„Nazis“

Täglich kann man in den kontrollierten Medien von „Nazis“ oder „Neo-Nazis“ lesen. Wenn man über ein wenig geschichtliches Grundwissen verfügt und einmal ein bisschen nachdenkt, stellt sich unwillkürlich folgende Frage: Gibt es heutzutage überhaupt Nazis bzw. kann es diese überhaupt geben? Was ist ein „Nazi“, und was vertritt er?

„Nazi“ ist eine Abkürzung für „Nationalsozialismus“ und alle entsprechenden Ableitungen.  Meistens stellt der Begriff eine Verkürzung dar, nämlich dann, wenn er  sich auf die „NSDAP“ bezieht, die „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“. Diese wurde 1945 verboten. Richtige „Nazis“ im Sinne von „Mitglied oder Anhänger der NSDAP“ kann es also gar nicht mehr geben. Allerhöchstens gibt es Menschen, die Sympathie mit dem historischen Phänomen NSDAP haben und es gerne sehen würden, dass eine ähnliche Partei sich im heutigen Deutschland etabliert. Allein für solche Personen wäre der Begriff „Neo-Nazi“ zutreffend.

Man kann den Begriff aber auch weiter auffassen: „National“ und „sozialistisch“ sind zwei Grundprinzipien moderner Politik, welche sich in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen in allen politischen Systemen der Gegenwart ausmachen lassen. Grundlegend aufgefasst wäre ein „Nationalsozialist“ demzufolge eine Person, die davon überzeugt ist, dass ein Staatswesen sich um das Wohl der Masse seiner Bürger kümmern, also sozial ausgerichtet sein muss, wobei der Begriff „Bürger“ an das Staatsvolk gekoppelt ist. Diese Ansicht ist weltweit stark verbreitet: Die meisten Menschen gehören einem Volk an und haben ein engeres Zusammengehörigkeitsgefühl zu Menschen, mit denen sie Sprache, Kultur, Wesensart und äußere Merkmale teilen. Dementsprechend wird es weltweit prinzipiell schlecht aufgenommen, wenn Ressourcen, die sich eine solche Volksgruppe in ihrem angestammten Gebiet erarbeitet hat, an Dritte verschenkt werden, die nicht zur Gruppe gehören und auch nicht langfristig zu ihrem Wohlstand beigetragen haben. In aus unserer Sicht exotischen Ländern wie z.B. Peru und Bolivien regieren Parteien bzw. Führer, deren Programm in diesem Sinne als „nationalsozialistisch“ zu bezeichnen ist und die von der Bevölkerung wegen entsprechenden Missständen gewählt wurden.

Soweit handelt es sich um eine nüchterne Definition des Wortes. Bekanntermaßen ist die Anschuldigung, jemand sei ein „Nazi“, heutzutage eine rhetorische Totschlagwaffe der untersten Kategorie. Durch die mediale Dauermanipulation wurde sichergestellt, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland und den europäisch geprägten Ländern damit eine Reihe extrem negativer Merkmale verbindet. Es handelt sich um einen primitiven, aber effektiven Mechanismus, um Rede-, Informations- und sogar Gedankenfreiheit zu unterbinden. Viele Menschen schalten automatisch ab, sobald sie hören, jemand oder etwas sei „Nazi“, weil sie selbst aus Angst vor sozialer Ächtung auf keinen Fall in diese Kategorie fallen möchten. (Mehr zu diesen Mechanismen und den geschichtlichen Hintergründen findet sich in Skeptizissimus „Erfahrungsbericht“.)

Obwohl ich nicht in Bomberjacke und Springerstiefel gekleidet, kein Mitglied oder Sympathisant der (maßgeblich vom Verfassungsschutz gesteuerten) NPD bin (ich halte es allerdings für diskussionswürdig, ob es taktisch empfehlenswert ist, sie zu wählen, um die etablierten Parteien zu irritieren und Sand ins Getriebe zu streuen), keine Intention habe, 6 Millionen Juden zu vergasen, ja obwohl ich polyglott und viel gereist bin und Interesse und Verständnis für fremde Völker und Kulturen habe (und es gerne sehen würde, wenn diese in ihrem jeweiligen Heimatland gedeihen und nicht, wie im Falle der „Dritten Welt“, ihre Probleme auf unserem Rücken austragen und uns ihren Bevölkerungsüberschuss aufladen wollen), werden Viele mich wegen meiner Ansichten als „Nazi“ bezeichnen und in mir den „bösen Mann“ sehen. In diesem Sinne sind alle, die für die Freiheit der Deutschen eintreten und sich von den Manipulationsmechanismen nicht einschüchtern lassen, „Nazis“. Wir alle sind „Nazis“. Natürlich habe ich  mit solchen „Nazis“ viel mehr gemein als mit links-grünen Deutschenhassern, die Alles dafür tun, damit unser Volk und unsere Kultur vom Erdboden verschwinden. Selbstverständlich lehne ich daher dieses ganze billige „Nazis raus“- und „bunt statt braun“-Gelaber rundheraus ab.

Hiermit sind wir auch beim Anlass für diesen Artikel. Gestern meldete sich hier ein neuer Kommentator, bei dem zunächst ein unauffälliges Logo angezeigt wurde. Inzwischen wurde dieses Logo durch eine „Nazis raus“-Graphik ausgetauscht. Die obigen Erklärungen erläutern, warum ich die entsprechenden Kommentare gelöscht habe und ebenso, warum solch plumpe Agitationsmethoden eine Ächtung für den Verwender selbst bedeuten. Da mir doch Einiges an den Ausführungen des besagten Kommentators sinnvoll erschien, möchte ich ihm nahelegen, das Gesagte zu bedenken.

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