Der doppelte Maßstab der Linken

Von Sarah Maid of Albion, übersetzt von Deep Roots. Das Original The double standard of the left erschien am 18. April 2011 in Sarah’s Albion Blog.

Die BBC ist endlich zuzugeben gezwungen worden, daß der Gruß mit der geballten Faust, den der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik am Anfang jedes Tages seines Gerichtsverfahrens gemacht hat, kein „rechtsextremer Gruß“ ist, wie die Medien bisher behauptet haben, sondern in Wirklichkeit einer ist, der häufiger von Linksextremisten bevorzugt wird. Eine Geste, die am kultigsten war, als sie von Nelson und Winnie Mandela an dem Tag vor den Medien der Welt gemacht wurde, an dem Nelson 1990 aus dem Gefängnis entlassen wurde, oder von schwarzen Sportlern als Zeichen der „black power“ bei der Olympiade von 1968 in Mexico City.

Ich kann mir nur vorstellen, daß die BBC von jenen soweit beschämt wurde, daß sie das zugab, die darauf hingewiesen haben, wie irreführend frühere Berichte über den Gruß gewesen waren.

Unterstützer des ANC machen, was Nachrichtensprecher Jon Snow von Channel 4 News „einen Gruß an die extreme Rechte“ nannte

Ein besonders schändliches Beispiel der Versuche des Vortages zur Irreführung der Öffentlichkeit war das von Channel Four News’ pensioniertem Studioredakteur Jon Snow, der lange genug auf der Welt ist und genug zwielichtige linke Anliegen unterstützt hat, um ganz genau zu wissen, daß Breiviks Geste nicht der „Gruß an die extreme Rechte“ ist, als den er sie am Montagabend zu beschreiben beliebte.

Es blieb einem anderen Jon überlassen, diesmal Jon Kelly von der BBC, die Natur und Geschichte des Grußes mit der geballten Faust klarzustellen, seine stark sozialistische Ursprünge und seine Symbolik in jenen Anliegen, für die die Linken sich durch die Jahre eingesetzt haben.

Natürlich versucht der gehorsame Mr. Kelly in seinem Artikel, seine geschätzten Anliegen von den Taten von Anders Breivik zu distanzieren, indem er sagt, daß der Gruß mit der geballten Faust „eine lange Geschichte als Symbol des Trotzes und der Solidarität hat, das üblicherweise sowohl mit linker Politik als auch mit dem Kampf unterdrückter Gruppen assoziiert wird – von denen die meisten weit entfernt sind von der Politik, die von Breivik zum Ausdruck gebracht wird.“

Im Gegenteil, Mr. Kelly, im Gegenteil; in Wirklichkeit hat die Politik von Anders Breivik sehr starke Parallelen zum Kampf unterdrückter Gruppen, für die die Linke sich selektiv eingesetzt hat. Jedoch weigern sich die linken Medien, das zuzugeben, so wie sie sich immer geweigert haben, die „falschen Opfer“ anzuerkennen wie die Kulaken in der Sowjetunion in den 1930ern, die Opfer der Roten Khmer in den 1970ern oder die koptischen Christen und die Farmer der Afrikaaner von heute. Sie werden es nicht zugeben, denn die Linke steht wieder einmal auf der Seite der Unterdrücker, und Anders Behring Breivik gehört zu einer Gruppe, die sie, die Linke, unterdrückt haben will.

Es gibt in Wirklichkeit nichts sehr einzigartiges an Breiviks Verbrechen; wir sehen nur einen Kontrast in der Einstellung der Linken.

Die Geschichte ist voller solcher Ereignisse. Am 22. Juli 1946 (auf den Tag genau 65 Jahre bevor Breivik seinen Terrorakt beging) wurde ein Bombenanschlag gegen das King David Hotel in Jerusalem verübt, wobei 91 Menschen getötet und weitere 46 verletzt wurden; dies war ein Terrorakt der zionistischen Gruppe Irgun gegen die britischen Streitkräfte, die damals das Kommando über Palästina hatten, und es war einer der Hauptfaktoren, die zwei Jahre später zur Gründung des Staates Israel führten. Der Führer der Irgun zu der Zeit und der Hauptbeteiligte an der Planung dieser Greueltat war Menachem Begin, der später der sechste Premierminister Israels wurde, und 1979 erhielt er den Friedensnobelpreis.

Am 26 März 1953 griff im damaligen kolonialen Kenia eine Gruppe Mau-Mau-Terroristen (oder Freiheitskämpfer, abhängig von Ihrer Perspektive) das friedliche Dorf Lari im kenianischen Hochland an und hackte den pro-britischen Häuptling Luka und 97 Loyalisten der Kikuyu, großteils Frauen und Kinder, zu Tode.

