Die Bedeutung Kevin MacDonalds – Warum man sich mit dem Judentum beschäftigen sollte

kevin-macdonald-jewish-journal-coverKevin MacDonald ist ein Name, der selbst vielen Menschen, die begonnen haben, ein kritisches Interesse für das Judentum zu entwickeln, bis vor kurzem kein Begriff war. Seit einigen Jahren aber nimmt seine Bekanntheit auch in Deutschland zu, und dies aus gutem Grund. Eine breite Rezeption der Schriften des US-amerikanischen Psychologieprofessors im deutschsprachigen Raum wurde maßgeblich durch den Übersetzer Deep Roots ermöglicht, der mit unglaublicher Beharrlichkeit, in sehr kurzer Zeit und auf hohem Niveau den Großteil von MacDonalds wahrscheinlich wichtigstem Buch übersetzt hat: The Culture of Critique (einige der Kapitel wurden vom Verlag libergraphiX übersetzt, bei welchem die vollständige Übersetzung auch bald in Buchform erscheinen wird). Neben diesem Buch haben Deep Roots und auch ich einige weitere kürzere Artikel übersetzt, welche sich unter der Rubrik Judaistik hier im Archiv finden lassen.

Worin liegt nun die Bedeutung Kevin MacDonalds? Es handelt sich bei seinem wissenschaftlichen Werk wahrscheinlich um die hervorragendste systematische und kritische Darstellung des Judentums in der Moderne.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs verfügten sowohl die gebildeten Schichten als auch das einfache Volk in Europa über ein gewisses Wissen über das Judentum, welches einerseits durch praktische Erfahrung und andererseits durch seit der Lutherzeit intensivierte philologische und theologische Studien entstanden war. Dieses Wissen umfasste natürlich vor allem Aspekte, die im täglichen Zusammenleben mit Juden für die Europäer bedeutsam waren, so z.B. die Ausführungen des Talmuds, welche die Juden dazu verpflichten, Nichtjuden systematisch zu übervorteilen oder diejenigen, in welchen der althergebrachte Hass auf das Christentum seinen Ausdruck findet (so v.a. die Höllenstrafe für Jesus Christus, welcher dem jüdischen Dogma zufolge bis in alle Ewigkeit in einem Bottich kochender Exkremente für seine Häresie büßen muss).

Im Zuge der modernen Massenmanipulation, welche sich der Erkentnisse der Psychologie bedient und das Holocaustnarrativ instrumentalisiert, wurde dieses althergebrachte Wissen durchweg als Ausgeburt mittelalterlichen Obskurantismus und eines übersteigerten Nationalismus stigmatisiert. Wenn heutzutage schon niemand mehr an die Bibel glaubt, warum sollte dann Luther mit seinen Ausführungen über das Judentum recht haben? Wenn der Nationalismus des 19. Jahrhunderts verantwortlich für die beiden Weltkriege ist, warum sollte dann die mit ihm verschwägerte Judaismuskritik zutreffend sein? So ähnlich lautet die Argumentation der Demagogen, die uns von einer unvoreingenommenen Beschäftigung mit dem Judentum abhalten wollen.

Durch die Auseinandersetzung mit dem quasi als Epidemie auftretenden Islam, welcher durch  die systematisch geförderte Masseneinwanderung in unser Leben eindringt, werden in jüngster Zeit immer mehr Europäer erneut und trotz des modernen Tabus auf das Judentum aufmerksam. Handelt es sich hier nicht um eine Religion, die überraschend viele Gemeinsamkeiten mit dem Islam aufweist? Sind die beiden Ideologien nicht eng miteinander verwandt? Groß ist dann das Erstaunen, wenn man langsam durch Internetrecherche erkennt, dass die große Mehrheit der Ideologen, Politiker, Lobbyisten und Bankmenschen, welche die Masseneinwanderung und  den globalisierten Raubtierkapitalismus – teilweise unter dem Deckmantel vorgetäuschert „humanistischer“ und „sozialistischer“ Ideale – forcieren, mosaischen Glaubens und jüdischer Abstammung sind. Hier zu einer klaren Beurteilung der Verhältnisse zu kommen, ist aber unglaublich schwierig, da ja das Wissen unserer Vorväter stigmatisiert oder sogar vollständig zensiert ist. Versucht man, auf die erkannten Misstände und ihre Verursacher hinzuweisen, wird man schnell mit den von mosaischen Demagogen massenmedial bereitgestellten Argumenten abgebügelt.

Vor diesem Hintergrund wird die Bedeutung der Schriften Kevin MacDonalds klar ersichtlich: Bei ihm handelt es sich um keinen politischen Aktivisten, der, gleich vielen modernen Islamkritikern, aufgebracht versucht, die Tagespolitik zu beeinflussen, und ebenso wenig um einen „Ewiggestrigen“, welcher sich auf Texte aus dem 19. Jahrhunderte oder anderer allgemein verpönter Epochen beruft. Stattdessen untersucht MacDonald das Judentum nüchtern und unter tadelloser Beachtung moderner wissenschaftlicher Standards aus der Perspektive der Psychologie, der Soziologie und der Evolutionstheorie. Trotz aller Anfeindungen hat er es geschafft, sich als Universitätsprofessor zu halten und im Verlauf jahrzehntelanger Arbeit seine Erkenntnisse in Buchform zu veröffentlichen. Es handelt sich hierbei also um eine Art der Judaismuskritik, welche nicht ohne weiteres durch die typischen Totschlagargumente entkräftet werden kann und die außerdem durch die Anwendung moderner Erkenntnismethoden neue und vertiefte Einblicke gewährt. Somit ist davon auszugehen, dass sich die wissenschaftlichen Schriften MacDonalds trotz Anfeindung nicht vollständig unterdrücken lassen und dass sie damit angesichts der dramatisch zunehmenden Relevanz ihres Gegenstandes zunehmenden Einfluss ausüben dürften.

Versuchen wir also, diese Verbreitung nach besten Möglichkeiten voranzutreiben! Zum Einstieg in das Schaffen des hier vorgestellten Autors empfehle ich folgende Texte:

Interview mit Kevin MacDonald (Interviewer: Alex Kurtagic)

Wie die Europäer in den Schuldkult getrieben werden

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

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