Adoptionsrecht für Schwule? Nein danke!

Christopher_Street_Day_1998Ein weiterer Angriff auf die Familie. Von Jürgen Elsässer (übernommen von Elsässers Blog)

Das Bundesverfassungsgericht hat in einer Grundsatzentscheidung das prinzipielle Adoptionsrecht für Homosexuelle gefordert. Die rot-rot-grünen Oppositionsparteien sind entzückt.  Barbara Höll, Linksabgeordnete im Bundestag, schreibt in ihrer Presseerklärung: “Es ist peinlich, dass die Bundesregierung mittels höchstrichterlicher Rechtsprechung immer wieder aufgefordert werden muss, lesbische und schwule Partnerschaften der Ehe gleichzustellen. Vorurteile und das Schielen auf den Altherrenstammtisch scheinen kurz vor Bundestagswahl von höherem Interesse als der Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Statt weitere Entscheidungen zum Lebenspartnerschaftsgesetz abzuwarten, gäbe es einen einfachen und schnellen Weg: Die Öffnung der Ehe für alle. Was in Frankreich und bald in Großbritannien geltendes Recht ist, sollte auch in Deutschland möglich sein.“

Die “Ehe für alle” ist ein Terminus der Neuen Weltordnung, genauso wie “humanitäre Intervention” bedeutet sie das krasse Gegenteil des Gesagten: Die Institution der Ehe wird nicht ausgeweitet, sondern zerstört – wie die “Humanität” durch die Militärnterventionen. Maßgeblich dabei ist die Lösung der Ehe von der biologische Familie. Der Gesetzgeber hat bisher die Ehe privilegiert, weil sie die Grundlage für die Reproduktion des Volkes war. Es ging also nicht um die Förderung einer bestimmten Form von Sexualität, der Heterosexualität, sondern es ging um Biologie und Demographie. Wird der Titel “Ehe” auf alle möglichen sozialen und sexuellen Verkehrsformen ausgeweitet, so verliert er seinen Sinn. Aus einer homosexuellen Verbindung können keine Kinder entstehen – wer das nicht kapiert, ist ein Vollidiot. Die “Ehe für alle” und das Adptionsrecht für Schwule abzulehnen, hat also nichts mit Diskriminierung von Homos zu tun – sondern mit dem Schutz der Familie. Schwule haben das Recht auf eigene Sexualität und müssen gegen Diskriminierung geschützt sein. “Eingetragene Lebenspartnerschaften” können also sinnvoll sein, um im Krankheits- oder Erbfall die Rechte des jeweiligen Partners zu stärken. Aber Ehe ist nochmal was anderes, denn Ehe ist Familie.

Dass ein Spießer wie Hollande mit der”Ehe für alle” von seiner Wirtschaftsmisere und seinen Kriegen ablenken will, ist peinlich genug. Dass Rot-rot-grün hierzulande auch in diese Richtung geht, zeigt, was uns bevorsteht, wenn die an die Macht kommen. Dagegen wäre eine Koalition Merkel/Brüderle sogar das kleinere Übel. (Ich würde sie aber trotzdem nicht wählen: es ist das kleinere Übel, das zu immer größeren führt.)

Es gibt Leute, die halten diese “weichen” Themen für unwichtig; sie denken, man sollte aufklärerische Arbeit auf die Finanzkrise und die Kriegsfrage konzentrieren. Ein großer Irrtum! Über diese “weichen Themen” erfolgt die massenpsychologische Konditionierung des Volkes. Ohne den Rückhalt in stabilen Strukturen, als Atom im Meer des Konsumismus, wird der Einzelne niemals Widerstand leisten können. Die wichtigste stabile Struktur ist die Familie.

Im übrigen habe ich im Editorial der COMPACT 10/2012 schon das Notwendige zum Thema gesagt. Ein Auszug:

(…) Der Eindruck drängt sich auf, dass unser Planet tatsächlich angegriffen wird. Wir Erdlinge werden von einer anderen Lebensform bedroht und aus unseren jahrtausendealten stofflichen und biologischen Grundlagen herausgerissen. Es wird behauptet, die Einteilung in zwei Geschlechter sei eine Einbildung, die körperlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau spielten keine Rolle. Es wird suggeriert, es gäbe keine Völker und Rassen – obwohl man die verschiedenen Hautfarben und Temperamente nur bei Blindheit übersehen kann. Mutterschaft und natürliche Fortpflanzung, ja Heterosexualität an sich werden immer weiter zurückgedrängt – an ihrer Stelle werden Pornographie, Homosexualität, Laborbefruchtung und Menschenzüchtung propagiert. Genetiker und Programmierer arbeiten an transhumanen Zwitterwesen: Die einen durch Kreuzung unserer DNA mit der von Tieren, das dauert noch; die anderen durch die Vernetzung unserer Gehirne mit Computer und Internet, das ist schon weit gediehen. Unsere individuelle Gedächtnisleistung wird abgebaut und auf google übertragen,  das autonome Denkvermögen der sogenannten Schwarmintelligenz untergeordnet.

Die „andere Lebensform“, die das menschliche Zusammenleben auf unsere Planeten bedroht, sind freilich keine Außerirdischen. Angreifer sind auch nicht die sexuellen Minderheiten, die nur scheinbar von der Entwicklung profitieren. Deren Motor ist vielmehr eine winzige globale Finanzoligarchie, die mit neuen Reproduktions- und Gentechnologien ihr tausendjähriges Reich errichten will. Gut möglich, dass diese Superreichen – wenn sie ihre Körper mit geklonten Organen und ihre Gehirne durch digitale Kopien unsterblich gemacht haben – dereinst wirklich zu einer anderen Rasse mutieren, die sich von uns Erdlingen nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch physiologisch und neurologisch unterscheidet. Die Schreckensvision, die H.G. Wells in seinem Roman Die Zeitmaschine ausgemalt hat, wäre dann Wirklichkeit geworden: Wir sind die Morlocks, die tief unter der Erde malochen, während sie, die Eloi, im oberirdischen Paradies lustwandeln. Aber keine Angst: Es sind schon andere tausendjährige Reiche bereits im Ansatz zusammengebrochen, oder? (Vollständig lesen in der Printausgabe COMPACT 10/2012)

(Foto: wikipedia)

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