Political Correctness im Erziehungswesen

von Kairos

Dies ist der zweite Teil der “Bildungsmisere Deutschland”. Er beschäftigt sich mit dem deutschen Schulwesen, der ihm innewohnenden Politischen Korrektheit und seiner Veränderung durch die Massenimmigration. 

Das bundesdeutsche Erziehungswesen

Kindererziehung ist nach dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland die Pflicht und das Recht der Eltern, der Staat greift nur ein, wenn akute Kindswohlgefährdung vorliegt.

In der Praxis werden die Kinder in KiTa, Kindergarten, Vorschule, Schule und Universität  jedoch nicht mehr erzogen und vor allem gebildet, sondern postmodern und politisch korrekt indoktriniert.

Es beginnt damit, dass den Kleinsten nicht mehr zugetraut wird, mit Fiktionen umzugehen. Grimms Märchen, welche Generationen von Kindern beim Aufwachsen begleitet haben und die Funktion haben, das moralische Empfinden der Kinder durch eine Überzeichnung von Gut und Böse zu schulen, gelten mittlerweile als „zu grausam.“ Die „Flimmo“, eine Zeitschrift, die sich damit auseinandersetzt, welche Filme und Serien sich Kinder welchen Alters anschauen können, setzt jede Geschichte, in welcher die Helden ihre Ziele mit Gewalt verteidigen, auf den „Index“, während moralisch hochgradig fragwürdige Sitcoms wie „Two and a half man“, in denen es vorrangig um Gelegenheitssex und Alkoholkonsum geht und die Hauptdarsteller sich gegenseitig wie den letzten Dreck behandeln, als unbedenklich gelten (sie schießen ja nicht aufeinander!). Selbst Kinderlieder fallen der politisch korrekten Zensur zum Opfer, so darf die Katze im Kinderbuch „Meine ersten Lieder“ es noch ablehnen, mit Igel, Hund und anderem Getier („ist mir viel zu stachelig“) zu tanzen („und die Katze tanzt allein“), bis schließlich der rettende Kater kommt – auf der beiliegenden CD jedoch flüstern die von der Katze abgelehnten Tiere ihr „was ins Ohr“, und die Katze tanzt mit ihnen. Die Botschaft: Bloß niemanden ausgrenzen!

Noch erschreckender sind EU-geförderte Projekte wie „unsa haus“,  (es lohnt sich, dieses schlecht gezeichnete und unmoralische Machwerk herunterzuladen und wenn es nur als Beweis dient, wofür die EU unsere Steuergelder verwendet), in denen alles normal ist, nur die normale Familie nicht.

Erziehungspersonen müssen sich heutzutage auf staatliche Weisung hin Gedanken machen, wie sie die „interkulturelle Kompetenz“ von Kleinkindern zu fördern gedenken.

In der Grundschule geht die „hierarchiefreie“ Erziehung dadurch weiter, dass man die ersten Jahre nicht auf korrekte Rechtschreibung achtet („Schreiben nach Hören“) und sich im dritten und vierten Jahr wundert, dass man die entstandenen Defizite nicht mehr aufholt. In der Sekundarstufe bekommmen wir es dann mit Kindern zu tun, die auch mit viel pädagogischer Mühe nicht mehr die Rechtschreibregeln lernen. Jeder weiß, dass es unglaublich schwer ist umzulernen, wenn man eine Sache erstmal auf eine bestimmte Art eingeübt hat.

Damit auf anderem Gebiet nicht auch noch Defizite entstehen, drückt man mittlerweile Drittklässlern Kondome in die Hand! Ein Vorgehen, das bei dreizehn- bis vierzehnjährigen Schülern an der Schwelle zur Pubertät sinnvoll ist, kann in dieser Form nur als Frühsexualisierung bezeichnet werden.

Dass in unserem Land (und in der Schweiz) auch Kindesmissbrauch der Allerjüngsten nicht nur staatlich gebilligt, sondern sogar gefördert wird, kann man auch nicht oft genug erwähnen.

Und doch sperrt man christliche Eltern, welche Sexualaufklärung in der Grundschule zu früh finden, hinter Gitter. In der BRD!

Beinahe unnötig zu sagen, dass zwar mit aller Härte gegen die Sonderwünsche der einen Religionsgemeinschaft vorgegangen wird, eine bestimmte andere Religionsgemeinschaft aber ungestraft Mädchen vom Schwimmunterricht abmelden und nicht auf Klassenfahrten mitfahren lassen darf.

Die politische Korrektheit geht soweit, dass wir die muslimischen Feiertage anerkennen. Aber statt allen Kindern freizugeben, wie an christlichen Feiertagen, müssen die Nichtmuslime an diesen Tagen in die Schule kommen. Dass in Kindergärten und Schulcafeterien nirgends Schweinefleisch verwendet wird, ist ein ebensolches Zugeständnis.

Alle Programme zur Lösung von Integrations- und Unterschichtproblemen, inklusive der  Vorschläge zur Schülerförderung von Herrn Sarrazin und Frau Heisig, behandeln nur die Symptome, nicht aber die Ursachen der Misere.

Warum fordert man ein möglichst geringes Einstiegsalter der Kinder für die Fremdbetreuung in Kitas, warum fordert man, die Ganztagsschule flächendeckend einzuführen? Damit die Kinder aus sozial schwachen Familien möglichst früh andere Vorbilder als die Eltern vorgesetzt bekommen und möglichst wenig Zeit mit ihnen verbringen. Die genannten Eltern sind nämlich als schädlicher Einfluss für die Kinder zu bewerten.

