtlich unseres Vorhabens die von dir ausgesprochenen und die römische Kirche als die alleinseligmachende manifestierenden Texte negieren. Aber siehe, es ist denn einmal also und nicht anders.

Wie wäre es denn, wenn wir bloß in rein wissenschaftlicher Hinsicht hierher gekommen wären, um von euch so manches zu erfahren und bei euch so manches zu sehen? Sollten wir in dieser Absicht dir nicht auch willkommen sein?

Der Mönch spricht: Meine schätzbaren Freunde, habt ihr denn auf der Erde nie gehört, daß in der geistigen Welt die Wissenschaft keine Früchte mehr trägt, sondern allein nur der römisch-katholische Glaube, wenn er lebendig war durch die guten Werke? Spreche ich: O ja, solches haben wir zu öfteren Malen gehört. Wir haben aber auch gehört, daß in der geistigen Welt einem über alle die irdische Zweifel Licht werden solle. Und ein solches Licht kann man ja dann wohl auch eine geistige Wissenschaft nennen, welche ist ein helles Innewerden in den göttlichen Geheimnissen. Und wenn ferner es in der geistigen Welt, wie ehedem in der naturmäßigen, gemauerte Klöster und Kirchen gibt, die mit allerlei Kunstgegenständen verziert sind, warum sollte es denn in der geistigen Welt keine Wissenschaft geben, die an und für sich doch schon auf der Welt offenbar geistiger war als das Mauerwerk eines Klosters, einer Kirche und als das Schnitz- und Bilderwerk in ihr?

Der Mönch spricht: Höret ihr! Wie ich aus euren Worten vernehme, so scheint ihr mit ketzerischen und verdammlichen Gesinnungen angefüllt zu sein. Denn wer alles das, was zum allerhöchsten Dienste Gottes gehört, nicht für rein geistig, sondern für materiell betrachtet, der legt es ja schon offen an den Tag, daß er in Wort und Tat ein allzeit in die Grundhölle verdammlicher Ketzer ist. Wenn bei euch das völlig der Ernst ist, was ihr hier ausgesprochen habt, da wird es wohl notwendig sein, euch für alle Ewigkeiten aus diesem reinsten Tempel Gottes in die ewige Grundverdammnis hinauszustoßen. Denn es heißt: „Einen ketzerischen Menschen sollst du fliehen“, und wieder heißt es: „Einen solchen Ketzer sollet ihr aus der Gemeinde stoßen und ihn nach Paulus dem Teufel übergeben.“ Wißt ihr denn nicht, daß derjenige, der über die Einrichtungen der alleinseligmachenden Kirche loszieht, die allerderbste Sünde gegen den hl. Geist begeht, welche Sünde ewig nimmer nachgelassen werden kann? Daher erkläre dich deutlicher an diesem heiligen Orte, damit dich nicht die ewige Verdammnis treffe. Denn wahrlich, uns, den reinen Dienern Gottes, ist es angenehmer, daß die ganze Welt verdammt würde, als daß die Heiligkeit des Himmels nur durch den kleinsten Sünder solle befleckt werden. Hier hat alle Gnade und Erbarmung ein Ende. Wer nicht in dem wahren Sinne der Kirche rein ist wie die Sonne am Himmel, der soll auch ewig nimmer in das Reich Gottes eingelassen werden.

Nun spreche ich zu ihm: Lieber Freund, du hast das Wort Gottes sicherlich nicht von der gelindesten Seite aufgefaßt, sondern wohl von der allerrichterlich schärfsten. Ich möchte aber nun dir eine Frage stellen, und du kannst mir dann auf dieselbe eine Antwort geben, nur mußt du mir im voraus versichern, daß du mir die Antwort nicht schuldig bleibst. – Der Mönch spricht: Wenn sie nicht von rein teuflischer Art ist, so will ich dir wohl antworten. Solches weißt du aber, daß man dem Teufel keine Antwort schuldig ist. Spreche ich zu ihm: Nun wohl denn, ich werde dir eine Frage setzen. Kannst du mir erweisen, daß diese vom Teufel ist, so magst du mit deiner Antwort wohl zu Hause bleiben; kannst du mir aber solches nicht gründlich erweisen, so kommst du nicht eher von dieser Stelle, als bis du mir wirst geantwortet haben. Hüte dich aber vor jeder Lüge, denn diese könnte dir teuer zu stehen kommen. – Also aber lautet meine Frage:

Wie kannst du mir aus der Heiligen Schrift erweisen, daß die römisch-katholische Kirche im Ernste der Apostel Petrus gestiftet hat? Meines Wissens steht davon in der ganzen gegenwärtigen Heiligen Schrift nicht die leiseste Erwähnung. Daß ein Paulus in Rom gelehrt hat und gepredigt das Evangelium des Herrn, solches ist allbekannt; daß aber Petrus im Ernste in Rom das Papsttum gegründet habe, kann ich mich durch die ganze Heilige Schrift nicht mit einer Silbe erinnern. – Willst du mir dein kirchliches Verdammungsrecht anbinden, so mußt du es mir zuvor beweisen, ob die römische Kirche im Ernste von Petrus gegründet ist, dem der Herr ein solches Recht übergeben hatte. Kannst du mir aber solches nicht beweisen, und zwar aus der Heiligen Schrift, so sollst du mit mir einen harten Kampf zu bestehen haben.

Seht, unser Mönch macht ein ganz erbärmliches Gesicht und sinnt von einem Winkel in den andern nach irgendeiner gültigen Antwort. Daher denkt er nun an eine pfiffige Ausrede; aber sie wird ihm wenig nützen. Er bedeutet uns, daß wir ihn hören sollen, und so wollen wir ihn denn auch hören. Er (der Mönch) spricht: O ihr abscheulichen Teufel, das ist ja die allerhöllischeste Frage und ist so ungeheuer ketzerisch und so sehr wider den hl. Geist, daß für solch einen Ketzer tausend der allerabscheulichsten Grundhöllen mit der tausendfachen ewigen Verdammnis noch viel zu gut wären! Auf eine solche Frage soll ich antworten, auf daß mich dann alle Teufel auf einmal holen möchten? Das werde ich wohl fein bleiben lassen.

Die römische Kirche sollte nicht von Petro gegründet sein, der doch in Rom selbst drei volle Jahre gelehrt, seinen Stuhl aufgerichtet und dort auch den Märtyrertod auf einem umgekehrten Kreuze genommen hat?! Zudem befindet sich sein unverweslicher Leichnam noch heutigen Tages in der hl. Gruft seiner Kirche in Rom, und sein Stuhl ist noch heutigen Tages des Papstes mächtiger Thron! Und du höllischer Teufel kannst mir eine solche Frage geben und getraust dich, mir, einem reinen Diener Gottes, einem gesalbten Priester, so ganz keck vors Gesicht zu treten? Ich beschwöre dich im Namen des dreieinigen Gottes, der seligsten Jungfrau Maria, des hl. Joseph und im Namen aller heiligen Apostel, Jünger, Märtyrer, im Namen aller anderen Heiligen und im Namen der gesamten römisch-katholischen alleinseligmachenden Kirche, daß du abscheulicher Teufel mit deiner höllischen, verdammten Gesellschaft diesen heiligen Ort fliehest! Sonst rufe ich alle meine Brüder herbei, welche dahier ruhen im Paradiese und im Himmel sind, daß sie dich und deine verdammlichen Gesellen mit drei hochgeweihten Kruzifixen und mit anderen hochgeweihten kirchlichen Insignien so lange herumhetzen und vexieren sollen, bis dir dieser Ort martervoller wird als die allerunterste Hölle selbst. O du verdammter Teufel du, du abscheulicher Teufel, du unchristlicher Teufel, du Betrüger aller Menschen, du Auswurf des siebenten Tages der Schöpfung, du ewig verdammte Kreatur Gottes, weiche, weiche, weiche von hier! –

