Die Bedeutung des Geschichtsbilds für unsere Überlebenschancen

Von Sternbald

In seinem Essay „Dealing with the Holocaust“ vertritt Greg Johnson die Position, dass Geschichtsrevisionismus, insbesondere im Hinblick auf den so genannten „Holocaust“, für die Verbesserung der Überlebenschancen der Weißen als Gruppe in Amerika nicht unumgänglich sei. Er stellt sich zwar nicht prinzipiell gegen eine Aufarbeitung und Richtigstellung möglicherweise falscher bzw. verleumderischer Geschichtsschreibung in diesem Feld, ist aber der Ansicht, dass eine solche Aufarbeitung in einem System der „politischen Korrektheit“ in der Regel nur vermeidbare Unannehmlichkeiten mit sich bringt. Ihm zufolge ist Geschichtsrevisionismus keine notwendige Voraussetzung, da auch der so genannte Holocaust keine Rechtfertigung für den Genozid an den Weißen sein kann.

Im Folgenden möchte ich darlegen, warum ich prinzipiell anderer Meinung bin (natürlich habe ich dabei den Blick auf Deutschland gerichtet und nicht auf Amerika), wobei ich den so genannten „Holocaust“, den ich nie in Frage stellen würde, ausklammern möchte und meine Ausführungen daher nur allgemeiner Natur sind. (Der „Holocaust“ ist ein besonderer Fall: Es handelt sich um eine derart eindeutige Wahrheit, dass der Gesetzgeber in Deutschland entschieden hat – § 130 Stgb. –, dass auch nur der leiseste Zweifel an ihr strafwürdig ist.)

Wie wir heutzutage glücklicherweise wissen, gibt es nichts Schlimmeres als Vorurteile (auch so genannte „Phobien“ oder „Rassismus“). Auch wenn der Koran zu Gewalt gegen „Ungläubige“ aufruft und Afrika in einem Strudel der Gewalt ertrinkt, und auch wenn Mohamedaner und Afrikaner sich statistisch bei Gewalttaten in Deutschland besonders hervortun, wäre es absolut falsch, einem Mitglied dieser Gruppe von vornherein mit Misstrauen und Ablehnung zu begegnen. Auch wenn wir wissen, dass Ali und Hasan wegen Diebstahl, Einbruch, Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung bereits mehrfach vorbestraft sind, heißt das eben nicht, dass wir etwas dagegen haben sollten, wenn ihr vierzehnjähriger Bruder Achmed gerne unsere dreizehnjährige Tochter näher kennenlernen will.

Adolf Hitler: Es heißt, er habe den Ruf der Deutschen ruiniert

Die Mehrheit von uns Deutschen – wir sind ja schließlich weltoffene aufgeklärte Menschen und haben aus unserer Vergangenheit gelernt – weiß dies zum Glück, aber leider sind gefühlte 99 % der restlichen Menschheit noch nicht so weit gekommen. Immer werden von ihnen Menschen und eben auch Völker nach dem beurteilt, was man so von ihnen weiß bzw. zu hören bekommt. Doña Teresa de Santos, die zur mexikanischen Oberschicht gehört, möchte unbegreiflicherweise nicht, dass ihre Töchter junge Männer mit Tätowierungen und Narben im Gesicht zum Kaffee mitbringen, und die Familie von Ilhan, der wegen einer zu hohen Rechnung den Gemüseverkäufer umgebracht hat, wird in seinem anatolischen Dorf von Allen gemieden. Leider gibt es für ihn auch keinen Zugang zum Golfclub, und die Bank gewährt nur Kredit zu erhöhten Zinsen, wenn bereits einige Tausend Euro auf dem Konto sind.

Weil gefühlte 99 % der Menschheit derart zurückgeblieben und voreingenommen sind, haben sich die Führer der Weltgemeinschaft auch dafür entschieden, gegen die wirklich abscheulichen Geschichten über das kleine und wehrlose Volk der Juden vorzugehen, die seltsamerweise seit Jahrhunderten im Umlauf sind.

Wie schön, dass weltoffene und aufgeklärte Menschen – voller Stolz kann ich darauf verweisen, dass dies insbesondere für uns Deutsche gilt – sich dazu entschlossen haben, die Juden vor ungerechtfertigten Anfeindungen in Schutz zu nehmen: Das Problem wurde dadurch gelöst, dass man heutzutage nur positiv über sie reden darf (was zur Folge hat, dass die meisten Menschen das Wort „Jude“ in der Öffentlichkeit lieber gar nicht in den Mund nehmen).