Die Politische Korrektheit beweist hier ihre mangelnde Differenzierungsfähigkeit: Alle werden in einen Topf geworfen. Macht einer einen Fehler, dann müssen alle dafür büßen, denn man orientiert sich immer am unteren Rand. Das gilt auch für den Schulstoff: Wenn einige Kinder nicht mitkommen, dann müssen wir sie „abholen, wo sie stehen“, das bedeutet im Klartext: Wir senken das Niveau für alle ab, damit die weniger begabten Kinder auch noch durchkommen.

Auf diese Weise ist das Niveau der Sekundarstufe und der zugehörigen Abschlüsse in den letzten dreißig Jahren so weit abgesunken, dass man von einer organisierten Verdummung sprechen kann. PISA ist nur die Spitze des Eisbergs.

Wenn Kinder im Unterricht zusammenbrechen, weil sie kein Frühstück bekommen haben, nur ein Paar Schuhe für den Alltag und den Sportunterricht mitbringen, kaum ein Wort sprechen – dann reagieren wir, indem wir ein kostenloses Frühstück für alle Kinder in der Schule fordern, schwarze Streifen auf dem Turnhallenboden hinnehmen und die Stundenanzahl für die Sprachförderung erhöhen.

Es fällt uns gar nicht mehr ein, die Eltern zur Verantwortung zu ziehen! Wir haben als Schulsystem völlig vor der Gleichgültigkeit mancher Elternhäuser kapituliert. Das gleiche gilt für Sozial- und Jugendämter. Erscheinen die Menschen zu einer Maßnahme nicht, dann müssen wir eben zu ihnen in die Wohnung kommen (und so fort).

Auch vor dem Verhalten der Schüler haben wir kapituliert. Bestrafung ist verpönt. Die Schüler sollen selbst einsehen, dass sie etwas falsch gemacht haben. Aber wie kann jemand, der nie bestraft wird, einsehen, dass er Fehler macht?

Unsere Intensivtäter haben, wenn sie strafmündig werden, oft schon kriminelle Karrieren hinter sich. Wenn dann endlich ein Staatsanwalt Tacheles mit ihnen redet, dann werden sie aggressiv – denn sie sind nur die weichgespülte Art ihrer Lehrer und Sozialarbeiter gewohnt. Selbst Polizisten werden ja nur noch zum „Deeskalieren“ verwendet.

Man erreicht diese Kinder nur, wenn man sie ernstnimmt. Man muss sich ein Stück weit in ihre Welt hinein begeben, ohne ein Teil davon werden zu wollen. Man muss verstehen, wie sie ihr Ghetto und die Mehrheitsgesellschaft wahrnehmen, was ihre Eltern ihnen für Parolen vorsagen und welche Indoktrination einige von ihnen in muslimischen Gebetsstätten erleiden.

Um von ihnen respektiert zu werden, darf man ihr antisoziales Verhalten nicht dulden. Dann gilt man als „Opfer“, das sich nicht durchsetzen kann. Auf der anderen Seite fühlen sie sich schnell ungerecht behandelt und werden sehr, sehr aggressiv, wenn man ihnen Grenzen aufzeigt. Das muss man aushalten und das kann man, wenn man weiß, dass sie Grenzen nirgends sonst erfahren und dass sie im Grunde darum betteln, diese Grenzen aufgezeigt zu bekommen.

Autorität ist ja zusammen mit Disziplin und Leistung zum Unwort geworden. Autorität kann aber auch positiv ausgeübt werden. Zudem lernen Kinder nur von Autoritätspersonen. Intrinsische Motivation (für sich selbst lernen) löst erst sehr spät die extrinsische (für den Lehrer lernen) ab, bei manchem Schüler wartet man die ganze Schullaufbahn vergebens darauf.

Sich von den Kindern duzen zu lassen, wie das insbesondere Grundschullehrer und Nachhilfekräfte zunehmend tun, ist mit einem Autoritätsverlust verbunden. Ebenso der Wunsch vieler Lehrer und insbesondere Lehrerinnen, von den Kindern gemocht zu werden. Gerade kinderlose Frauen sehen in ihren Schülern oft so etwas wie „Ersatzkinder.“ Diese Vermischung von zwei unterschiedlichen Rollen ist äußerst gefährlich,

Im Endeffekt aber bringen diejenigen, die Strenge und Durchsetzungsfähigkeit mit Gerechtigkeit kombinieren können – und nicht diejenigen, die sich auf der Nase herumtanzen lassen – den Kindern etwas bei, auch etwas, das über den Lehrstoff hinausgeht. Wer dagegen auf das Stellen von Aufgaben teilweise oder gar ganz verzichtet, tut nur sich, nicht aber seinen Schülern, einen Gefallen. Er mag beliebt sein, aber er wird nicht geachtet.

Dabei ist politische Korrektheit nur in Ausnahmefällen eine Anweisung von oben. Die Lehrpläne und der Lehrkörper selbst haben diese Lehre schon soweit aufgesogen, dass ein Ausbruch auch dann schwierig ist, wenn man den Willen dazu hat.

Wenn „stolze Türken“ auf den Schulfluren herumlaufen und „deutsche Nutten“ und „Schweinefleischfresser“ bedrohen, dem Lehrer aber gesagt wird, das seien alles deutsche Kinder, sie seien schließlich alle hier geboren, dann wird sein Verhalten in die falsche Richtung gesteuert. Denn es kann tatsächlich ein großer Unterschied bestehen in der Sanktionierung von schulschädigendem Verhalten eines deutschen und eines türkischen Kindes.

Hier gilt als Leitsatz der PC: Weil es Ausnahmen gibt, existiert keine Regel!