Nun spreche ich: Höre, mein lieber Freund, dein außerordentlich unbarmherziger Exorzismus hat sicher keine kirchliche Gewalt; denn wie du siehst, so stehen wir alle, deine drei untersthöllischen Teufel, noch unversehrt und vollkommen schußfest vor dir. Du kannst im voraus versichert sein, daß wir auch vor deinem ganzen Konvente, vor tausend Kruzifixen und vor hundert Eimern geweihten Wassers nicht fliehen werden. Denn solange wir von deiner Seite aus nicht den wahren Grund erfahren, aus der Schrift belegt, daß deine alleinseligmachende Kirche von Petro gestiftet ist, so lange weichen wir auch nicht um ein Haar von hier. Im Gegenteil sind wir nun sehr geneigt, noch tiefer in dein Kloster vorzudringen und uns durch keine exorzistische Gewalt davon abhalten zu lassen. Zu diesem Behufe fordere ich dich sogar auf, uns Dienst zu erweisen und uns in die Gemächer deiner ebenso unsinnigen Brüder, wie du selbst einer aus ihrer Mitte bist, zu führen.

Der Mönch spricht, indem er zuvor drei Kreuze über sich macht: Gott steh mir bei! Ich habe oft gehört, daß die Anfechtungen des Teufels in der geistigen Welt noch ums Tausendfache ärger sind denn in der natürlichen, und daß man in der geistigen Welt wirklich erst von der großen Gewalttätigkeit des Teufels einen wahren Begriff bekommt. Was ich darüber in den heiligen Büchern, welche fromme und gottesfürchtige Menschen geschrieben, gelesen habe, das steht nun buchstäblich vor mir! Ich sage dir aber, du ewig abscheulicher Teufel, du fortwährender Betrüger Gottes und alles menschlichen Geschlechtes, meinst du, Gott läßt sich betrügen? Da irrst du dich! So wenig sich aber Gott betrügen läßt, so wenig lasse ich mich als ein allzeit getreuer Diener Gottes von dir betrügen, und eher als ich dir nachgeben werde, will ich mit der Hilfe Gottes und mit der Hilfe der allerseligsten Jungfrau Maria dir so lange Widerstand leisten, bis dich alle Geduld, mit mir noch länger zu kämpfen, verlassen wird. Daher kannst du tun, was du willst; mich wirst du meiner Kirche nicht abtrünnig machen!

Hast du denn nicht gehört, was die Kirche zufolge der ihr von Christo erteilten Gewalt verlangt, nämlich daß man ihr unbedingt alles glauben müsse, was sie zu glauben vorstellt, ohne zu fragen, ob solches irgend geschrieben oder nicht geschrieben steht, welches auch eine allerbilligste Forderung der Kirche ist? Denn wenn die Kirche im Besitze des hl. Geistes ist und dieser aus der Kirche spricht, wer wollte dem nicht glauben, wenn er ein aufrichtiger und wahrer Christ ist? Wenn man aber bei jeglichem Ausspruche der Kirche so fragen wollte, wie du fragst, da müßte man ja auch fragen: Wo stand denn das ehedem geschrieben, was Moses und die Propheten von Gott ausgesagt haben? Siehe, du schmutziger Teufel, was diese ausgesagt haben, ging aus vom hl. Geiste, und darum blieb und bleibt es eine ewige Wahrheit. –

Also hat ja auch die Kirche den Heiligen Geist. Dieser aber ist nicht beschränkt auf das, was schon vorher geschrieben ist; sondern Er kann allzeit frei reden und lehren, und die Kinder der Kirche haben solches als eine allzeit unwiderlegbare Wahrheit anzuerkennen.

[GS 1.68.5] Wenn demnach die Kirche geschichtlich kundtut, daß Petrus wirklich in Rom gelehrt, daselbst seinen Stuhl aufgerichtet hat und dort auch den Kreuztod gestorben ist, so ist solches ja eine verbürgte Wahrheit, weil es die Kirche im Vollbesitze des hl. Geistes kundgibt. – Da hast du nun deinen verlangten Beweis. Und nun entferne dich, deinem eigenen Ausspruche nach! Ich wäre zwar nicht schuldig gewesen, dir diese Belehrung zu erteilen, ich habe es aber dennoch getan, um dir dadurch eine größere Verdammnis zu bereiten.

