Töchter Zions: Frauenbonus und Israelbonus bei Literaturpreisen

Die in der BRD vorherrschende Ideologie hat die Zerstörung der deutschen Kultur zum Ziel.

von Herse

Unsere Kulturpolitik ist – wenig verwunderlich für die Leser dieses Blogs – eine Politik der Entkulturalisierung. Was nun wirklich als deutsches Ferment, als unserer eigentlichen Identität angehörig gelten darf (ich nenne Goethe, Schiller, Kleist, Klopstock, Grillparzer, aber viele andere mehr, auch gegenwärtige Autoren, könnte man anführen), versucht diese Politik massiv zu „dekonstruieren“ (ein ehrlicheres Wort wäre: zerstören), aufzulösen. Gefördert werden soll immer weniger, was qualitativ tatsächlich hochwertig ist, sondern gerade das, was von den – sprechen wir es aus – Kulturbesatzern, die diese Politik bestimmen, als Ziel festgeschrieben wird: Die Identität, ein Kern also, soll sich verlieren in dem, was marginal ist. Diese Politik schreibt sich aufs Banner: „Nicht mehr: Ein Leib mit vielen Gliedern“ sondern „Viele Glieder nebeneinander“; hier aber fehlt das orientierungsstiftende Bindeglied und diese Politik ist daher leicht zu durchschauen als eine des divide et impera, hinter der die üblichen Verdächtigen der Hochfinanz stehen, die auf diese Weise in die organisch entstandene Identität künstlich eingreifen.

Wenn wir mainstream sein wollen, lassen Sie uns einen Preis ausschreiben für „grauäugige Linkshänder in Nord-West-Bochum, die bisher generell benachteiligt wurden“! Etwas Gleichwertiges, jedenfalls, möchte der in Deutschland weitgehend unbekannte Marianne-von-Willemer-Preis. Haben Sie schon einmal etwas von der Namengeberin gehört? Nein?? Ich auch nicht! Es handelt sich bei Marianne von Willemer, geb. 1784 in Linz, um eine ganz ansehnliche „Tänzerin“, die sich, wie das bisweilen geschieht, von einem reichen Bankier abschleppen und sodann als dessen dritte Frau aushalten ließ. Dieser Bankier, Johann Jakob von Willemer, war nun mit Goethe befreundet, und die junge Marianne ließ die Gelegenheit also nicht ungenutzt, diesem bereits angesehenen Literaten den Kopf zu verdrehen. Und wenn Goethe notiert: „Abend zu Frau Geheimrätin Willemer: denn dieser unser würdiger Freund ist nunmehr in forma verheirathet. Sie ist so freundlich und gut wie vormals. Er war nicht zu Hause“. So ist zu folgern: Bei der Namensgeberin handelte es sich um eine geld- und anerkennungsgeile Promi-Dirne.

Schauen wir uns nun den Marianne-von-Willemer-Preis an: Nur Frauen dürfen sich bewerben! Dabei möchte die Jury besonders diejenigen Schriftstellerinnen fördern, „die nach Ansicht der Stifter bei der Vergabe von Literaturpreisen bisher generell benachteiligt werden“. Eine kurze Recherche ergibt, dass da von echter Benachteiligung in den Lebensläufen keine Spur ist, ganz im Gegenteil: Die Benachteiligung dient hier als Vorwand für Bevorzugung und Günstlingswirtschaft einer selbstreproduzierenden Kaste, die die finanziellen Mittel bereits in der Hand hält und sich immer mehr auch die symbolischen unter den Nagel reißt. Noch, müssen wir konzedieren, sind wir nicht so weit, dass wir einen Goethe-Preis oder einen Büchner-Preis nicht nach Qualitätskriterien vergeben könnten, wohl aber schon kleinere aus ideologischen Gründen vergebene Preise; der bloß lokale Marianne-von-Willemer-Preis ist soziohierarchisch betrachtet dabei einer der unwichtigsten Preise. Wichtiger noch sind dabei aber Preise wie der Frau-Ava-Literaturpreis, der Ida-Dehmel-Literaturpreis, der Juliane-Bartel-Preis, der Roswitha-Preis und wie sie alle heißen…

Organisiert sind viele der “BücherFrauen” in dem gleichnamigen Verein, der sich als berufliches Netzwerk von Frauen aus allen Bereichen rund um das Buch versteht. Untereinander monopolisieren sie Kontakte und Informationen, um ihre eigenen Karrieren voranzubringen. Einmal im Jahr wird die BücherFrau des Jahres gekürt. 2009 erhält den Preis Ulrike Helmer, die als Verlegerin Forschungen zum sogenannten sozialen Geschlecht („Gender“) sowie zum Marginalfach „Queer Studies“ publiziert; zwei Jahre später bekommt ihn Lioba Betten, die sich einsetzt für „Multikulturelle Dienste in Öffentlichen Bibliotheken“. Poststrukturalismus und Multi-Kulti also. Alles scheint in eine ganze bestimmte Richtung zu gehen.

Der Kulturzerstörer Theodor Wiesengrund Adorno

Weiter ziehe ich aus dem Sack des Heiligen Nicolaus also wahllos einige der letzten Preisträgerinnen raus: Den Frau-Ava-Literaturpreis erhielt 2011 eine Ruth Johanna Benrath; den Ida-Dehmel-Preis erhielt 2010 Ulla Hahn, deren Namen sich der Förderung durch Marcel Reich-Ranicki verdankt und die sich für das Werk der jüdischen Dichterin Gertrude Kolmar einsetzt usw. Schaut man sich nun einmal mehrere Frauenpreise an, so stellt man schnell fest (betrachten wir nur die „großen“ Namen): Die Preisträgerinnen unterschiedlicher Preise sind oft dieselben, und diese Wiederholungstäter heißen beispielsweise Rose Ausländer, Hilde Domin, Ruth Klüger, Ilse Aichinger. Gleich drängt sich der Eindruck auf, der Zionismus sei eng verflochten mit der radikal-feministischen Preiswirtschaft. Prüfen wir also diese Verquickung am bekanntesten Beispiel eines sogenannten Frauenpreises, schauen wir uns einmal den maximal alle drei Jahre vergebenen Droste-Preis genauer an.

Die Kulturzerstörerin Judtith Butler

Bereits die zweite Droste-Preisträgerin Nelly Sachs gehört in den zionistischen Kreis hinein; ihrer Religion wegen sowie Ihres Werkes wegen, das „für ihre hervorragenden lyrischen und dramatischen Werke, die das Schicksal Israels mit ergreifender Stärke interpretieren“, mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. 1967 folgt Rose Ausländer, 1971 Hilde Domin, 1975 dann Eva Zeller und 1985 Marie-Thérèse Kerschbaumer, die sich beide für die Fiktionalisierung der Judenverfolgung einsetzten; dann 1988 die israelaffine Elisabeth Plessen; 2009 die dekonstruktivistisch denkende Marlene Streeruwitz, die stark unter dem Einfluss Adornos einzuordnen ist (ach ja, und in diesem Jahr die frühere Stasi-Mitarbeiterin Helga Novak) – soweit, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ein aktueller Anlass bestätigt die beschriebene Gemengelage „Dekonstruktion, Radikalfeminismus und Dekonstruktion unter dem Dach des Zionismus“, ja treibt sie noch auf die Spitze: Judith Butler erhält den Adorno-Preis!

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