Sicherlich gibt es Migranten, die sich vorbildlich integrieren, die sich für die Bildung ihrer Kinder interessieren, usf. Aber das widerspricht ja nicht der Tatsache, dass es eben auch viele bildungs- und integrationsunwillige Migranten gibt. Als man als Antwort auf Sarrazins Thesen Vorzeigemuslime durch die Talkshowstudios schleuste, war man sich anscheinend nicht bewusst, dass nicht diese Menschen es waren, die von Sarrazin kritisiert wurden. Man machte Sarrazin den Vorwurf, er führe eine „Sippenhaft“ ein, indem er Migranten pauschal verurteile. Das tut er allerdings auf keiner einzigen der 464 Seiten seines Buches. Im Gegenteil, mangelnde Differenzierungsfähigkeit beweisen doch die Leute, die sich ebenfalls angegriffen fühlen, weil sie die gleiche Nationalität oder Religion haben wie diejenigen, die tatsächlich angegriffen werden.

Wenn jemand die wirklich katastrophalen Zustände anprangert, die sich in unseren türkisch-arabisch dominierten Problemvierteln und -schulen zunehmend verdichten, dann hält der kleine Teil integrierter Migranten aus der Türkei und Nahost oder der Zentralrat der Juden oder die vietnamesische Gemeinde oder die Vertreter der Grünen ihm vor, er könne nicht differenzieren, beleidige alle Ausländer und stehe außerhalb des demokratischen Konsenses.

Viele von den Schülern mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund wollen sich gar nicht mit ihren eigenen Problemen auseinandersetzen. Alles, was ihre Nation oder Religion beleidigen könnte, blenden sie entweder aus oder nehmen es zum Anlass, sich noch asozialer zu verhalten als gewöhnlich. Da kommt ihnen das „Nazi, Nazi“- Geschreie von Politik und Medien gerade recht. Bloß nicht nachdenken! Alle Deutschen sind schlecht!

Fatal ist, dass nicht Sarrazin, sondern die politische Korrektheit „alle in einen Topf“ wirft und dafür sorgt, dass wir uns den integrationswilligen Migranten gegenüber unfair verhalten. Denn Sonderrechte fordern ja eben nicht die „Moderaten“, die im Geschrei der mehr oder minder Radikalen völlig untergehen. Säkular lebende Muslime sind von einer Schariagesellschaft ebenso bedroht wie Europäer. Hart arbeitende Türken leiden ebenso unter den hohen Sozialabgaben wie hart arbeitende Deutsche. Und Migranten aus anderen Regionen als dem türkisch-arabischen Raum müssen nicht nur den schlechten Ruf ausbaden, den Ausländer aufgrund des Verhaltens von Türken und Arabern in Teilen Deutschlands haben, sondern werden aufgrund der Unfähigkeit zu differenzieren, von den Hütern der politischen Korrektheit für die „Migrationsprobleme“ mitverantwortlich gemacht.

Heisig verweist in ihrem Buch auf gebildete Migranten aus dem Westteil der Türkei, die ihr gegenüber ihr Unverständnis darüber geäußert haben, dass der deutsche Staat so lax mit ihren ungebildeten ostanatolischen Landsleuten umgeht.

Ich muss an dieser Stelle trotzdem einschieben, was ich im „Größten Verbrechen aller Zeiten“ gesagt habe, nämlich, dass Integration nicht die Lösung, sondern das Problem ist und dass noch so gebildete und friedliche Migranten immer noch keine Deutschen sind.

Interkulturelle Probleme würden auch entstehen, wenn es 8 Millionen Chinesen in Deutschland gäbe. Im Grunde könnten wir dankbar dafür sein, dass die penetranten Türken und Araber uns die Schattenseiten von Multikulti so unübersehbar vor Augen führen – wenn nicht so viele unserer Landsleute so völlig blind demgegenüber wären.

Im Gefolge der politisch korrekten Rücksicht auf „kulturelle Besonderheiten“ wird sogar der bei muslimischen Migranten viral wuchernde Antisemitismus wie eine Bagatelle behandelt.

Hätten wir an einer beliebigen Schule eine vergleichbare Zahl deutscher Schüler, die sich wie viele muslimischen Schüler äußern und verhalten würden, die Medien würden nicht aufhöre,n über die „Nazischule“ zu berichten. Politiker würden sich „betroffen“ zeigen, Gelder für Antirassismusprogramme und zusätzliche Sozialarbeiter bereitstellen.

Warum messen wir mit zweierlei Maß? Warum hören die Kollegen weg, wenn arabische Schüler über das Töten und Vergasen von Juden reden, kriegen aber einen Schreikrampf, wenn ein deutsches Kind auch nur einen schwarz-rot-goldenen Sticker am Rucksack hat?

Es lassen sich antisemitische, rassistische und extremnationalistische Tendenzen bei vielen türkischen und arabischen Schülern beobachten. Auch die Presse thematisiert das immer mal wieder.

Ich frage mich allerdings, wo die Horden von Sozialarbeitern, historischen Sozialwissenschaftlern und sozialistischen Historikern bleiben, die in solchen Fällen normalerweise wie aus dem Nichts auftauchen. Wo bleibt die Boulevardpresse, die doch eigentlich jeden, der auch nur in Verdacht steht, er könne sich eventuell in irgendeinem Zusammenhang irgendwie nicht völlig negativ über einen beliebigen Aspekt des Naziregimes geäußert haben, an die Wand stellt und eine Kamera draufhält?

Wenn im Juni 2010, nach den „Free Gaza“-Vorfällen, in Berlin 1500 Neonazis von NPD und DVU gegen Israel protestiert hätten, würden unsere Gutmenschen sich freuen, dass „nur noch“ 1500 demonstrieren, statt wie im Vorjahr fast 10.000?

Wenn unsere Gutmenschen nicht von Türken, sondern von glatzköpfigen Bomberjackenträgern offen gesagt bekämen, sie würden den nächsten Juden, den sie sähen, umbringen – wie sähe wohl ihre Reaktion darauf aus? Würden sie feige weggehen und wegsehen, sich nicht mit dem Thema auseinandersetzen wollen?