Statue des Terroristen im Ruhestand Yomo Kenyatta

Obowohl die Mau-Mau formal besiegt wurden, war das Blutvergießen in Kenia einer der Hauptfaktoren, die zum Ende des britischen Empire und zur kenianischen Unabhängigkeit führten. Der Mau-Mau-Führer Yomo Kenyatta wurde zum ersten Premierminister des unabhängigen Kenia gemacht, und das Land änderte ihm zu Ehren sogar die Aussprache seines Namens. Kenyatta wurde später einer von Afrikas international am meisten gefeierten Führer, wie es bei afrikanischen Freiheitskämpfern im Ruhestand üblich ist, fabelhaft reich über alle Träume der Habgier hinaus.

Church Street, Pretoria 1983

Drei Jahrzehnte später fand am 20. Mai 1983 der Bombenanschlag in der Church Street in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria statt; obwohl dabei nur 19 Menschen getötet wurden, wurden 217 verletzt, von denen viele für den Rest ihres Lebens schrecklich verstümmelt blieben. Die South African Truth and Reconciliation Commission identifizierte zwei der Helden des Kampfes gegen die Apartheid, Oliver Tambo und Joe Slovo, als Hauptverantwortliche für den Bombenanschlag; jedoch gibt Nelson Mandela, der, obwohl er im Gefängnis saß, das Oberhaupt des African National Congress (ANC) blieb, in seiner Autobiographie „The long walk to Freedom“ offen zu, daß er im voraus von dem geplanten Bombenanschlag wußte und „ihn genehmigte“.

Die Namen von Tambo und Slovo werden von der Linken mit der Ehrerbietung ausgesprochen, die sie sozialistischen Helden vorbehalten, die gegen Unterdrückung kämpften, wohingegen der pensionierte südafrikanische Präsident Mandela eine der meistgefeierten Gestalten des Planeten ist, ein global anerkannter Heiliger, gottähnliche Medienikone und ein weiterer Empfänger des Friedensnobelkinkerlitzchens. Während Mandela, bescheiden nach dem Maßstab pensionierter afrikanischer Führer, mit einem konservativ geschätzten Nettovermögen von 15 Millionen Dollar zurechtkommen muß.

Der seliggesprochene Nelson Mandela mit seiner gleichermaßen blutbefleckten Ehefrau

Viele werden bei diesen Vergleichen zurückschrecken, besonders mit dem seliggesprochenen Mandela.

Kaltblütiger Mord ist jedoch immer noch kaltblütiger Mord, egal welche Politik dahintersteht.

Die Linke mag ihre Liebe zu Israel verloren haben, aber solche wie Mandela, die Mau Mau, Castro und Che Guevara, alles Serien-Massenmörder, werden von der Linken gelobt und gefeiert, weil sie als Kämpfer „für ihr Volk“ gegen Regimes gesehen werden, die in den Augen der Linken „ihr Volk“ unterdrückten.

Das ist natürlich genau das, wie Breivik seine eigenen Taten sieht; eigentlich geht Breivik weiter, er betrachtet nicht nur die norwegische Regierung als Unterdrücker seines Volkes, er glaubt, daß die Regierung einen vorsätzlichen Akt des Genozids an seinem Volk begeht.

Hätte Breivik sein Verbrechen auf einem anderen Kontinent begangen, oder wäre seine Hautfarbe von anderer Schattierung gewesen – zweifelt irgendjemand daran, daß die Linken seine Taten bereits entschuldigen und manche ihn bereits einen Helden nennen würden?

Zufällig teile ich jedoch Breiviks Einschätzung der norwegischen Regierung, obwohl ich nicht glaube, daß sie die schlimmste ist; die schwedische, französische, amerikanische und, wie ich fürchte, die britische Regierung sind alle schon viel weiter bei der Enterbung und Ausrottung ihres eigenen Volkes, als es die Norweger sind.

Breivik ist jedoch ein Norweger, und er hat recht, wenn ihm zuerst an Norwegen liegt; er hat auch recht, wenn er behauptet, daß die meisten westlichen Regierungen des Genozids an ihren eigenen Völkern schuldig sind und er hat den Multikulturalismus zu Recht als das Mittel zu diesem Genozid identifiziert.