Nun spreche ich: Gut, mein Freund, und im Ernste trübseligst finsterer Bruder! Ich frage dich, da du mir den kirchlichen hl. Geist so evident darstelltest, wie es möglich ist, daß sich der hl. Geist hinsichtlich dieser petrinischen Angabe bei den verschiedenen kirchlichen Geschichtspropheten, die doch sicher samt und sämtlich deiner Aussage zufolge „aus dem hl. Geist“ gesprochen und geschrieben haben, in eben dieser geschichtlichen Aussage über das Dasein Petri in Rom so gewaltig hat irren können? Denn du hast zuvor Petri Anwesenheit in Rom auf drei Jahre lang festgesetzt. Ich kann dich aber versichern, daß mir in dieser Hinsicht kein geschichtlicher Buchstabe, der über Petrus geschrieben wurde, unbekannt ist. –

Wenn du übrigens in dieser Kirchengeschichte nur einigermaßen bewandert bist, so wirst du die Varianten von vierundzwanzig Jahren bis hinab zu deinen drei Jahren doch sicher entdeckt haben. Also wird auch das Sterbejahr dieses Apostels zu Rom höchst verschieden angegeben, und man muß von Glück sprechen, wenn man in dieser Angabe nur eine Variante von einem Jahre entdeckt. Daß diese meine Aussage richtig ist, kannst du aus den verschiedenen Geschichtsschreibern ersehen, denn eure Bibliothek ist zum größten Glück im Besitz aller dieser Aussagen. Nun aber sage mir, welcher schenkst du denn vollkommen deinen Glauben?

Der Mönch spricht: Das ist schon wieder eine verteufelt fanglustige Frage. Was soll ich dir darauf für eine Antwort geben? Ich sage dir: Der wahre, gehorsame Christ glaubt alles und fragt nicht nach den geschichtlich unrichtigen Daten. Der Grübler aber, der ein Ketzer ist, der grübelt über alles. Finden sich doch auch in der Heiligen Schrift ähnliche Widersprüche vor! Sollten wir sie darum nicht glauben? Wenn du aber schon nicht weißt, wie der hl. Geist spricht, so sage ich dir, daß dieser allezeit nach der innern Weisheit spricht und solche Aussagen einen ganz anderen Sinn haben, welchen freilich kein Teufel versteht; aber wir Gottesgelehrte kennen diesen Sinn und wissen, was wir glauben. Also habe ich dir auch diese Frage beantwortet, damit dir auch darob desto mehr Verdammnis werde!

Nun spreche ich: Gut, mein Freund, wenn solches richtig ist, so sehe ich aber durchaus nicht ein, aus welchem Grunde es dem hl. Geiste gefallen hat, vom Apostel Paulus Kunde in der Apostelgeschichte als getreu geschrieben zu geben, vom hl. Petro, wie du ihn nennst, aber in dieser Hinsicht nichts zu erwähnen, da er doch zur Gründung der Kirche von Christo aus persönlich berufen ward.

Paulus nur ward berufen als ein Apostel für die Heiden; von Petro steht nirgends etwas geschrieben, daß ihn der Herr ebenfalls für die Heiden berufen habe. Zudem wußte Petrus die Vortrefflichkeit des Apostels Paulus und sah es nirgends für notwendig an, da einen Nachapostel zu machen, wo der Paulus eine christliche Gemeinde gestiftet hat. Man weiß wohl aus der Schrift, und zwar von Paulus selbst, daß er den Petrus einmal zurechtgewiesen habe; aber einen umgekehrten Fall kennt man nicht.