Ich denke nicht. Ich denke, sie würden alle Hebel in Bewegung setzen, um dem faschistischen Treiben Einhalt zu gebieten. Ohne Zeitverzögerung gäbe es mindestens 200.000 Gegendemonstranten in Berlin, die sich nebenbei noch ein wenig mit den „faschistoiden“ Polizisten anlegen könnten. Für die Bomberjackenträger hätten diese Demonstanten „keinerlei Verständnis“ und „Null Toleranz“, die Gutmenschen würden ihre Anführer anzeigen, gesellschaftlich ächten, wegsperren, sich um die verführten Jugendlichen kümmern, sie resozialisieren und so fort.

Warum messen wir mit zweierlei Maß, wenn offen von Völkermord und „Rache“ gesprochen wird, von der Vernichtung Israels durch atomare Waffen? Weil es Muslime sind, die sich so äußern? Weil die es „nicht besser wissen“? oder weil es „falsch“ ist, die eine Minderheit dafür zu kritisieren, dass sie eine andere Minderheit ausrotten will?

Ist es tatsächlich unsere „Toleranz“, die uns gebietet, ein wenig nachsichtiger mit jenen zu sein, die nicht die schwere Bürde der deutschen Geschichte auf ihren Schultern tragen? Oder geht es vielmehr um die zahlenmäßigen Verhältnisse?

Während die deutschen Neonazis auf der Liste der bedrohten Tierarten stehen (Heisig benennt den Anteil rechtsradikaler Gewalttaten mit 0,2 % – in: “Das Ende der Geduld”, S. 67) und bei jeder Kundgebung der NPD mit 200 Mitgliedern gleich zehn- bis hundertmal soviele Gegendemonstranten mit dabei sind (um „Gesicht zu zeigen“), sind von den 8 Millionen Türken in Deutschland anscheinend mehr als nur „einige verwirrte Ausnahmen“ vom Hass auf Juden „befallen“ – von den arabischen Mitbürgern mal ganz zu schweigen.

Nein, wir Deutschen verfallen nicht mehr in einen kollektiven Wahn, wenn Landsleute von uns in sinnlosen Kriegen sterben, weil wir gelernt haben, dass die Aktionen Einzelner nicht gleich ein ganzes Volk zu Tätern machen (außer bei uns Deutschen). Weil wir die Fähigkeit erworben haben zu abstrahieren und verstehen, dass unser Nachbar nichts für die Taten eines fernen Staates kann – auch wenn er aus diesem Staat kommt oder jenem Volk angehört.

Warum stürzen wir uns auf jedes Hakenkreuz, jeden Judenstern, wenn glatzköpfige Deutsche diese Symbole schmieren, stellen den „Aufstand der Anständigen“ aber sofort wieder ein, wenn herauskommt, dass türkische Nationalisten, arabische Rassisten oder islamistische Fanatiker die Täter waren?

Warum ist „rechter“ Antisemitismus schlecht, „linker“ und islamischer Antisemitismus dagegen gut?

Es geht dabei überhaupt nicht primär darum, wie man selbst zur Juden- und Israelfrage steht, sondern um das Prinzip, sich nicht von narzisstischen und fundamentalistischen Verrückten diktieren zu lassen, was man sagen und denken darf, um das Prinzip, nicht vor der Gewalt zu kapitulieren.

 

Politische Korrektheit bedeutet Wegsehen. Das ist nicht in erster Linie eine Folge von Pazifismus und Feigheit, sondern eine Folge der im Hintergrund arbeitenden Ideologie, die bei uns eine Generalschuld konstatiert und gleichzeitig eine Absolution für fremde Gewalt ausstellt. Das kann man als „Autorassismus“ bezeichnen. Diskriminiert, herabgewürdigt, und sogar gehasst wird nicht eine fremde, sondern die eigene Ethnie.

Wenn nun aber Menschen, für die nationaler Patriotismus und religiös-elitärer Narzissmus völlig normal sind, auf eine Gesellschaft treffen, die sich ihrer Nation schämt und ihre Religion weitestgehend vergessen hat, dann wundert es nicht, dass die in Scham und Selbstzweifel gefangene Aufnahmegesellschaft von den Aufgenommenen nicht ernst genommen wird. Wenn diese Gesellschaft signalisiert, dass sie sich nichts sehnlicher wünscht als für die Verbrechen der Nazis, für den Imperialismus und für die technische und kulturelle Überlegenheit der westlichen Welt die Schuld auf sich zu nehmen, dann werden solche Schuldzuweisungen auch nicht ausbleiben.

 

Es ist des Weiteren für viele Muslime egal, ob jemand Christ oder Jude ist. Die Juden sind zwar der Lieblingsfeind, aber „alle Ungläubigen werden in der Hölle schmoren!“ Es gibt ohnehin nur eine islamisch-korrekte Art im Umgang mit Ungläubigen: Wer nicht konvertiert, wird ermordet! Das ist keine Hasspredigt von Pierre Vogel aus Mönchengladbach oder Osama bin Laden, das steht im Koran, ist also orthodoxe Lehre.

Unbeschreibliche Grausamkeiten, wie Kirsten Heisig sie in ihrem Buch (S. 75ff) schildert und die Bildung mafiöser Strukturen durch arabische Clans sind ein weiteres Unheil, das wir auch aus NRW kennen.

Mitleidlos und bestialisch durchgeführte Gruppenvergewaltigungen sind auch in NRW keine Einzelfälle mehr, wir haben (natürlich hinter vorgehaltener Hand) angefangen, sie nicht mehr als „soziales“ Phänomen, sondern als eine Kriegstaktik zu begreifen.

Wenn deutsche Schüler immer wieder bespuckt, beschimpft und körperlich attackiert werden und unsere Bildungsministerin in NRW, Frau Löhrmann, zu diesem Thema „nichts zu sagen“ (vgl. Focus 41/10) hat, dann kocht in Menschen, die täglich damit zu tun haben, die Wut hoch.