Worin er sich jedoch schrecklich, schrecklich irrt, ist der Glaube, daß kaltblütiger vorsätzlicher Mord, besonders an Kindern, die Lösung ist oder eine Tat, die jemals gerechtfertigt sein kann. Nur in der Vorstellung der Linken kann ein Massaker, wie er es begangen hat, jemals verziehen werden.

In gleicher Weise, wie ich den Bombenanschlag gegen das King David Hotel verurteile, das blutige Gemetzel im Dorf Lari und das böse Blutbad in der Church Street in Pretoria, verurteile und verwerfe ich mit demselben Nachdruck die monströsen Taten, die von Anders Behring Breivik am 22. Juli 2011 begangen wurden.

Die Linke jedoch ist viel weniger eindeutig in ihrer Verurteilung von Massenmord. Sie verurteilen Breivik zu Recht für seine blutige und abscheuliche Tat. Und doch schätzen und loben sie gleichermaßen blutige und abscheuliche Taten, wenn sie gegen ihre Feinde und von ihren Freunden begangen werden. Ihre Scheinheiligkeit und Unehrlichkeit wären verblüffend, wenn wir nicht so daran gewöhnt wären.

In seinem Gruß mit der geballten Faust übernahm das norwegische Monster die Geste der Linken, in derselben Weise, wie seine entsetzliche Tat die Methoden der Linken übernahm. Bei seinem schrecklichen Verbrechen hat er eine Lösung und ein Mittel gewählt, das historisch von der Linken gefeiert worden ist.

Anders Behring Breivik mag gesehen haben, was wir sehen; er mag um sein Heimatland geweint haben, wie wir es tun, und er mag dieselbe Ursache und dieselben schuldigen Menschen identifiziert haben wie wir. Aber als er sich an sein böses Werk machte, wurde er zu ihrer Kreatur, eine Kreatur der Linken. Die Linke mag ihn nicht wollen, aber als er sich für ihren Weg entschied, wurde er einer der Ihren, er ist keiner der Unseren.

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 Siehe auch:

Warum wir nach Oslo nicht einknicken und rumheulen… von Kairos
Eine (Verschwörungs-) Theorie von Kairos
Überlegungen zur Tat von Utøya von Schattenkoenig
Unterschiedliche Regeln von Baron Bodissey
Anders Behring Breivik, der neokonservative Rambo von Greg Johnson
Ist die weiße Rasse unterlegen? von Kevin Alfred Strom, worin der Autor folgendes über Sankt Nelson und seine Winnie zu berichten weiß:
Eine der Haupttechniken, die vom kommunistischen ANC zur Disziplinierung widerspenstiger Schwarzer eingesetzt wird, heißt „Halskrause“. Falls Sie nicht wissen, was das ist, werde ich es Ihnen beschreiben. Üblicherweise werden dem Opfer die Sehnen in Armen und Beinen durchschnitten, sodaß es nicht fliehen oder seine „Halskrause” entfernen kann. Die Halskrause ist ein alter Autoreifen, der mit Benzin getränkt, dem Opfer über den Kopf gelegt und angezündet wird. Jeder, der das Pech hatte, einen Reifenbrand zu erleben, weiß, daß Reifen langsam brennen und fast unmöglich zu löschen sind. Der brennende Gummi kocht und blubbert sich langsam in die Haut des Opfers. Egal wie sehr das Opfer sich wälzt oder windet, nichts löscht das Feuer aus, von dem es buchstäblich verzehrt wird. Es wird einen langsamen und extrem schmerzvollen Tod erleiden. Multiplizieren Sie dieses Bild im Geiste mit mehreren Zehntausend, und sie haben ein realistisches Bild davon, was für ein großartiger Freund der Schwarzen Nelson Mandela wirklich ist. Die Opfer der Halskrause waren fast alles Schwarze, die gegen den kommunistischen ANC waren. Nelson Mandelas Frau Winnie sprach für den ANC, als sie sagte: „Mit unseren Streichhölzern und unseren Halskrausen werden wir dieses Land befreien.“ All diese Tatsachen über Nelson Mandela und den ANC sind öffentlich dokumentiert. Sie alle könnten von jedem gefunden werden, der es selbst herausfinden möchte. Aber die meisten weißen Amerikaner glauben, was man ihnen sagt. Die Herren der Medien in New York und Hollywood müssen über unsere Gutgläubigkeit lachen, über unseren Glauben an ihr Bild von Nelson Mandela, das im völligen Widerspruch zu den Tatsachen steht. „Wir können die amerikanischen Schweine alles glauben lassen,“ müssen sie brüllen.
Kill the Blue-Eyed Babies von Baron Bodissey auf „Gates of Vienna“

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