Johan Galtung über Juden

Das englische Original Johan Galtung on Jews von Kevin MacDonald wurde am 13.06.2012 auf The Occidental Observer veröffentlicht. Übersetzung durch Sternbald.

***

Johan Galtung ist ein bekannter norwegischer Akademiker, Begründer der Disziplin der Friedensforschung und Verfasser von mehr als 100 Büchern und mehr als 1000 wissenschaftlichen Artikeln. Aufgrund von vor kurzem getätigten Äußerungen, von denen zumindest einige reine Feststellungen sind, wurde er offiziell als Antisemit bezeichnet.

Galtung glaubt, dass der historische Antisemitismus zumindest teilweise auf jüdisches Verhalten zurückgeht: Über die Zunahme antisemitischer Einstellungen im Deutschland der 1920er Jahre sagt er, dass es „nicht unproblematisch war, dass die Juden Schlüsselbereiche in einer Gesellschaft besetzten, die vom Versailles-Diktat [wörtl: der Niederlage von Versailles] gedemütigt wurde.“

Er unterscheidet zwischen der Prognose von Antisemitismus und dessen Rechtfertigung: „Dies rechtfertigt auf keinen Fall die Grausamkeiten. Aber es ließ einen Antisemitismus entstehen, der vorhersehbar war“. Auf dieselbe Weise argumentiert er, dass die mittelalterlichen Pogrome sich durch die Rolle der Juden als Wucherer erklären: „Die Rolle der Juden bestand darin, Zahlungen von verschuldeten Bauern zu verlangen“.

Diese Ansichten verletzen natürlich das Dogma, dass antijüdische Einstellungen und Verhaltensweisen ausschließlich irrational sind – das Ergebnis von Faktoren wie christlich-religiöser Ideologie oder individueller Psychopathologie – und nie auf Tatsachen beruhende Interessenkonflikte. Galtung behauptet, dass in der modernen Welt „die Medien der VS von den Juden kontrolliert werden und dass die Unterhaltungsindustrie auf das Wohl Israels ausgerichtet ist.“

Galtung schreibt, dass „sechs jüdische Unternehmen 96 % der Medien kontrollieren“. Er nennt die Namen von Journalisten, Publizisten, sowie von Fernsehnetzwerken und Filmstudios, die seinen Behauptungen zufolge von Juden kontrolliert werden. Auch der Medienmogul Rupert Murdoch taucht auf seiner Liste auf. „Er ist kein Jude, dafür aber viele seiner Beschäftigten“. Galtung hebt hervor, dass „viele von ihnen fanatisch proisraelisch sind“. Direkt im Anschluss an diese Behauptungen schreibt Galtung, dass 70 % der Professoren der 20 bedeutendsten Universitäten in den VS Juden sind“. Galtung beruft sich bei seinen Ausführungen auf einen Artikel von William Luther Pierce, dem Gründer der „National Alliance“, einer white-supremacist-Organisation.

In einem darauffolgenden Artikel, in welchem Galtung seine Aussagen verteidigt, finden sich einige bemerkenswerte Zitate, so z.B. von Ruth Wisse aus Harvard, die „jungen jüdischen Journalisten sagte, dass „sie sich nicht als Weisheits- und Wahrheitssuchende, sondern als Teil der Israeli Defence Forces sehen sollten“ (13/02/12).“

Ist das Loyalitätsproblem amerikanischer Juden nur eine Zeitungsente?

Wisse ist natürlich ein hervorragendes Beispiel für jüdischen Aktivismus im akademischen Bereich, und sie ist neokonservativen Kreisen bestens bekannt v.a. durch ihren Artikel „The de-legitimazation of Israel” (vgl. hier, S. 23). Galtung zitiert ebenfalls einen israelischen Professor, der bezüglich des Antisemitismus der Ansicht ist, dieser „sei strenger mit uns, als wir es verdienen“, wodurch er anerkennt, dass ein gewisses Maß an antijüdischer Einstellung verdient ist.