Auch die Moderne kennt die Sippenhaft: Wir alle sind Adolf Hitler

Seltsamerweise haben die Führer der Weltgemeinschaft noch nicht entdeckt, dass auch wir Deutschen dieses Schutzes bedürfen, da leider seit etwa einhundert Jahren viele hässliche Geschichten gegen uns im Umlauf sind. Vom „Volk der Dichter und Denker“, das wir Jahrhunderte lang waren, sind wir in wenigen Jahren zum „Volk der Massenmörder“ geworden, und dieser Ruf verlässt uns nun nicht mehr. Selbst wenn sich Deutsche im Bereich des Massenmordes besonders hervorgetan hätten, wäre es gemäß der oben erörterten Einsichten alles andere als weltoffen, aufgeklärt und fortschrittlich, uns deswegen den Zugang zum Golfclub (den permanenten Sitz im Sicherheitsrat mit Vetorecht) zu verwehren (so ähnlich ist auch die Argumentation Greg Johnsons). Leider geschieht genau dies aber beständig: Mit dem Verweis auf unsere „geschichtliche Verantwortung“ müssen wir die unglaublichsten Demütigungen über uns ergehen lassen und gute Miene zum bösen Spiel machen (d.h. blechen, blechen und blechen, uns „freiwillig“ ausbluten und durch Drittweltzuwanderer ersetzen lassen). Dies ist deswegen besonders betrüblich, weil so manche in Umlauf gebrachte Geschichte einfach falsch ist, Rufmord der übelsten Sorte, so z.B. die Geschichte von den deutschen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg belgischen Kindern aus Sadismus die Hände abhackten oder auch das lange Zeit den Deutschen angelastete Massaker im polnischen Katyn, für welches glücklicherweise inzwischen von russischer Seite offiziell Verantwortung übernommen wurde.

Sollten wir vor diesem Hintergrund nicht alles dafür tun, alle ungerechtfertigten Anschuldigungen aufzuklären und zu entkräften (mit Ausnahme des „Holocaust“ natürlich, bei dem uns der Gesetzgeber ja von dieser Last befreit und mit guten Argumenten klargemacht hat, dass er „offenkundig“ ist)? Wird Ilhan nicht alles daran setzen, seine Unschuld zu beweisen, wenn er den Gemüsehändler nicht wirklich umgebracht hat, und wird der junge Mexikaner mit den Narben im Gesicht nicht alles dafür tun, der Mutter seiner Angebeteten zu erklären, dass diese Narben von einem tragischen Dreiradunfall herrühren und nicht von Messerstechereien?

Meine persönliche Meinung ist: ja, wir müssen. So wie man mit der Behauptung einer begangenen Straf- oder Schandtat in jedem Dorf der Welt einen Menschen sozial ächten und auch ausbeuten und misshandeln kann, so dienen auch die angeblich von uns begangenen Schandtaten dazu, uns zu demütigen, auszubeuten und letztendlich aus der Weltgeschichte zu verabschieden. So wie beim geächteten Ilhan, der nach dem sozialen Tod möglicherweise Selbstmord begeht, ist die kollektive Seele der Deutschen zutiefst verletzt, wir leiden an einem Trauma, welches zwar Viele abstreiten, das aber allzu offensichtlich ist, wenn man nur den Fernseher einschaltet, eine Zeitung öffnet oder versucht, sich mit einem Durchschnittsdeutschen über unsere „geschichtliche Verantwortung“ zu unterhalten.

Nachdem ich dargelegt habe, warum meiner Meinung nach die Richtigstellung („Revision“ d.h. „Geschichtsrevisionismus“) einer verleumderischen Geschichtsschreibung für uns Deutsche essentiell ist, möchte ich nun ausführen, wie eine solche Richtigstellung erfolgen muss, damit sie Wirkung entfaltet. Im ersten Teil des Essays hatten wir das Beispiel eines Menschen, der verleumdet und infolge sozial geächtet, in den Selbstmord getrieben wird. Stellen Sie sich nun den umgekehrten Fall vor. Nehmen wir an, Sie erfahren über eine Person, von der Sie bisher ein positives Bild hatten, dass er ein Zuhälter ist, der zudem durch eine unangemessen raue Behandlung einen zahlungsunwilligen Kunden ins Jenseits befördert hat. Was ist Ihre Reaktion? Wahrscheinlich sind Sie angeekelt, wollen mit diesem Menschen nichts mehr zu tun haben, fürchten sich vor ihm. Vielleicht würden Sie ihn auch bei der Polizei anzeigen, wenn Sie Beweise für seine Tat haben. Jetzt stellen Sie sich aber vor, dieser Mensch ist ihr Arbeitgeber: Sie haben eine für Ihre Verhältnisse gute Stelle und würden wahrscheinlich nichts anderes finden. Jetzt stellen Sie sich noch vor, Sie leben in Süditalien und die Polizei interessiert sich nicht die Bohne dafür, was Ihr Arbeitgeber verbrochen hat (und wird eher noch Sie ins Gefängnis bringen, wenn Sie sich darüber öffentlich auslassen). Welche Konsequenzen hat nun Ihr Wissen über Ihren Arbeitgeber, selbst wenn Sie es mit der ganzen Dorfgemeinschaft teilen? Wahrscheinlich gar keins bzw. sogar, dass Sie Ihrem Arbeitgeber eine besondere Form des „Respekts“ entgegenbringen.