Da aber Petrus, als das erste sichtbare Oberhaupt der Kirche, schon von Paulus eines Irrtums überwiesen und darob zur Rede gestellt ward, daß ihm der hl. Geist nicht den erforderlichen Dienst geleistet habe, besser gesagt, daß er sich wider den hl. Geist ein wenig vergessen hatte, – so könnte man denn ja doch auch annehmen, daß dergleichen gar gewaltig abweichende geschichtliche Daten entweder ganz eigenmächtig aus der Luft gegriffen worden sind, oder man müßte auch hier den hl. Geist einer Untreue beschuldigen.

Ich weiß aber, daß Christus, der Herr, allen Aposteln eine gleiche Macht gegeben hat, ja selbst, als Er nach Seiner Auferstehung, nach Angabe Johannis, Petrus Ihm folgen hieß, da folgte Ihm auch der Jünger Johannes. Und als sich Petrus darüber aufhielt, da verwies es ihm der Herr und sprach: „Was geht das dich an, so Ich will, daß er bleibe?“ – Welches ebensoviel sagen will als: daß er Mir, dir gleich, folge. Warum denn? Weil dadurch der Herr bestimmt hat anzeigen wollen, daß dieser Jünger in der Verfassung dem Herrn gleich dem Petro unwandelbar und beständig folgen solle. Also sollte er bleiben fortwährend trotz der Einwendung Petri in solcher dem Herrn folgenden Verfassung.

Ferner weiß ich auch, daß der Herr einmal zufolge der angebrachten Beschwerde Seiner Apostel einen gewissen unberufenen Ketzer Johannes verteidigt hat, und brachte dadurch die Gemüter Seiner eifersüchtigen Apostel wieder zur Ruhe. Ferner wissen wir mit keiner Silbe etwas davon, daß Christus noch ein Apostel irgendeine Tempelerbauung anbefohlen hat, und von einer nachträglichen Verordnung von seiten des hl. Geistes wissen wir auch nichts.

Christus hat wohl gesagt: „Prediget dieses Mein Evangelium allerorts“; aber daß Er auch gesagt hätte: Errichtet Mir Bethäuser, davon ist nirgends auch nur die allerleiseste Erwähnung getan. Wohl aber wissen wir, daß Er zu dem Weibe am Jakobsbrunnen gesprochen hat:

„Es kommt eine Zeit, und sie ist schon da, wo die wahren Anbeter Gott im Geiste und in der Wahrheit anbeten werden und wird dazu nicht benötiget sein der Tempel zu Jerusalem noch der Berg Garizim, sondern solches wird man allerorts tun können, im Geiste und in der Wahrheit.“ (Johs.4.)

Wir wissen auch, daß der Herr den Betenden anbefohlen hat, sich ganz allein in ihr Kämmerlein zu begeben; den Aposteln aber sagte Er nicht: Sperret euch in die Klöster ein, sondern: „Gehet hinaus in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur!“

Wenn du aber deine kirchliche Gewaltmanifestation durch den hl. Geist autorisieren willst, so strafst du Christum einen offenbaren Lügner oder einen unvollkommenen Lehrer, der während Seines Lehramtes nicht wußte, was alles für Seine Lehre notwendig ist, und hat es somit gewisserart, verdächtiger Weise zufolge lauter sich widersprechender historischer Daten, erst nachträglich ausbessern müssen. Er hat nicht eingesehen, daß zur Ausbreitung Seiner Lehre Klöster und Kirchen notwendig sein werden; Er hat nicht eingesehen, daß Petrus in Rom Seine Kirche wird gründen müssen, und da mit der Zeit ein ungeheures Bethaus und ein noch ungeheureres Wohnhaus für Seine Nachfolger erbauen lassen wird.

So kann auch Christus nicht eingesehen haben, daß mit der Zeit große Rangordnungen unter der Priesterschaft Seiner Kirche zur Ausbreitung Seiner Lehre notwendig sein werden, denn: hätte Er solches während Seines Lehramtes eingesehen, wie hätte Er da wohl den Aposteln, als sie Ihn um die Primität fragten, eine der gegenwärtigen kirchlichen Ordnung gerade zuwiderlaufende Antwort geben können, da Er sagte: „Nur Einer unter euch ist der Meister. Dieser bin Ich; ihr aber seid alle Brüder untereinander!“

Seine Unwissenheit geht aber demnach noch weiter. Wer weiß solches nicht, da Er sagte: „Niemand ist gut, denn Gott allein. Ihr sollet niemanden Vater nennen; denn nur Einer im Himmel ist euer Vater. Also ist auch niemand heilig, denn Gott allein.“ – Nun aber ist jeder Apostel heilig, und der Nachfolger Petri ist sogar ein „heiliger Vater“!

