Die Zentralbank: Das Versklavungssystem der Hochfinanz

Es kann faszinierend sein, sich in alten Lexiken Begriffe erklären zu lassen. So lesen wir im Meyers-Lexikon Jahrgang 1927 unter dem Stichwort: „Banken – Notenbanken“ – folgende Ausführungen:

„Es ist zunächst eine Zweckmäßigkeitsfrage, ob die Form der privaten oder staatlichen Anstalt [für die Notenbank] gewählt wird. Es hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass private Institute mit öffentlicher Beaufsichtigung (sic!) den Vorzug vor rein staatlichen verdienen.“

Über das Bankwesen einzelner Länder wird ausgeführt: „… In England ruhte das Bankwesen anfangs in den Händen der Juden, seit dem 15. Jh. in denen der Lombarden, auf die noch der Name der Lombard Street in London hinweist. … Im Jahre 1694 entstand nach dem Plan des Schotten William Patterson die Bank von England (Bank of England). Sie war das erste Institut ihrer Art und wurde das Vorbild aller ähnlichen Unternehmungen des Festlands.

[…]

Die (private oder staatliche) Notenbank schöpft bekanntlich Geld „aus dem Nichts“. Sie erhöht die Geldmenge stetig, schürt damit die Inflation, die Geldentwertung und gewährt mit dem „aus dem Nichts“ geschöpftem Geld den Banken verzinsliche Kredite. Dies bedeutet aber, dass jeder Franken, Euro, Dollar oder was auch immer, der als Banknote im Umlauf ist, uns endlos Zinsen kostet! Und diese Zinsen fließen (oder besser: flossen) in den Staatshaushalt oder aber, inzwischen auf der ganzen Welt, in die „schwarzen Löcher“ der Rothschilds.

Das System kam also 1694 in England „zur Welt“. Die Betreffenden versprachen 1688 dem holländischen Prinzen von Oranien die englische Krone unter der Voraussetzung, dass er ihnen das Recht der Geldherausgabe übertrage. Um seine Bedenken auszuräumen, versprachen sie ihm außerdem, seinem Schwiegervater James II. kein Leid anzutun und ihm selber jede Summe Geldes zu 8 % Zins auszuleihen. Sechs Jahre später wurde die „Bank of England“ gegründet.

Dies war natürlich nur der erste Schritt. Das System sollte selbstverständlich künftig die ganze Welt („One World“) umspannen. 1863 schrieben die Londoner Rothschilds an befreundete Bankiers, die Herren Ikelheimer, Morton and Vandergould in New York, um ihnen dieses System zu empfehlen, das genau so einträglich wie undurchschaubar sein würde, und welches von ihnen selber für die amerikanischen Verhältnisse ausgearbeitet worden sei.

„Mr. Sherman meint, dass es noch nie solch eine Chance für die Kapitalisten gegeben habe, große Geldsummen zu häufen, wie mit diesem neuen Gesetz. Es gibt der Nationalbank beinahe absolute Vollmachten über die Finanzen der Nation. Die Wenigen, die dieses System verstehen, sagt er weiter, werden entweder an den Gewinnen beteiligt sein, oder aber abhängig von den Vorteilen, womit von dieser Schicht keine Opposition zu erwarten sei, während auf der anderen Seite die große Masse des Volkes intellektuell gar nicht in der Lage wäre, die großen Vorteile zu begreifen, welche das Kapital aus diesem System schlagen kann. Das Volk wird auch diese zusätzliche Last tragen ohne zu murren und zu ahnen, dass dieses System gegen seine eigenen Interessen gerichtet ist. – Ihre ergebenen Diener: Rothschild Brothers“ (zitiert nach: William Guy Carr, „Pawns in the game“, Palmdale/Calif. 1958, S. 55).

Colonel Ely Garrison, Freund und Finanzberater der Präsidenten Th. Roosevelt und W. Wilson, bestätigt den Inhalt dieses Briefes in seinem biographischen Werk „Roosevelt, Wilson and the Federal Reserve Law“:

„Paul Warburg ist der Mann, der das Federal-Reserve-Gesetz ersann, nachdem der Aldrich-Plan solche Empörung und Opposition in der ganzen Nation erregte (wohl eher ein gezieltes Auftrags-Kesseltreiben der Presse). Der führende Geist beider Entwürfe aber war der Baron Alfred Rothschild in London“ (Mullins/Bohlinger: „Die Bankierverschwörung“, 1990, S.61).