Kriegsverbrechen wie der Bombenholocaust haben dem Ansehen der VSA prinzipiell nicht geschadet

Die Tatsache, dass nur noch wenige Menschen an die offizielle Version von „9/11“ glauben, sollte die Regierung der VSA eigentlich in große Verlegenheit bringen, aber dem ist offensichtlich nicht so. „9/11“ ist ja auch nicht der einzige Fall; neben Pearl Harbor oder dem Vorwand um 1898 den Krieg gegen Spanien zu beginnen (ein Panzerkreuzer wurde unrechtmäßig in den Hafen von La Habana gefahren und dort in die Luft gejagt, woran dann angeblich die Spanier schuld waren) gibt es eine schier endlose Serie an Lügen, Manipulationen und Schweinereien (z.B. die zahlreichen „Interventionen“ im „Hinterhof“, von Chile über Panamá bis Nicaragua; dann Afghanistan, Irak etc.). Jedem gebildeten Menschen mit ein wenig Neugierde bzw. Interesse sind die entsprechenden Informationen zugänglich, weltweit wissen Millionen von den jeweils einzelnen Fällen. Die VSA (bzw. ihre Regierung und wer hinter ihr steht) sollten also eigentlich vollkommen diskreditiert sein, es sollte Wogen der Empörung, Streiks im Inland, Boykotte im Ausland geben etc. Und was passiert? Eigentlich gar nichts.

Könnte die Reaktion auch anders sein? Könnten sich Wogen der Empörung, Boykotte etc. einstellen? Ja, natürlich, nämlich wenn Marietta Slomka und ihre Pendants in anderen Ländern in den Abendnachrichten verkünden, dass die Weltgemeinschaft angesichts der Enthüllung über besagte Schweinereien schockiert ist, wenn Gewerkschaftsführer, Bono und Bob Geldoof zu internationaler Solidarität aufrufen etc.

Woran liegt das? Offensichtlich handelt es sich, so zumindest meine Ansicht, um eine menschliche Konstante, um Menschlich-allzu-Menschliches. Ein literarischer Text, der Roman Fontamara des Italieners Ignazio Silone (zu dessen Lektüre ich durch diesen Text von Dikigoros angeregt wurde), veranschaulicht dies sehr schön.

Fontamara erzählt den Niedergang des gleichnamigen Dorfes zur Zeit des Faschismus. (Der Roman erhält seinen Wert neben der hervorragenden Komposition und dem bitterbösen Sarkasmus dadurch, dass der Fall Fontamara eigentlich sehr allgemein ist und sehr unideologisch geschildert wird; Silone selbst wies darauf hin (vgl. Dikigoros), dass die Kommunisten es nicht anders halten als die Faschisten, welche die politisch korrekten Interpreten des Romans natürlich einzig im Auge haben.)

Die ungebildeten und armen Bauern von Fontamara sind es seit Urzeiten gewohnt, von den jeweils Herrschenden ausgebeutet zu werden. Diese „Tradition“ erhält allerdings eine ganz neue Intensität und Bedeutung mit dem Aufstieg des „Unternehmers“ (so sein Name im Roman), der, von einer Bank mit Kapital versorgt, alles aufkauft und die Bauern, ebenso wie die bisherige „gute Gesellschaft“, mit dreisten Tricks übervorteilt. Das Ende des Dorfes wird folgendermaßen eingeleitet: Die Bauern bemerken erstaunt, dass Arbeiter dabei sind, den kleinen Bach umzuleiten, der ihre Felder dürftig mit Wasser versorgt. Dies wurde von dem „Unternehmer“, welcher neuerdings auch Bürgermeister ist, mit Hinweis auf das dadurch angeblich gemehrte Gemeinwohl veranlasst (und von den Steuern der Kommune bezahlt). Die Bauern protestieren, werden aber einfach mit fadenscheinigen Begründungen über neue Gesetze und Ähnliches abgespeist. Sie selbst empfinden sich aufgrund ihres Unwissens und ihrer Armut als hilflos und wenden sich an den Rechtsanwalt Circostanza, den „Verteidiger des Volkes“, der ihnen stets gerne „hilft“, weil sie sich bei niemandem darüber beschweren können, dass er ihnen im Grunde nur das Geld aus der Tasche zieht. Er verspricht ihnen einen „Kompromiss“ auszuhandeln, welcher dann folgendermaßen aussieht: ¾ des Wassers sollen den Bauern zugeteilt werden und die anderen ¾ (ja, genau: jeweils ¾) dem „Unternehmer“. Als sich herausstellt, dass letztendlich alles Wasser dem „Unternehmer“ zukommt, werden die Bauern von den Carabinieri daran gehindert, sich zu ihrem Recht zu verhelfen.