Wenn du, mein lieber Freund, solches recht bedenkst, so mußt du bei der allgemeinen Billigung deiner kirchlichen Ordnung Christum ja doch notwendig solcher dir kundgegebenen Schwächen beschuldigen und, wenn du an Seine Gottheit glaubst, auch sagen: Gott sieht auch, wie ein schwacher Mensch, erst nach und nach ein, was das bessere ist, und ist auch genötigt, Seinen Geschöpfen nachzugeben, auf die Gefahr Seiner ewigen Wahrheit und unendlichen Weisheit.

Wir wissen wohl, daß der Herr die jüdische Kirche durch Moses und durch die Propheten als eine vorbildende und in allen Teilen auf den Herrn Bezug habende gegründet hat. Solches aber tat Er buchstäblich durch Moses kund. Daß aber der Herr bei Seinem Erscheinen in der allerhöchsten Person Christi abermals eine zeremonielle und bildliche Kirche gegründet habe, davon tat Er nie eine allerleiseste Erwähnung, sondern stellte als die Grundfeste Seiner Lehre nichts als die alleinige Nächstenliebe auf, und dieser als unentbehrlichen Vorgrund die Liebe zu Gott, indem Er ausdrücklich sagte: „Liebet euch untereinander, wie Ich euch geliebt habe und noch liebe, so wird man daraus erkennen, daß ihr wahrhaftig Meine Jünger seid.“

Also sagte Er auch, daß Seine Apostel und Jünger niemanden verdammen sollten und niemanden richten, auf daß sie nicht verdammt und gerichtet würden. Ja, der Herr sagte sogar von Sich Selbst aus, daß Er nicht gekommen sei, um die Welt zu richten, sondern selig zu machen und zu suchen, das da verloren ist.

Wie habt ihr euch demnach entgegen dieser ausdrücklichen Lehre Christi zu Richtern aufwerfen können, und habt euch sogar das zeitliche und ewige Verdammungs- und Todesurteil zugeeignet?

Könnte in dieser Hinsicht auf euch etwa nicht derjenige Text Christi in Anwendung gebracht werden, wo Er, in Sich erregt, zu denjenigen spricht, die zu Ihm sagen möchten: Wir haben in Deinem Namen gepredigt, geweissagt und Teufel ausgetrieben:

„Weichet von Mir, ihr Täter des Übels, Ich habe euch nie gekannt; denn ihr seid es, die da allzeit widerstrebten dem Heiligen Geiste!“

Ich sage dir demnach, beurteile diese meine Worte genau in dir und gebe mir darüber Antwort. Siehe aber zu, daß du mir mit keiner exorzistischen Ausflucht mehr kommst, sonst werde ich dir die Macht eines anderen Exorzismus zeigen, welche dir deine blinden Augen öffnen wird und du den Abgrund erschauen wirst, der deiner harrt, wenn du in deiner Torheit noch fernerhin hartnäckig verbleibst.

Siehe, der Herr hat Sich euer erbarmt und mich zu eurer Rettung hierhergesandt. Wollet ihr mich hören, so sollet ihr gerettet sein; wo aber nicht, so habe ich auch die Macht, euch jählings dahin zu werfen, wo für euch der rechte Platz vom Herrn aus bestimmt ist.

Sehet, der Mönch fängt an, gewaltig zu stutzen und weiß sich nun nicht mehr zu raten und zu helfen. Daher kehrt er um und zieht sich erschrocken zu seiner Gesellschaft zurück. Ziehen daher auch wir ihm nach, auf daß ihr dort selbst sehet, wie sich dergleichen Irrtümer in der geistigen Welt arten.

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