Gut Ding will Weile haben – und so verabschiedete der US- Senat erst Jahrzehnte später, am 22. Dezember 1913, das entsprechende Ferderal-Reserve-Gesetz. Der einzige Opponent schien der Abgeordnete Charles A. Lindbergh zu sein, der Vater des Ozeanfliegers, welcher den US-Kongress in seinem Schlusswort zur dieser Debatte warnte:

„Dieses Gesetz errichtet den gigantischsten Trust, den es auf der Erde gibt. Wenn der Präsident dieses Gesetz unterzeichnet, wird die unsichtbare Weltregierung legalisiert. Das Volk wird das nicht sogleich erkennen …“ (ibid. S. 55). Und weder das Volk, noch seine Politiker haben es bis heute begriffen!

Im gleichen Jahr, 1913, wurde dann in Paris prompt die internationale Bankenallianz begründet, wo man jubelte:

„Die Stunde hat geschlagen für die Hochfinanz, öffentlich der Welt ihre Gesetze zu diktieren, wie sie es bisher im verborgenen getan hat … Die Hochfinanz ist berufen, die Nachfolge der Kaiserreiche und Königtümer anzutreten, mit einer Autorität, die sich nicht nur über ein Land, sondern über den ganzen Erdball erstreckt“ (ibid., S. 9).

Abraham Lincoln schuf während dem amerikanischen Bürgerkrieg 1861-65 seine berühmt-berüchtigten Greenbacks. Er sagte darüber: „… wir gewähren dem Volk dieser Republik den größten je erlangten Segen: sein eigenes Papiergeld, um seine eigenen Schulden zu bezahlen“. Die „London Times“ drückte die Sorgen der „City of London“ (Rothschild) mit dem Aufruf zum Sturz dieser Regierung aus, der uns eigentlich über nichts im Unklaren lässt:

„Wenn diese schlechte Finanzpolitik, die in der Nordamerikanischen Republik erfunden wurde, sich bewähren sollte, dann wird diese Regierung ihre eigene Währung kostenlos schaffen. Sie wird sich ihrer Schulden entledigen und wird ohne solche bleiben. Sie wird das notwendige Geld haben, um ihren Handel zu treiben. Sie würde in der beispiellosesten Art in der bisherigen Geschichte der Zivilisation gesunden. Die Intelligenz und die Reichtümer der übrigen Welt würden nach Nordamerika fließen. Diese Regierung muss zerstört werden, oder es wird jede Herrschaft auf der Welt verunmöglicht.“

Die englischen Politiker als Marionetten der Londoner „City“ mussten folglich die Südstaaten unterstützen mit dem Ziel, Lincolns Union zu besiegen. Zwei Umstände erschwerten dieses Vorhaben: 1. Lincoln schaffte die Sklaverei ab. Dadurch war es für die Londoner Bankiers inopportun, die Südstaaten offiziell zu unterstützen, da diese an der Sklaverei festhalten wollten, und 2. unterstützte der russische Zar mit seiner Marine Lincoln. Nach der Ermordung Lincolns widerrief der Kongress den Erlass für die Greenbacks. Unter Abzug von Spesen wurden diese aus dem Verkehr gezogen.

Seither wagte kein US-Präsident mehr am Geldmonopol der ursprünglichen US-Staatsbanken – oder gar dem Monopol der „Federal Reserve“ – zu rütteln. Erst John F. Kennedy soll am 4. Juni 1963 mit der Präsidial-Weisung Nr. 11110 versucht haben, den Präsidenten (erneut) zu berechtigen, dem Land eine verfassungskonforme Währung zu geben. In der Folge soll Kennedy für rund vier Milliarden Fünf-Dollar-Scheine in Umlauf gebracht haben mit der Bezeichnung „UNITED STATES“ anstelle von „FEDERAL RESERVE“-Note. Freunde und Verwandte warnten ihn vor dem gefährlichen „Spiel“.

Bereits am Tag nach der Ermordung Kennedys hätte der nachrückende Vize Lyndon B. Johnson einen Erlass unterzeichnet, welcher das Ende der „United States Notes“ besiegelt hat (CODE 10/1989, S. 21).

Bald darauf, zwischen 1967 und 1972 gab es zahlreiche Vorstöße von Senator Lee Metcalf im US-Kongress. Nachfolgend seine Erläuterungen zur „Federal Reserve“ vor dem Senat des Staates Washington:

Frage: Senator Metcalf, glauben Sie tatsächlich, dass die Einrichtung der Federal Reserve ein privates Banksystem darstellt?

Metcalf: Wie die meisten Amerikaner glaubte ich, dass die Federal Reserve ein Teil der Bundesregierung sei. Aber dies entspricht nicht den Tatsachen! Es handelt sich dabei um eine private Bankeinrichtung, die durch ein Gesetz – nicht durch die Verfassung – zur Kontrolle und Herausgabe der amerikanischen Währung mit einer Bundesvollmacht ausgestattet ist.

Frage: Wie erschafft die Federal Reserve das Geld?

Metcalf: Kurz kann man dies folgendermaßen zusammenfassen: Die Regierung verursacht pro Woche eine Milliarde Dollars Schulden. Wie kommt sie zu diesem Geld? Sie druckt für eine Milliarde verzinsliche Obligationen und bringt diese zur Federal Reserve. Die Federal Reserve nimmt diese entgegen und überweist dafür eine Milliarde auf ein Scheck-Konto, wodurch der Regierung eine Milliarde Dollar zur Verfügung stehen. Es entsteht die Frage: Wo war diese Milliarde bevor sie diesem Konto gutgeschrieben wurde? Die Antwort lautet: Sie existierte nicht. – Wir, das Volk, erlauben einer privaten Bankeinrichtung nach Belieben Geld zu erschaffen – aus dem Nichts – und dieses der Regierung zu geben als Darlehen und dafür endlos Zinsen zu erhalten.

Frage: Wollen Sie damit sagen, dass wir, das Volk, für die Benutzung unserer eigenen Währung einer privaten Bankeinrichtung Zinsen bezahlen?

Metcalf: Jawohl, und hier kommen Sie auf den schlimmsten Punkt. Ich habe die Schaffung dieses „Scheck-Geldes“ durch die Federal Reserve erwähnt. Das so geschaffene Geld zirkuliert in ganz Amerika und stellt unsere Währung dar. Warum müssen wir einer privaten Bankeinrichtung für die Benutzung unserer eigenen Währung Zinsen bezahlen? Was ist das für eine Logik, die berechtigt, dem Volk für den Gebrauch der eigenen Währung, Gebühren zu verlangen? Erinnern Sie sich daran, dass die Einrichtung der Federal Reserve, die diese Zinsen erhält, ja sogar den Zinssatz selber bestimmt.

Frage: Das Gesetz über die Federal Reserve überträgt der Federal Reserve die Vollmacht, Geld zu schaffen. Wollen Sie damit behaupten, dass der Kongress nicht verfassungsgemäß die Vollmacht besitzt, diese Vollmacht zu übertragen?

Metcalf: Jetzt kommen wir an den zentralen Punkt dieser Sache. Uns allen ist bekannt, dass eine an eine Körperschaft erteilte Vollmacht an eine andere Körperschaft oder Einrichtung übertragen werden kann. Die zugrundeliegende Urkunde, die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, setzt in § 1, Absatz 8 fest: „Der Kongress hat die Vollmacht, Geld herauszugeben und seinen Wert zu bestimmen.“ Nirgends findet sich der geringste Hinweis, dass diese Vollmacht übertragen werden kann, nicht einmal an eine andere Regierungsstelle, geschweige denn an eine private Bankeinrichtung. Dies ist weit entfernt von der gröbstmöglichen Auslegung der Verfassung (Journal vers demain, resp. Michael-Journal, Rougemont/Canada, Aug./ Sept. und Okt./Nov. 1987).

Wird man, so möchten wir abschließend fragen, ohne solche Gesichtspunkte fruchtbar über Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit usw. diskutieren können? Sicher nicht – doch gleichzeitig könnte kaum jemand diese alles entscheidenden Kriterien ohne weiteres verstehen, und die wenigen Wissenden würden uns notfalls zum Schweigen bringen. Dennoch sollten wir diesen „okkulten“ Mechanismus, der die meisten von uns zu hoffnungslosen Zinssklaven machen will, in unser Bewusstsein aufnehmen. Durch eine Bewusstmachung verschaffen wir den Hierarchien erst die Möglichkeit, diesbezüglich inspirierend einzugreifen. Durch ein solches Bewusstsein würde auch ein (geistiger) Schutz für Persönlichkeiten entstehen, welche uns hier einen Ausweg bahnen wollen. Denn tote Lincolns, Kennedys, Herrhausens oder Rohwedders helfen uns auch nicht mehr weiter.

Quelle: Symptomatologische Illustrationen – Nr. 43 – Februar 2005 Autorenkürzel „wl“ (Der Text wurde von mir geringfügig orthographisch bearbeitet.)

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