Es ist interessant, dass Galtung sich von Pierces Ausführungen über die Medien anregen ließ, welche ebenfalls für mich eine wichtige Quelle waren, als ich das Kapitel über Formen des Antisemitismus in Separation and Its Discontents schrieb und ebenfalls später, als ich in diesem Bereich forschte, um das Vorwort für die Paperback-Ausgabe von The Culture of Critique zu verfassen:

Ein besonders eindringliches Beispiel antisemitischer Äußerungen über das Phänomen der Medienkontrolle erschien kürzlich imNational Vanguard Book Service Catalog (no. 16, November 1995), einer Veröffentlichung von William Pierces National Alliance. Der Artikel kombiniert antisemitische Motive mit einer detaillierten Katalogisierung jüdischer Eigentümerschaft oder Kontrolle der Geschäftsführung von Fernsehsendern, Populärmusik, Druckmedien, großen Zeitungen, Netzen regionaler Zeitungen, Nachrichtenmagazinen und Buchverlagen in den Vereinigten Staaten. Der Artikel unterstreicht die Fähigkeit der Medien, der Meinungsäußerung Grenzen zu setzen, so beispielsweise im Fall von Ansichten über Israel, und er beschuldigt die Medien, Schlagworte wie die Gleichheit der Rassen und den Nutzen der Einwanderung und des Multikulturalismus zu propagieren. Der Artikel kommt zu dieser Schlussfolgerung:

„Indem wir den Juden erlauben, unsere Nachrichten- und Unterhaltungsmedien zu kontrollieren, geben wir ihnen nicht nur entscheidenden Einfluss auf unser politisches System und virtuelle Kontrolle über unsere Regierung; wir überlassen ihnen ebenfalls die Kontrolle über das Bewusstsein und die Seelen unserer Kinder, deren Einstellungen und Vorstellungen zunehmend stärker durch jüdisches Fernsehen und jüdische Filme geprägt werden als durch ihre Eltern, die Schule, oder irgendwelche anderen Einflüsse […]

Den Juden mit ihrer 3000jährigen Erfahrung im Abwracken von Nationen, vom alten Ägypten bis Russland, solche Macht über uns zu geben, ist gleichbedeutend mit dem Selbstmord unserer Rasse. Die Tatsache, dass so viele weiße Amerikaner heutzutage von einem rassischen Schuldgefühl und von Selbsthass erfüllt sind, dass sie aktiv nach dem Untergang ihrer eigenen Rasse streben, ist eine gezielt herbeigeführte Folge der jüdischen Medienkontrolle (S. 22) [vgl. hier, S. 56; Fußnote 45 enthält den Auszug einer Liste aus Pierces Werk mit Beispielen von jüdisch-kontrollierten Medien].

Die Behauptung, dass 70 % der Professoren an Eliteuniversitäten Juden seien, ist eine Übertreibung, aber es ist schwierig zu sagen, welchen Grades. Ich kann nicht erkennen, dass Galtung Belege für sie hat. Ein vor kurzem veröffentlichter Artikel, der die Dynamik erfolgreicher intellektueller Bewegungen ergründet, gibt an, dass ca. 25 % der Professoren an Forschungseinrichtungen in den VS Juden sind (siehe hier, S. 66); in den Bereichen der Sozial- und Geisteswissenschaften, die von zentraler Bedeutung für die Politisierung der Universitäten und ihrer Umwandlung zu Bollwerken der multikulturellen, antiweißen Linken sind, liegt der Prozentsatz etwas höher.

Richtig ist jedenfalls, dass die starke Präsenz von Juden in den Sozial- und Geisteswissenschaften an Eliteinstitutionen nicht nur den jüdischen Einfluss im äußerst hierarchischen akademischen System absichert (vgl. den letzten Link), sondern dass sie ebenfalls effektiv intellektuelle Bewegungen blockiert, die als jüdischen Interessen abträglich angesehen werden. Diese Entwicklung hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten intensiviert, da Nichtweiße sehr aktiv als Dozenten rekrutiert werden. Genauso wie in der politischen Arena sind jüdische Universitätsdozenten Bündnisse mit Nichtweißen und mit Weißen, die zu linker Identitätspolitik neigen, so vor allem Schwulen und radikalen Feministen, eingegangen. Diese Gruppen beteiligen sich hocherfreut an der antiweißen Anklageindustrie, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen.