Die Beschwörungen von Frau Böhmer und der GEW, Fremdenfeindlichkeit, egal welcher Art, egal gegen welche Ethnie, selbst wenn es die deutsche sei, dürften nicht toleriert werden, sind vielleicht gut gemeint.

Es gibt allerdings einen Unterschied, einen großen Unterschied, zwischen dem Schutz fremder Minderheiten vor rassistischen Übergriffen durch die Mehrheitsgesellschaft und der Notwendigkeit, die eigenen Staatsbürger vor rassistischen Übergriffen im eigenen Land zu schützen. Nur die Politische Korrektheit, die uns verbietet, Deutschland als das Land der Deutschen anzusehen, vernebelt diesen Unterschied

Im Düsseldorfer Landtag spricht man schon nicht mehr von der „Bevölkerung von NRW“, sondern von den „in NRW lebenden Menschen“, für die man verantwortlich sei. Das ist ein klares Eingeständnis der Integrationsunwilligkeit der Bürger mit Migrationshintergrund.

Ich bin (in diesem Punkt) der gleichen Meinung wie der türkische Präsident: Assimilation ist, wenn sie nicht freiwillig geschieht, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Wir sollten niemanden dazu zwingen deutsch zu sein, erst recht keine Menschen, die im Gegensatz zu uns stolz auf ihre Nation und Religion sind. Allerdings können wir von diesen Menschen, die nicht zu uns gehören wollen, erwarten, dass sie wieder in ihr eigenes Land zurückgehen. Alles andere ist eine Kriegserklärung, eine versuchte Landnahme.

Das territoriale Prinzip hat eine friedenssichernde Wirkung, sagt Sarrazin (“Deutschland schafft sich ab”, S. 252), und man kann auch keine angebliche moralische oder politische Pflicht zur Tolerierung von Zuwanderung aus dem Geburtenmangel ableiten.

Gerade diejenigen, die am dankbarsten sein müssten, bei uns zu leben, diejenigen, die staatliche Zahlungen mit Selbstverständlichkeit in Anspruch nehmen, sind sehr oft mehr als undankbar, sie hassen ihr Gastland und seine Bewohner. Wie bekloppt ist es, diesen Hass auch noch zu finanzieren?

Zuletzt ist die Vermutung, dass die Aktionen, Befindlichkeiten und Forderungen der Muslime in NRW zentral gesteuert werden, sehr plausibel. Viele Vorurteile und Ansichten gleichen sich bei allen Migrantenkindern so sehr, dass man um den Verdacht, dass die türkische Religionsbehörde diese „Wahrheiten“ in Form von „religiöser“ Propaganda verbreitet, nicht so einfach von der Hand weisen kann. Von der SPD zum Beispiel wissen die meisten Migranten nur so viel, dass sie „für die Ausländer“ ist. Sie kennen weder Geschichte noch Programm und ihren eigenen, oft sehr konservativen Grundhaltungen nach müssten sie mindestens die CDU wählen. Aber die Hälfte von ihnen sympathisiert mit der SPD:

Irgendwer scheint ihnen einzureden, links zu wählen sei der richtige Weg. Es finden sich noch viele weitere solcher „Wahrheiten“, die alle Migranten in unserem Land verinnerlicht zu haben scheinen, z.B. taucht in letzter Zeit vermehrt das „Mem“ vom Türken, der nach dem 2. Weltkrieg Deutschland wiederaufgebaut hat, auf („wir sind seit 60 Jahren hier!“).

Die Vertreter der Altparteien stehen dann bei der Neueröffnung von Moscheen dümmlich grinsend herum, ohne zu wissen, dass sie nach Strich und Faden belogen werden. Oder wissen sie es doch?

Wenn uns immer wieder gebetsmühlenartig gepredigt wird, dass wir uns eben mit den momentanen Zuständen abfinden müssen, so liegt der Verdacht nahe, dass diese Zustände eben alles andere als alternativlos sind.

Eine Schule, in der es eine Migrantenquote gäbe (ich meine eine Obergrenze!), in welcher nicht multikulturelle Illusionen, sondern durchdachte sicherheitspolitische und ökonomische Erwägungen den Lehrplan der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer bestimmen würden, in welcher Wert auf die perfekte Beherrschung der Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen gelegt würde, ebenso wie auf die Sekundärtugenden und Schlüsselqualifikationen, eine Schule, in welcher die geistigen, technischen und politischen Errungenschaften des Abendlandes und die Liebe zu Deutschland als Leitschnur gelehrt würden, eine solche Schule würde in der BRD wahrscheinlich wegen „verfassungsfeindlicher Tendenzen“ geschlossen (vgl. die Verwechslung von politischer Korrektheit und FDGO aus der Vorüberlegung), während Salafistenschulen zwar den Ärger der Bevölkerung von Mönchengladbach hervorrufen, die Sicherheitsbehörden aber erst sehr viel später reagieren. Zumal ein Verbot der Radikalislamisten ja genauso wirkt wie ein Kopftuch- oder Burkaverbot – das ist kontrollierte Opposition.

Warum werden Menschen aus dem Verkehr gezogen, wenn sie „braun“ sind und böse Sachen sagen, nicht aber, wenn sie links oder gar muslimisch sind und öffentlich zum Mord aufrufen?

Die Abwertung von Frauen und Nichtanerkennung von Autoritäten ist ebenfalls kein rein „kulturelles“ Phänomen. Menschen, bei denen aufgrund ihrer einfachen Struktur, ihrer sozialen und religiösen Prägung, nur harte Strafen etwas bewirken, treffen auf ein Strafrechtssystem, das für unter 14 Jährige nicht zuständig ist, für junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr das Jugendstrafrecht vorsieht und auch bei erwachsenen Straftätern den Gedanken der Resozialisation in den Vordergrund stellt.