Das Unglaubliche, aber psychologisch meiner Meinung nach meisterhaft Dargestellte ist, dass die Bauern sich immer wieder an den Rechtsanwalt Circostanza wenden, obwohl dieser sie ja immer nur betrogen hat, was ihnen auch vollkommen bewusst ist. Sie fühlen sich jedoch hilflos und sehen ihn als ihren einzigen „Verbündeten“ an, da die anderen Mitglieder der „guten Gesellschaft“ mit ihnen nicht einmal sprechen. Im Verlauf des Romans werden sie von den herrschenden Faschisten als Staatfeinde eingestuft, wobei sie weder wissen, was Faschisten sind, noch vom Sozialismus eine Ahnung haben. Eine unglaublich groteske Szene ist die folgende: Während die meisten Männer auf den Feldern arbeiten, kommen zahlreiche Lastwagen mit aus dem Lumpenproletariat rekrutierten Schwarzhemden ins Dorf. Nachdem sie alles demoliert und einige Frauen vergewaltigt haben, nehmen sie eine Gesinnungsprüfung vor, während der dann auch die Feldarbeiter eintreffen. Die entscheidende Frage ist, wen die Bauern „hochleben“ lassen wollen. Die einzig richtige Antwort ist der Name des Führers, welcher aber keinem der Bauern überhaupt bekannt ist (und der auch im Roman nicht erwähnt wird; wie gesagt könnte man auch statt „Faschisten“ „Kommunisten“ oder „Finanzoligarchen“ einsetzen). Alle Bauern, egal ob sie die Jungfrau Maria, die Königin Margherita (von deren Tod sie noch gar nichts mitbekommen haben) oder „die Regierung“ hochleben lassen, werden als Staatsfeinde registriert.

Dieser Roman hat mich frappierend an unsere eigene Situation erinnert. Statt von einem „Unternehmer“ bekommen wir hanebüchen begründete Vorgaben aus Brüssel. Wir sind Staatsfeinde, weil wir Weiße und Deutsche sind. Wir fühlen uns schwach und hilflos und hoffen, dass irgendwann einmal ein Retter in einer der bestehenden Parteien auftaucht oder dass eine neue Partei gegründet wird, die uns dann rettet. Alle angeblichen „Retter“ verhalten sich aber eher wie der Rechtsanwalt Circostanza. Andere wiederum hoffen, dass „die Menschen irgendwann aufwachen“, aber, wie hier dargestellt, wissen doch die Meisten von genügend Lügen, Betrügereien und Schweinereien und leben doch einfach ihr Alltagsleben fort.

Wenn wir uns erfolgreich zur Wehr setzen wollen, dann brauchen wir alles, was dazugehört: Unternehmer, Anwälte, Journalisten, Soldaten.

In Silones Roman deutet sich ein Hoffnungsschimmer an: Eine Gestalt, „zwischen Arbeiter und Student“ nimmt mit den Bauern Kontakt auf, versorgt sie mit einer Presse und regt sie dazu an, ihre eigene Zeitung zu drucken. Auf naive Weise schreiben sie in diese Zeitung, wie sie betrogen und zerstört werde: vom „Unternehmer“, vom Rechtsanwalt, vom Richter etc. Diese einfache Anklage in einer Zeitung zu lesen, hat einen unglaublichen Effekt. Die Mächtigen fühlen sich bedroht und lassen das Dorf überfallen; viele Bewohner sterben, aber einige, darunter der Erzähler, können sich retten. So endet der Roman.

Um zum Ausgangsthema dieses Essays zurückzukommen: Die Wahrheit, „wie es ist“ und „wie es gewesen ist“, ist sehr wichtig. Die Geschichte unserer Leiden, unserer Unterdrückung und Auslöschung ist wichtig. Mit dem Internet haben wir bereits ein wertvolles Medium, aber den Sieg werden wir erst erringen, wenn das, was wir hier schreiben, von Marietta Slomka verkündet wird, und dafür brauchen wir Unternehmer, Anwälte, Journalisten, Soldaten.

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