Galtung empfiehlt ebenfalls, die Protokolle der Weisen von Zion zu lesen, wobei er bemerkt, dass „es heutzutage unmöglich ist, dabei nicht an Goldman Sachs zu denken“ (siehe hier). Desweiteren bemerkt er, es sei „schwer zu glauben, dass die russische Geheimpolizei derart spezifisch sein konnte“. Galtung drückte sich allerdings weniger entschlossen im Austausch mit Haaretz aus, wo er schreibt, er wisse nicht, wer genau die Protokolle geschrieben hat.

In einem am 11. Juni in einer schwedischen Zeitung veröffentlichten Artikel geht Galtung insbesondere auf Protokoll 12 ein, welches von der Beherrschung der Medien handelt, und auf die Protokolle 20 und 21, die die Kontrolle der Finanzwelt betreffen. Im Einklang mit Galtungs Kommentaren über die jüdische Kontrolle der Medien beschreibt Protokoll 12 ein Programm strenger Medienzensur:

Das Publikum wird keine Informationen erhalten, die nicht unserer Kontrolle unterliegen. Dies ist bereits jetzt insofern gewährleistet, als dass alle Nachrichten von einigen wenigen Agenturen verbreitet werden. […] Diese Agenturen werden dann vollkommen in unserer Macht sein, sodass nur Themen Aufmerksamkeit geschenkt wird, die wir ihnen diktieren. Schon heutzutage ist es uns gelungen, das Bewusstsein der Gojims derart zu beherrschen, dass sie auf alle Vorgänge in der Welt durch die gefärbten Gläser derjenigen Brille schauen, die wir ihnen auf die Nase setzen.

Protokoll 20 legt dar, dass „das Finanzprogramm […] der krönende und entscheidende Punkt unseres Plans ist“. Auf seiner Netzseite schreibt Galtung, dass die zentrale Idee dieser Protokolle „Macht durch Schuldknechtschaft“ sei. Er verlinkt einen Huffington Post-Artikel von John Perkins, der behauptet, dass „Bailouts den Kreditgebern nutzen und die Schuldner versklaven“. Perkins sieht die schwachen europäischen Länder wie Griechenland als Opfer des Raubtierkapitalismus, welcher auf lange Sicht den Verkauf staatlicher Güter ans Privatkapital und die Versklavung der Menschen bewirken wird. In seinem Zeitungsartikel (veröffentlicht im Flaggschiff des schwedisch-jüdischen Medienklans Bonnier) bemerkt Galtung, dass jüdische Investmentbanker genau machen, was die Protokolle beschreiben:

Da ich davor gewarnt habe, dass die US-Juden zum Sündenbock für die gegenwärtigen Entwicklungen werden könnten, ist der Antisemitismusvorwurf gegen mich paradox.

Was Lehman Brothers, Goldman Sachs und die mit ihnen verbündeten Akteure tun – einbegriffen der jüngst eingesetzte Präsident der EZB –, ist eine Vorgehensweise, die schwer von dem oben erwähnten ersten Protokoll zu unterscheiden ist. Die Umsetzung von Programmen, in denen Millionen die Inhalte der Protokolle der Weisen von Zion erkennen, kann desaströse Folgenden für die Juden haben, besonders in den VS und in den Bereichen Medien und Finanzen.

Meine Prognose ist, dass wir einen tiefgreifenden und heftigen Antisemitismus in den Vereinigten Staaten sehen werden; auch in Europa gibt es diesbezüglich bereits starke Anzeichen. Diese Warnung selbst als Antisemitismus zu bezeichnen, ist absurd und gründet sich entweder auf Ignoranz oder auf eine böswillige Interpretation dessen, was ich tatsächlich gesagt und geschrieben habe.

Was muss getan werden? Hört auf, den Vorwurf des Antisemitismus als Todschlagargument zu verwenden (Günter Grass und Ingmar Karlsson bekamen diese Keule kürzlich ebenfalls zu spüren); eröffnet eine weite und v.a. freie Debatte über all diese Themen, und, drittens, hört auf, eine Politik zu verfolgen, die verwirrend nach dem aussieht, was die Protokolle befürworten [geringfügige Anpassung der Übersetzung eines Korrespondenten].