Diese Praktiken sind von den Theoretikern der Politischen Korrektheit vorgedacht worden.

Da auch vom linksextremen Rand der Gesellschaft immer mehr Straftaten gegen Eigentum und Personen, mit Vorliebe jedoch gegen Allgemeingüter und Staatsbedienstete, verübt werden, verfängt das Argument der „kulturellen“ Prädisposition der Verbrecher in der Breite nicht.

Erich Fromm schrieb in seinem Werk „Haben oder Sein“, dass es einen fundamentalen Unterschied gebe zwischen dem „Haben“ und dem „Sein“ von Autorität. Als ich das Buch zum ersten Mal las, als junger Erwachsener, der die letzten Jahre damit zugebracht hatte, gegen Menschen zu rebellieren, die zwar in Autoritätspositionen waren, denen aber in den meisten Fällen die persönliche Autorität völlig fehlte, war ich begeistert.

Damals teilte ich die Uniformenphobie von Fromm und vielen anderen. Während ich allerdings ein individualistischer Jugendlicher war, der einfach nicht so sein wollte wie alle anderen, geht es Fromm bei seiner Kulturkritik nicht darum, einen neuen Faschismus zu verhindern. Das ist nur der (wieder einmal vorgeschobene) offizielle Grund. Inoffiziell geht es selbstredend darum, die äußerliche Autorität herabzuwürdigen.

Erst viele Jahre später verstand ich, dass das von Fromm schlichtweg dämonisierte „Haben“, die äußerliche Autorität, für einen modernen Staat, wenn er funktionieren soll, obligatorisch ist. Selbstredend kann man bei Lehrern, die sich nicht durchsetzen können, und Polizisten, welche körperliche Konfrontation scheuen, davon sprechen, dass sie eventuell den falschen Beruf gewählt haben. Aber wenn ein Staat sich darauf verlassen müsste, dass jeder, den er mit äußerlicher Autorität ausstattet, diese auch verinnerlicht hat, dann käme es zu Funktionsstörungen. Es gibt keine innere Autorität ohne die äußere. Der Polizist trägt Uniform, der Richter Talar. Vom Lehrer könnte man erwarten, dass er zumindest einen Anzug trägt, auch Lehreruniformen würde ich (genauso wie Schüleruniformen) begrüßen. Genauso wie man einen Amtsschimmel, der in kurzer Hose hinterm Schreibtisch sitzt, nicht ernstnehmen kann, macht ein Lehrer, der in T- Shirt und abgerissener Jeans oder ähnlichem Outfit zum Dienst erscheint, unglaubwürdig. Kleider machen Leute.

Genau diese Anspruchshaltung an Autoritätspersonen, also eine magische Erzeugung innerer Autorität, können wir aber bei Migranten, Linksextremen und mittlerweile einem immer größeren Teil  der sogenannten bürgerlichen Mitte beobachten. Daher rühren auch die vielen Funktionsstörungen, die wir mitansehen müssen. Hinter Fromms Analyse, die so harmlos und einleuchtend wirkt, steckt eine tiefe Verachtung gegenüber staatlicher Autorität. Die „äußerliche“ Autorität wird von Fromm delegitimiert, was bleibt ist das Alpha- Tier, das sich gegen die Artgenossen durchsetzt.

Die Politische Korrektheit ist also keine Verhaltensregel, die darauf abzielt, möglichst niemanden zu beleidigen, sondern ein kulturelles Kriegswerkzeug, das Andersdenkenden Maulkörbe verpassen und eine gangbare, eben politisch korrekte, Linie vorschreiben kann.

Auffällig ist, dass gerade die eifrigsten Verfechter der Politkorrektheit, die in der Vergangenheit am schlimmsten gegen Andersdenkende gehetzt haben, im Zuge der Sarrazin-Debatte plötzlich eine 180-Grad-Drehung vollführen und Stammtischparolen von sich geben, wie der SPD-Vorsitzende Gabriel, oder auf einmal für die Meinungsfreiheit eintreten, wie das femi-marxistische Kunstprodukt Thea Dorn.

Gabriel, der wenige Wochen zuvor noch einer Schülerin ein „entsetzliches“ Menschenbild vorgeworfen hatte, weil sie beklagt hatte, die Vermischung von Haupt- und Realschülern senke das allgemeine Leistungsniveau, überholte in einer am 12.9.2010 von „Spiegel TV“ aufgezeichneten Rede Sarrazin rechts, als er davon redete, dass Türken und Araber, die sich in der 3. Generation immer noch nicht integrieren wollen, sich den falschen Wohnsitz ausgesucht hätten und setzte nach: „das muss man sagen dürfen!“

Thea Dorn verleumdete Eva Herman 2006 als Eva Braun:und kämpfte 2010 für die Meinungsfreiheit:

Es bleiben der Verdacht, dass diese Akteure nur auf einen Zug aufspringen, der gerade Fahrt aufnimmt, und die Hoffnung, dass diese Fahrt imstande sein wird, die Fesseln der Politischen Korrektheit letztlich zu sprengen.

Bis das geschieht, gilt der Grundsatz, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Kriminalitätsstatistiken weisen plötzlich einen Rückgang der Gewalttaten, aber einen sprunghaften Anstieg der rechtsradikal motivierten Straftaten aus (vgl. Heisigs Kapitel „Neueste Erkenntnisse der Kriminologie“ in „Das Ende der Geduld“), oder andere Studien belegen, dass heterogene Klassenstrukturen das Lernen befördern.

Wenn man dann „an der Front“ steht und sieht, wie die Lebenswirklichkeit nichts mit den Statistiken zu tun hat, wie der Mantel des Schweigens über die hier geschilderten Phänomene gebreitet wird, dann kann man sich des Gefühls nicht erwehren, dass hier eben nicht nur geschwiegen und beschönigt wird, weil man um seinen Ruf fürchtet, die Konfrontation scheut oder schlicht niemandem zu nahe treten will.

Vielmehr lässt einen das ungute Gefühl nicht mehr los, dass hinter der Politischen Korrektheit mehr steht, nämlich eine kulturzersetzende Kraft, die mit allen Mitteln daran arbeitet, unser Gesellschaftssystem zu delegitimieren, seine Struktur aufzulösen und die Autorität seiner Ordnungsinstanzen zu untergraben.

Die Politische Korrektheit ist eine Tyrannei des Denkens, aus der erst Sprechverbote folgen, dann die Denunziation und gesellschaftliche Ausgrenzung Andersdenkender und zuletzt das „uneigennützige“ Angebot, das selbstgeschaffene Chaos durch noch rigidere Kontrolle dessen, was man Sagen, Denken und Tun darf, zu bekämpfen.

Video: Kampf im Klassenzimmer

Nachbemerkung

Ich möchte hier, weil es thematisch gut passt, meinen Text „Was ist politische Korrektheit?“, den ich erstmals im März auf „Einigkeit und Recht und Freiheit“ veröffentlicht habe, anschließen:

Politisch korrekt ist es, wenn man Caesars Tod nicht 44 vor Christus datiert – sondern 44 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Wenn man nicht mehr Türke sagt, auch nicht Ausländer oder Migrant, sondern Mensch mit Zuwanderungsgeschichte. Wenn der Krieg gegen den Terror plötzlichÜberseeischer-Eventualfall-Einsatz (overseas contingency operation) heißt. Wenn man nicht mehr von Mutter und Vater spricht, sondern von Elter 1 und 2.

Die Politische Korrektheit, engl. political correctness (PC), ist also scheinbar eine Sprachregelung, die verhindern soll, dass sich jemand von dem Gesprochenen beleidigt oder diskriminiert fühlt. Wer will, kann sich hier über die Geschichte der Politischen Korrektheit informieren.

Kurz gesagt entstand die PC als kulturelles Instrument zur Vernichtung der westlich-kapitalistischen Welt, die Mitglieder der „Frankfurter Schule“, welche die PC quasi erfunden haben, kann man daher als „Kulturmarxisten“ bezeichnen. Sie gingen davon aus, dass eine ökonomische Revolution, wie Marx sie vorausgesagt hatte, im Westen unter den gegebenen Bedingungen nicht stattfinden würde, und versuchten daher, über die Umgestaltung des kulturellen Rahmens einen „neuen Menschen“ in Europa und den USA zu schaffen, welcher der marxistischen Revolution eher zugeneigt sein würde.

Politische Korrektheit bedeutet daher Denkverbote. Alles, was nicht in die Schablone des Kulturmarxismus passt, ist verboten. Man hat lange daran gearbeitet, dass wir alle mit unserer eigenen Kultur zum großen Teil Negatives verbinden. Nun wird man nicht riskieren, dass diese Lügenpropaganda ihre Wirkung verliert, indem wir offen über diese Dinge sprechen – daher verbietet man uns, Dinge überhaupt an- oder auszusprechen.

„Schau mal, die Neger dahinten!“ – „Es kommt mir kein Türke mehr über die Grenze!“ – „Die sollte sich mal langsam einen Ehemann suchen“ – das alles sind Aussagen, die in den siebziger Jahren noch völlig normal waren, für die wir heute aber den Kopf abgerissen bekämen. Selbst in der Kohl-Ära sprach man noch viel offener über viele Themen. Als mit dem Duo Schröder/ Fischer die Generation der 68er „endlich“ in Regierungsverantwortung war, gab es eine Riesenwelle der politkorrekten Sprachvorschriften. Aus Ausländern wurden Migranten.

Auch gibt es die Angewohnheit, bestimmte arabische Wörter immer „arabischer“ auszusprechen, so wie die El Kaida zu Al Kaida und schließlich zu Al Qaida wurde.

Der Muslim hat eine noch längere Sprachgeschichte hinter sich, nicht nur, dass er vor einigen Jahren noch bedenkenlos ein Moslem war, zuvor war er Mohammedaner und davor – ganz früher – ein Muselmane. Außer Peter Scholl-Latour sagt das aber keiner mehr so.

Das „Schöne“ an diesen Sprachregelungen ist, dass keiner so genau weiß, wer sie einführt, wann das passiert und warum. Plötzlich wird man schief angesehen, wenn man vom „Farbigen“ spricht, dabei hatte man sich gerade den „Neger“ abgewöhnt.

Wie zufällig treten Wellen der sprachlichen Beschönigung auf. Wer auch nur die Vermutung äußert, das könnte zentral gesteuert sein, ist ein Verschwörungstheoretiker.

Die PC ist eine Waffe mit mehreren Klingen. Zum einen dünnt sie das Denken desjenigen aus, der sich ihr unterwirft. Weil er keine Pauschalurteile mehr fällen darf, verflacht sein Denken, er wird zu einer steuerbaren Marionette. Politischer Konformismus ist die Folge. Da niemand zu widersprechen wagt (Wer anders denkt, ist ein Rassist!), wird die Bösartigkeit der eigenen Kultur und die Überlegenheit der anderen aufgesogen, als sei sie ein Faktum. Unsere kulturellen Bereicherer auf der anderen Seite können sich ins gemachte Nest setzen und die Schuld für Misserfolge bei der strukturellen Diskriminierung suchen, statt bei sich selbst. So sorgt der Import von schlecht ausgebildeten Billiglohnarbeitern für ein Sinken der Einkommen und schafft – so die Theorie – irgendwann das revolutionäre Potential, das man so vermisst hat.

Also wünschen wir uns nicht mehr „Frohe Weihnachten!“, sondern nur noch ein „frohes Fest!“ (im amerikanischen Raum wurde in einem Zwischenschritt erstmal der Christus aus „Christmas“ gestrichen – X-Mas! Doch auch dort wünscht man sich mittlerweile „happy holiday!“, statt „merry X-mas“).

Eines der größten PC-Tabus ist das Aussprechen des Wortes „Jude.“ Manche kriegen eine Gänsehaut, wenn sie es nur hören, oder lesen.

So: Jude, Jude, Jude.

Bevor man das sagt, weicht man lieber auf eine Umschreibung aus („dieser Ju… äh, jüdische Mitbürger“, “da war ein junger Moslem und eine Jü… ein jüdisches Mädchen”).

Jude klingt so nach KZ und Hitler, das kann man nicht sagen, ohne sich anzustecken (an einer der Krankheiten Hass, Rassismus, Islamophobie, Xenophobie, Antisemitismus, Ingroup-Outgroup-Denken).

Ebenso mit einem Tabu belegt ist es, den Juden zu unterstellen, sie seien ein Volk. „Das sagen Sie jetzt nur, weil Sie Deutscher (Ami, Türke, Serbe, etc.) sind!“ hört man noch ab und an. Aber bitte machen Sie nicht den Fehler, in diesen Satz das Wort „Jude“ einzusetzen! Dann knallt es. Mit Sicherheit!

Zumindest wird man Ihnen sagen, dass die Juden kein gemeinsames ethnisches Interesse haben können, weil sie kein Volk, sondern eine Religionsgemeinschaft seien.

Abgesehen davon, dass man ja auch den Muselmanen, äh, Mohamme… nee, Mos, wie? Muslimen ein gemeinsames Interesse (die Ausbreitung des Islam) unterstellen kann (ja, auch dafür wird man hierzulande gevierteilt), sind die Juden ja tatsächlich ein Volk, bzw. eine Rasse. Man kann sich sogar genetisch testen lassen.

Und besonders sollten Sie sich hüten zu behaupten, viele Juden würden in Amerika und auch bei uns unter falscher Flagge segeln, so tun, als seien sie normale Mitglieder dieser Gesellschaften, tatsächlich aber an einer ganz anderen Agenda – der Verfolgung der Interessen der eigenen ethnischen Gruppe – arbeiten. Wenn Sie sagen, die Tatsache, dass man eben einen Tabubruch begehe, wenn man die ethnische Herkunft dieser Schreiberlinge und Berufsempörten thematisiere, mache es ihnen leicht, uns zu täuschen. Dann sind Sie sogar schlimmer als Hitler!

In dem Konflikt Islamisten gegen Zionisten spannen beide Gruppen sich ganze Völker vor den Karren. Die Islamisten haben dafür die muslimischen (bald müssen wir sagen: islamisch geprägten) Menschenmassen, die Zionisten haben sich zu diesem Zweck die europäischen Völker ausgeliehen. Trotzdem wird nicht den beiden genannten Gruppen, sondern denen, die beschreiben, was diese Gruppen tun, „Volksverhetzung“ vorgeworfen. Da kann man hundert Mal betonen, dass man die Funktionen dieser Menschen kritisiert, statt schlecht über ihre Herkunft zu reden.

Der Vorwurf, man würde gegen Völker hetzen, ist genial. Man kann sich nicht dagegen wehren. Streitet man ab, macht man sich nur noch verdächtiger.

Alles, was mit diesem Thema zusammenhängt, ist hochgradig tabuisiert und wird teilweise sogar mit Gefängnis geahndet, so dass ich lieber meinen Mund halte und zum eigentlichen Thema zurückkomme.

Die PC hat nämlich mit den Juden überhaupt nichts zu tun und die Tatsache, dass fast alle Mitglieder der Frankfurter Schule Juden waren, ebenso Marx, Freud und viele andere „interessante“ Zeitgenossen, all diese Dinge sind völlig bedeutungslos. Wenn Sie anders denken, dann rufen Sie zum Hass auf!

Dass Zigeuner erst Sinti und Roma, dann sogar „Rotationseuropäer“ wurden, halte ich dagegen für Diskriminierung im Schutze der PC.

Und dass trotz aller PC gerade die Linken das Wasser, das sie predigen, nicht selbst trinken (sie bevorzugen Wein), beweisen sie immer wieder gerne selbst, wenn sie aus den Innenstädten in die Grüngürtel ziehen oder linke Wohnprojekte sich gegen Befall von Rotationseuropäern wehren („ja, alle müssen das tolerieren, nur wir wollen das Scheiß-Zigeunerpack nicht in unserer Nähe haben!“).

Ich bin mir ziemlich sicher, dass sogar diejenigen von uns, die wirklich gegen den Zensor im eigenen Kopf zu kämpfen begonnen haben (ich schreibe „wirklich“, weil die Idioten von PI sich die politische Inkorrektheit nur auf die Fahne schreiben, in Wirklichkeit aber die besseren Gutmenschen sind, und Leute wie H.M. Broder (dessen jüdische Herkunft in diesem Zusammenhang keinerlei Rolle spielt) nur auf bestimmten Gebieten die PC brechen, sie auf anderen dadurch aber zementieren (Step 1: Islam kritisieren=go, Hetze gegen Juden=no go – Step 2: Hetze gegen Moslems=go, Kritik am Zionismus=no go), dass sogar diese Denkblokaden im Kopf haben, von denen sie gar nichts wissen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das auch bei mir selbst der Fall ist. Ich habe viele Dinge in Frage gestellt, die man in meinen Kopf gepflanzt hat, aber ich fühle mich noch immer nicht befreit (freier als vorher, zugegeben, aber eben nicht frei). Ich vermute, dass es psychische Barrieren gibt, die ich noch nicht eingerissen habe.

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