Diese Kommentare passen gut in die Perspektive des Occidental Observers (wo es 17 Artikel in der Kategorie „Juden und der Finanzkollaps“ gibt). Trotzdessen verneint Galtung auf seiner Netzseite und in einem Brief an Haaretz (dessen Inhalt in dem Haaretz-Artikel nicht erwähnt wird) jüdische Beteiligung ganz explizit:

Die Hauptakteure, die momentan andere in die Schuldknechtschaft treiben, sind: China, Japan und die EU im Hinblick auf die VS; Deutschland im Hinblick auf Staaten der europäischen Peripherie wie Griechenland, Italien, Portugal, Spanien und Irland (GIPSI) und die Weltbank im Hinblick auf die Welt; ein erschreckendes Beispiel bieten John Perkins’ “Confessions of an Economic Hit Man”. Dass Menschen jüdischen Glaubens und das Judentum mit all dem nichts zu tun haben, versteht sich von selbst.

Weniger glaubhaft ist Galtungs Vermutung einer möglichen Verbindung zwischen Anders Breivik und dem Mossad (siehe den Haaretz-Artikel), für die er keinerlei Beweise vorlegen kann, und die er in einem späteren Briefwechsel als „sehr unwahrscheinlich“ bezeichnet.

Was ist von all dem zu halten? Es ist nicht überraschend, dass Galtung als Antisemit attackiert wurde (z.B. hier).

Trotz seines Kommentars, der die Juden davon freispricht, Urheber des erdrückenden Schuldensystems zu sein, ist mein Eindruck, dass Galtung glaubt, dass Juden die Medien kontrollieren und dass zwischen jüdischem Verhalten und der gegenwärtigen Wirtschaftskrise eine Verbindung besteht. Warum sonst sollte er erörtern, dass Goldman Sachs und Lehman Brothers Beispiele für das in den Protokollen vorhergesagte Verhalten liefern?

Für mich war es überraschend, zu sehen, wie jemand von seiner Statur öffentlich Verbindungen zwischen gegenwärtigen Geschehnissen und den Protokollen erwähnt. Wahrscheinlich dürfte Galtung mit Henry Fords Bemerkung aus dem Jahr 1921 übereinstimmen: „Die einzige Aussage, die ich über die Protokolle machen kann, ist, dass sie genau beschreiben, was gerade passiert. Sie sind 16 Jahre alt und wurden bis jetzt von der Geschichte bestätigt“ (zitiert in dieser Ausgabe der Protokolle).

Die Protokolle zu zitieren, ist allerdings kein guter Weg, um Freunde zu gewinnen und Menschen zu beeinflussen, wenn man vorgibt, um das Wohl der Juden bemüht zu sein. (Mearsheimers und Walts Argument, dass es Israel besser anstünde, weniger kriegslüstern zu sein, hielt viele jüdische Kritiker nicht davon ab, ihre Arbeit als Neuauflage der Protokolle abzustempeln; sofern man etwas sagt, das Juden nicht mögen, ist es also möglicherweise nicht wirklich von Belang, ob man diese zitiert oder nicht.)

Überdies sind die Protokolle sicherlich kein wichtiger Bestandteil zeitgenössischer antijüdischer Argumentation. Überraschend ist auch der Verweis auf Pierce, welcher von Haaretz als “white supremacist” diskreditiert wird.

Ich vermute, dass Galtungs Gedanken über das hinausgehen, was er bisher verlauten lassen hat. In seinem Alter (er ist 82 Jahre alt) mag er weniger Hemmungen haben, zu sagen, was er wirklich denkt (eine normale Folge des Alters), und er hat sicherlich weniger zu verlieren als jemand, der seine Karriere noch vor sich hat. Trotz all der Anschuldigungen (ähnlich verhält es sich mit Günter Grass, welcher genau so alt ist wie Galtung), haben die Ansichten von Menschen, die Bekanntheit und Respekt erworben haben, beachtliches Gewicht. Die weite Verbreitung der Ansichten solcher Menschen trägt viel dazu bei, die Sicherheit der europäischen Eliten zu untergraben, die peinlichst darum bemüht sind, auf keinen Fall Juden zu beleidigen. All dies ist ermutigend, und ich hoffe, mehr von Galtungs Gedanken zu erfahren.

Was folgt, lässt mich vermuten, dass Galtungs Ausführungen viel Wahres enthalten. Ich werde von ihnen vor dem Hintergrund unseres kürzlich publizierten Artikels über Juden und die Sexualisierung der Kultur daran erinnert, dass Henry Fords The International Jew, geschrieben überwiegend in den frühen 1920er Jahren, die Protokolle ebenfalls im Hinblick auf die jüdische Kontrolle der Medien zitiert:

Unter Berücksichtigung der Wichtigkeit des Theaters für den in den Protokollen beschriebenen Plan bietet The International Jew [TIJ] in einer Serie von fünf Artikeln detaillierte Berichte über die jüdische Kontrolle des Theaters und der Filmindustrie. „Nicht nur die so genannte „legitime“ Bühne, sondern ebenfalls die Filmindustrie – die fünftgrößte aller großen Industrien – ist unter jüdischer Kontrolle, nicht nur punktuell, nicht zur Hälfte, sondern vollständig; mit der natürlichen Konsequenz, dass die Welt gegen den trivialisierenden und demoralisierenden Einfluss dieser Art der Unterhaltung, so wie sie bisher gestaltet wurde, ankämpft. Sobald der Jude Kontrolle über American Liquor erlangt hatte, hatten wir ein Alkoholproblem mit drastischen Konsequenzen. Sobald der Jude Kontrolle über den Film erhalten hatte, hatten wir ein Filmproblem, mit Konsequenzen, die bis jetzt noch nicht vollends abzusehen sind. Es gehört zum Genius dieser Rasse, Probleme zu schaffen, sobald sie in irgendeinem Bereich eine Mehrheit erringen […]. Millionen Amerikaner setzen sich selbst jeden Tag freiwillig den jüdischen Ideen über das Leben, die Liebe und die Arbeit aus, ebenso der jüdischen Propaganda, die manchmal schlau, manchmal heimtückisch verschleiernd vorgeht“ (1/01/1821). „Frivolität, Sinnlichkeit, Unanständigkeit, erdrückende Bildungslosigkeit und endlose Plattitüden sind die Zeichen des amerikanischen Staates, seit er unter jüdischer Kontrolle zunehmend degeneriert“ (1/01/1920). […].

„Hier liegt das ganze Geheimnis des moralischen Versagens dieser Filme: Sie sind nicht amerikanisch, und ihre Produzenten sind aus rassischen Gründen nicht dazu in der Lage, die amerikanische Atmosphäre zu reproduzieren. Einem rassisch, moralisch und ideell fremdartigen Einfluss wurde die machtvolle Projektionsfläche des Films überlassen, und die Konsequenzen zeichnen sich bereits deutlich ab“ (2/12/1921).

TIJ weist allerdings darauf hin, dass der Ruf nach Zensur als Antisemitismus ausgelegt wird: „Leser, hab’ Acht! Solltest Du von dem Schmutz der meisten Filme angeekelt sein, wird man dich als Antisemiten verurteilen“ (2/12/1921). […].

TIJ zitiert ein Filmplakat der Epoche [~1921]: „„Ich weigere mich, länger mit dir zusammenzuleben. Ich klage dich als meine Frau an – ich werde zu IHR gehen – meiner wahren Liebe“. So spricht Pfarrer Frank Gorden im größten aller Dramen über die wahre Liebe“ (2/19/1921).

TIJ bemerkt dann pointiert, aber spekulativ: „Möglicherweise besteht keine Verbindung, aber beachten Sie bitte, was geschieht, und wenn Sie sich daran erinnern, was in den Protokollen geschrieben steht, wirft das einige Fragen auf. Es steht geschrieben: „Wir haben die Jugend der Gojims durch eine theoretische und anschauliche Erziehung, welche wir unzweifelhaft als falsch ansehen, aber welche auf uns zurückgeht, irregeleitet, verdummt und demoralisiert“ (Protokoll 9). „Wir haben seit langem viel Sorgfalt darauf verwandt, die Geistlichen der Nichtjuden zu diskreditieren“ (Protokoll 17) (2/19/1921) (Henry Ford and the Jewish QuestionThe Occidental Quarterly 2(4), Winter 2002/2003: 53-77).

Die amerikanische Öffentlichkeit teilte die Ansicht, dass die Filmindustrie Unmoral fördert, mit dem Ergebnis, dass der Inhalt der Filme von einer Zensurbehörde kontrolliert wurde. All dies kollabierte in den 1960er Jahren, mit den Folgen, deren Zeugen wir heute sind.

Ich vermute, dass Johan Galtung diese Analyse schätzen würde.

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: